Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Neuer Horst ist schon besetzt
Lokales Havelland Rathenow Neuer Horst ist schon besetzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:42 13.04.2018
Der Semliner Storch ist zurück. Quelle: Uwe Hoffmann
Semlin

Das Naturparkzentrum in Milow hat in diesem Jahr am 21. März einen ersten Storch registriert – der war noch auf der Durchreise. Der erste Storch war aber wohl der in Garlitz. Im vergangenen Jahr kam der bereits am 19. Februar.

In diesen Tagen kommen die Störche aus dem Winterquartier im Westhavelland an. Auch das Semliner Storchenpaar ist zurück – es nistet in einem neuen Horst.

In Semlin gibt es seit 1992 wieder einen Storch. Vor 26 Jahren stellte Ilona Werlich, mit Hilfe der e.dis, auf ihrem Grundstück neben dem Technikhof der Agrargenossenschaft Hohennauen einen neuen Mast auf. „In Semlin gab es vorher rund 20 Jahre lang keinen Storch mehr“, sagt Ilona Werlich. „Damals wurde die Scheune im Ort, wo der Storch sein Nest hatte, abgerissen. Und obwohl mit einigen neuen Masten versucht wurde, den Storch wieder anzusiedeln, blieb er weg.“

Erstmals vor 23 Jahren

1995 zog der Storch auf dem Werlich’schen Mast erstmals Nachwuchs auf. Das Junge wurde auf den Namen „Otto Lilienthal“ getauft. 1998 wurde mit Hilfe des Nabu auf Werlichs Grundstück ein zweiter, kleiner Mast aufgestellt. „Auf diesem hat sich allerdings nie ein zweites Storchenpaar angesiedelt. Das angestammte Paar hat kein zweites Paar so nah neben sich geduldet“, sagt Ilona Werlich. „Aber wenn eines der Elterntiere brütet, sitzt der Partner auf dem zweiten Mast.“ Auch wenn die Jungen größer sind, sitzen die Eltern oft gemeinsam auf dem zweiten Mast.

Ilona Werlich lebt mit ihrem Mann, Sohn und Schwiegertochter sowie Enkel Tristan auf dem Hof. „Ich mag Tiere und bin hier schon mit Nutz- und Haustieren aufgewachsen. Und noch immer haben wir unter anderem Hühner und Gänse. Dazu kommen unser Hund und immer Katzen“, erzählt Ilona Werlich, die die Familie mit ihren Tieren, dem Garten und einem kleinen Stück Acker zum großen Teil selbst versorgt.

Und noch mehr Tiere

„Dazu kommen die Blau- und Kohlmeisen, die in den Vogelhäuschen in den Bäumen brüten oder jedes Jahr dutzende Schwalben, die auf dem Hof brüten. Die Tiere bereiten uns viel Freude. Auch mein Enkel soll mit der Natur aufwachsen.“ Der zweijährige Tristan ist an den Tieren auf dem Hof sehr interessiert. Wenn der zweijährige aufwacht, sieht er aus dem Fenster „seinen“ Storch.

Jedes Jahr beringte der Nabu-Regionalverband Westhavelland die Jungstörche bei Werlichs, in einem Jahr waren es schon einmal fünf. Davon sind aber nur vier durchgekommen und flügge geworden. Ilona Werlich hängt sehr an ihren Störchen. In Jahren mit wenig Nahrungsangebot ist sie auch schon mal zum Fischer nach Witzke gefahren und hat für ihre Störche den Beifang erhalten.

Der Sturmschaden

Nun beschädigte ein Sturm das Nest auf dem zweiten Mast. So entschied sich Ilona Werlich, einen neuen Horst zu fertigen. „Über die Jahre habe ich bereits drei Storchenhorste geflochten. Für den neuen waren an die 500 Weidenruten nötig. Aber der späte Frost bremste meinen Tatendrang, weil die Ruten in Wasser lagern mussten“, so Ilona Werlich.

Anfang März war der neue Horst dann fertig. Mit einer Hebebühne der Firma Herald Schulz Arbeitsbühnen & Elektroanlagen GmbH kam der Horst auf den zweiten Mast. „Und als ob der Storch gespürt hätte, wie sehr wir uns um ihn kümmern, kam er eine Stunde später in Semlin an“, freut sich Ilona Werlich. „Drei Tage später kam das Weibchen. Jetzt hoffen wir wieder auf Nachwuchs.“

Von Uwe Hoffmann

Der 14-jährige Ahmad und der 13-jährige Nick aus Rathenow haben eine einjährige Ausbildung zum BasKIDball-Assistenten absolviert und sind jetzt die jüngsten Basketball-Trainer der Stadt.

13.04.2018
Rathenow Flößer, Hausmeister und Gästebetreuer - Lebensaufgabe im Optikpark

Der Optikpark schafft in Rathenow auch Arbeitsplätze. Und das sind nicht nur Mini-Jobs. Auch das 100-Stellen-Programm des Landkreises und andere Förderprogramme stehen im Blickpunkt.

12.04.2018

Die Drehleiter der Rathenower Feuerwehr fällt wegen technischer Probleme immer häufiger aus. Nun drängt der Stadtwehrführer auf eine Neuanschaffung. Rund 800 000 Euro müssen investiert werden – viel Geld für eine Stadt mit angespanntem Haushalt.

30.04.2018