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Rathenow Verstärkung im Offenen Atelier
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10:28 25.01.2019
Ute Arndt, Annelie Knobloch, Jordis Hammer und Ina Höffler (v.l.) – vier Künstlerinnen die auf einer Wellenlänge sind und nun gemeinsam das Offene Atelier betreiben. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Rathenow

Sie sind ein perfekt eingespieltes Trio, die drei Künstlerinnen des Offenen Ateliers. Seit 2016 öffnen Ute Arndt, Jordis Hammer und Annelie Knobloch regelmäßig ihr künstlerisches Zuhause im Foyer des Kulturzentrums und bereichern damit das Haus sowie das kulturelle Leben in der Stadt.

Von Beginn an waren sie sich einig, dass sie das Atelier als Trio führen wollen. Größer sollte die Gruppe eigentlich nicht werden. Nun ist aus dem Trio doch noch ein Quartett geworden.

Ina Höffler aus Hohennauen gehört jetzt ganz offiziell zum Offenen Atelier. „Wir kennen Ina alle schon lange und wissen ihre Arbeiten ebenso zu schätzen wie ihre Persönlichkeit. Es passt einfach und deshalb haben wir uns entschlossen, sie in unseren Kreis aufzunehmen“, erklärt Ute Arndt.

Viele Jahre blieb keine Zeit fürs Malen

Sie hatte die gebürtige Hohennauenerin bereits 2004 in einem Aquarellmalkurs kennengelernt. Später besuchte Ina Höffler auch Kurse in der Kreativ Oase von Jordis Hammer in Gülpe und war für einige Zeit Mitglied im Rathenower Künstlerkreis.

„Im letzten Jahr verstärkte sich bei mir der Drang, mehr malen zu wollen und mich einer Gruppe anzuschließen“, sagt Ina Höffler. Weil sie wusste, dass die drei Frauen eigentlich keine weiteren Mitglieder aufnehmen wollten, zögerte sie aber lange. „Eines Tages stand sie in der Tür und fragte uns ganz vorsichtig. Lange überlegen mussten wir da nicht“, erinnert sich Jordis Hammer.

Schon in der Schule begeisterte sich Ina Höffler für Kunst. Aber wie bei so vielen schlummerte diese Leidenschaft viele Jahre in ihr, weil zwischen Familie und Berufsleben keine Zeit für ein Hobby blieb.

Ein Besuch im Offenen Atelier im Rathenower Kulturzentrum lohnt sich. Die vier Künstlerinnen zeigen immer wieder neue Werke. Quelle: Christin Schmidt

„Als meine Tante 2004 einen Malkurse belegte, beschloss ich, es ihr gleich zu tun“, erzählt die zweifache Mutter. Inzwischen hat sie ihr eigenes kleines Atelier in ihrem Zuhause, unweit der Ferienwohnungen, die sie mit ihrem Mann betreibt.

„Ich bewundere die Leichtigkeit, mit der sie an die Motive herangeht und die Farben benutzt. Sie zieht den Betrachter förmlich in ihre Bilder“, schwärmt Ute Arndt und schaut auf eines der vielen Aquarellbilder, die Ina Höffler aufs Papier gebracht hat.

Aquarellmalerei fasziniert sie nach wie vor, aber sie ist auch offen für Neues. Zurzeit probiert sie sich mit Mischtechniken aus. Die Ergebnisse sind im Offenen Atelier zu sehen.

Diese Aquarellarbeiten sind zur zeit im Offenen Atelier zu sehen, dass jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet ist. Quelle: Christin Schmidt

Jeden ersten Sonntag im Monat sowie zu den Veranstaltungen im Haus öffnen die Frauen das Atelier für Gäste. „Wir machen das inzwischen seit gut einem Jahr und es wird sehr gut angenommen. Das Interesse ist da. Viele Gäste nutzen auch die Pausen der Aufführungen, um sich bei uns umzuschauen und mit uns ins Gespräch zu kommen“, berichtet Ute Arndt.

Das Ganze ist natürlich mit viel Ehrenamt verbunden, denn mindestens einer muss vor Ort sein. Diese Arbeit können sie nun ebenso wie die Miete durch vier teilen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein hohes Maß an Vertrauen und Verlässlichkeit.

Vier Künstlerinnen beleben das Kulturzentrum

Jeden ersten Sonntag im Monat ist das Offene Atelier im Foyer des Kulturzentrums von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Interessierte Gäste können mit den vier Künstlerinnen ins Gespräch kommen oder ihnen beim Malen über die Schulter schauen.

Die Künstlerinnen des Ateliers beteiligen sich auch immer wieder an verschiedenen Aktionen wie dem Museumstag und dem Neujahrsfest im Kulturzentrum.

Im Atelier selbst gibt es ebenfalls wechselnde Ausstellungen.

Auch im Rathenower Rathaus stellten die Künstlerinnen aus. Am 28. März folgt eine Ausstellung im Premnitzer Rathaus.

„Wir wollen dieses Haus, aber auch die Kunstlandschaft insgesamt bereichern. Dafür braucht es Leute, die dahinter stehen und nicht gleich fragen: Was hab ich davon?“, betont Jordis Hammer.

Am 28. März zeigen die vier im Premnitzer Rathaus ihre erste gemeinsame Ausstellung. Darauf arbeiten sie nun hin. Und dann gibt es da noch das große Ziel, eine Druckpresse anzuschaffen, die im Offenen Atelier in stehen soll und von Schulen und Vereinen kostenlos genutzt werden kann. Von der Bürgerstiftung Rathenow gab es dafür bereits Geld. Für die Anschaffung reicht das aber noch nicht.

Von Christin Schmidt

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