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Rathenow Sterntaler für die Rathenower Tafel
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15:44 29.11.2019
Hochbetrieb anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Rathenower Tafel“. Quelle: Joachim Wilisch
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Rathenow

Stellen sie sich doch einmal kurz vor, liebe Leser, in ihrem Geldbeutel wäre so wenig übrig, dass sie sich nicht vorstellen können, wie man ein Weihnachtsessen für die Familie auf den Tisch zaubern soll. Diese Vorstellung lässt mit Sicherheit keine Adventsgefühle aufkommen – und doch erleben in Rathenow und Umgebung immer mehr Menschen, wie es ist, wenn das Geld nicht reicht, um in einem Lebensmittelmarkt Essen einzukaufen.

Für sozial Benachteiligte

Es bleibt der Weg zur Rathenower Tafel, die es mittlerweile seit 21 Jahren in der Kreisstadt gibt. Betrieben wird diese Einrichtung vom Verein Rathenower Tafel. Henriette Meier-Ewert ist Vorsitzende des Vereins, der Lebensmittel an sozial Benachteiligte verteilt.

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Aus den Kinderschuhen

Vor 21 Jahren wurde die Rathenower Tafel gegründet. Rund 600 Personen aus 330 westhavelländischen Haushalten nehmen die Möglichkeit wahr, sich im Rathenower Tafelladen mit günstigen Lebensmitteln zu versorgen.

Henriette Meier-Ewert und eine Mitarbeiterin. Quelle: Markus Kniebeler

Diese werden durch Mitarbeiter der Tafel täglich von Händlern und Supermärkten abgeholt. Ein Kühlfahrzeug ist dazu unerlässlich. Im vergangenen Jahr wurde diese Neuanschaffung dank großzügiger Unterstützung möglich: Der Discounter Lidl (10000 Euro), der Landkreis (2800 Euro) und die MBS (6500 Euro) unterstützten den Verein. Und das Autohaus Schulz verkaufte den Transporter zum Freundschaftspreis.

Einwandfreie Ware

Das Grundprinzip der Tafel, qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die vernichtet werden sollen, einzusammeln und an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte zu verteilen, hat nach Einschätzung der Vereinsvorsitzenden nichts von seinem Charme verloren.

Lob vom Kreis

Wolfgang Gall, Sozialdezernent des Landkreises, fasste die Aufgabe zur Tafel-Jubiläumsfeier zusammen: „Der Respekt vor Lebensmitteln wird kombiniert mit dem Ziel, Menschen etwas zu gönnen, die nicht über ein üppiges Einkommen verfügen“, sagt er. Die Grundversorgung der Menschen könne und solle die Tafel allerdings nicht sicherstellen. Das sei Aufgabe des Staates und werde es bleiben. Dass die Arbeit des Vereins dennoch notwendig und sinnvoll ist, bestreitet niemand.

Helfer in der Ausgabestelle. Quelle: Christin Schmidt

Und nun stellen sie sich noch einmal vor, liebe Leser, wie es wäre, wenn nur der Weg zur Tafel bleibt. Finanzielle Unterstützung kann der Verein stets gebrauchen. Immer wieder müssen Einrichtungsgegenstände erneuert werden. Eine Kühltheke ist vorhanden – aber um den Bedarf zu sichern, wird immer Geld für den Unterhalt des Ladens benötigt. Denn hier ist die Tafel in erster Linie auf Spenden angewiesen.

Die MAZ ist dabei

Darum startet mit diesem Sonnabend die Sterntaleraktion der MAZ-Westhavelländer zugunsten der Rathenower Tafel. Auch kleine Beträge helfen. Sammeln sie doch auf der Weihnachtsfeier ihres Betriebes für die Aktion. Wir versprechen: zur Übergabe kommt ein Reporter und berichtet.

Wichtige Hinweise zur Aktion

Die Aktion Sterntaler startet ab sofort und endet am 31. Dezember. Bis dahin können alle, die etwas geben wollen, auf das Konto der Rathenower Tafel spenden.

Wichtig: niemals das Kennwort Sterntaler vergessen, damit wir die Spende der Aktion zuordnen können. Die Kontonummer (IBAN) lautet: DE02 1609 1994 0001 1448 80 bei der Volksbank Rathenow. Wenn sie eine Spendenbescheinigung wünschen, senden sie bitte eine kurze E-Mail an info@tafe-rathenow.de. Wenn Sie Ihren Namen, die Spendensumme und das Datum der Überweisung angeben, erhalten Sie die Bescheinigung.

Zum Vorstand des Vereins gehören Henriette Meier-Ewert (Vorsitzende), Petra Dombrowski (stellvertretende Vorsitzende), Jana Lindner (Schatzmeisterin) und Britta Brüggemann (Vorstandsmitglied).

Die MAZ wird in den kommenden Tagen regelmäßig über die Arbeit der Tafel berichten und auch über besondere Sterntaler-Spendenaktionen unserer Leser informieren.

Lassen sie die Sterntaler auf die Tafel regnen, liebe Leser. Helfen sie denen, die Hilfe brauchen. Advent und Weihnachten soll doch für alle eine schöne Zeit sein.

Von Joachim Wilisch