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Rathenow Viele Gehwege sind eine Holperstrecke und nicht barrierefrei
Lokales Havelland Rathenow Viele Gehwege sind eine Holperstrecke und nicht barrierefrei
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09:09 09.11.2019
Besonders schlecht sieht es an der Puschkinstraße zwischen Schopenhauer Straße und Verladestraße aus. Quelle: Joachim Wilisch
Rathenow

Irgendwie kann und will Karsten Ziehm die Diskussion um schlechte Straßen und Gehweglöcher in Rathenow nicht mehr nachvollziehen. Der Stadtverordnete der FDP weiß nicht mehr, wie oft darüber bereits im Bauausschuss verhandelt wurde. Und er weiß auch nicht mehr, wie oft er seinen Vorschlag, den er am vergangenen Mittwoch erneut vorlegte, schon gemacht hat.

Beispiel Brandenburg/Havel

In der Stadt Brandenburg gibt es ein Bauhofteam, das sich ausschließlich um Instandsetzungsarbeiten kümmert. Die Angestellten dieser Truppe haben einen Plan, nach dem sie bestimmte Strecken gehen, Schäden aufnehmen und beseitigen. „Warum geht das in Rathenow nicht?“ Ziehm bekam zur Ausschusssitzung keine Antwort.

Kleines Protokoll

Diesmal hatte sich Uwe Hendrich des Themas angenommen. Er war mit einem Rollstuhlfahrer losgezogen und musste feststellen: die Stadt Rathenow ist an vielen Stellen nicht barrierefrei. Anhand eines kleinen Protokolls, das er angefertigt hatte, zeigte er lediglich einige markante Stellen entlang der Puschkinstraße auf. „Das sind aber nur wenige Beispiele“, so Hendrich. Sicher lasse sich das in anderen Teilen der Stadt fortsetzen.

Bordsteinabsenkungen sind oft zu schmal. Quelle: Joachim Wilisch

Der Stadtverordnete glaubt, dass man viele Probleme schnell in den Griff bekommen könnte. „Das kostet dann noch nicht mal viel Geld.“ Was die Stadt aber benötige sei ein Kataster, das ständig aktuell gehalten wird. „Man könnte eine Plattform auf der Internetseite einrichten und man könnte hier im Ausschuss regelmäßig berichten.

Facharbeiter einsetzen

Eben das fordert Karsten Ziehm. „Ich will eine Auflistung und ich wünsche mir einen Bericht, in dem dargelegt wird, was gemacht wurde und was demnächst ansteht.“ Das seien, so Ziehm weiter, „abrechenbare Leistungen“. Ralf Stolz, selbst Straßenbauer, kennt sich mit der Materie aus und weiß, dass die Kommunen viele Baufacharbeiter eingestellt haben. „Die sollten dann aber nicht nur Laub fegen sondern auch mal einen Bordstein absenken.“

Drei Zentimeter

Ein Kataster, in dem steht, welche Projekte vorgesehen sind, um die Stadt barrierefreier zu machen, das wäre aus Sicht von Ann-Christin-Kubb ein Schritt in die richtige Richtung. Die Integrationsbeauftragte des Kreises kümmert sich um dieses Thema bei der Kreisverwaltung. „Drei Zentimeter sind bei einer Bordsteinkante das höchste, was man einem Rollstuhlfahrer zumuten kann“, weiß sie.

Solche Wege können Rollstuhlfahrer nicht meistern. Quelle: Joachim Wilisch

Karl-Reinhold Granzow ist ebenfalls schon lange im Bauausschuss. „Es gibt einfache Probleme und schwierige“, sagt er. „Es muss doch möglich sein, die einfachen Dinge schneller in den Griff zu bekommen.“ Der Leiter des Bauhofes, Yves Reimer soll nun zur nächsten Sitzung des Bauausschusses Rede und Antwort stehen.

Antwort der Stadt

Für die Stadtverwaltung betonte Jens Hubald: „Wir bemühen uns, Schäden auszubessern und ich darf nur darauf verweisen, dass wir demnächst die Waldemarstraße auch grundlegend in Ordnung bringen.“ Selbstverständlich sei es normal, wenn Bauhof-Mitarbeiter auch tatsächlich Bauarbeiten erledigen.

Jedes Jahr einmal

Einmal im Jahr, so wünschen es sich die Mitglieder des Bauausschusses, soll in Zukunft besprochen werden, wie weit die Stadt mit dem Reparaturkatalog gekommen ist.

Von Joachim Wilisch

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