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Rathenow Leonie liest sich zum Bezirkswettbewerb
Lokales Havelland Rathenow Leonie liest sich zum Bezirkswettbewerb
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17:08 20.02.2019
Melissa, Charlotte und Julius lesen für die Jury und die Gäste in der Stadtbibliothek aus dem Buch „Für immer Alaska“ vor. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Rathenow

 Mucksmäuschenstill ist es am Mittwochnachmittag in der Kinderecke der Rathenower Stadtbibliothek, nur Leonies Stimme ist zu hören. Die Zwölfjährige ahnt noch nicht, dass sie sich gerade Zeile für Zeile zum Sieg liest.

Ihre Zuhörer atmen extra leise, um nicht zu stören. Keiner will die acht Mädchen und zwei Jungen, die sich dem Kreisentscheid des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels stellen, stören.

Nachdem die Teilnehmer in einer ersten Runde einen selbst ausgewählten Text lesen durften, brauchen sie nun jede Konzentration, denn vor ihnen liegt ein unbekanntes Buch – „Alaska für immer“ von Anna Woltz.

Eine Jury beurteilt alle Vorleser

Ausgewählt hat es Bibliotheksleiterin Ulrike Wünsch. Sie hat auch wieder gemeinsam mit ihren Kollegen und den Mitgliedern des Fördervereins der Stadtbibliothek den Wettbewerb vorbereitet.

Während Leonie das Buch an die nächste Leserin weitergibt, bleibt es still im Raum. Die Mitglieder der siebenköpfigen Jury sind ebenso konzentriert wie die Vorleser. In diesem Jahr sitzen in dem Gremium unter anderem die Autorin Rita König und die Leiterin der Kreisbibliothek Martina Lenz.

Auch Franziska Rahn vom Kulturamt der Stadt und Vorjahressiegerin Gesa stimmen mit darüber ab, wer der beste Vorleser oder die beste Vorleserin ist.

Die Jury lauschte aufmerksam und machte sich Notizen. Quelle: Christin Schmidt

Mit gespitzten Bleistiften machen sie sich Notizen und lauschen aufmerksam. Die einen konzentrieren sich auf die Stimme, in dem sie einen Punkt im Raum mit ihren Augen fixieren. Die anderen sehen die Vorleser aufmerksam an und hören dabei zu.

Melissa, Julius und Charlotte nehmen nun vor den Gästen und der Jury Platz, Julius liest zuerst. Plötzlich zerreißt ein Handyklingelton die angespannte Stimmung. Der Junge versucht sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, dann gibt er das Buch an Charlotte weiter.

Dem Mädchen gelingt es sogar, beim Lesen den Blick vom Buch zu lösen und mehrmals für einen Augenblick ihre Zuhörer anzuschauen. Auch Melissa schlägt sich souverän.

Die zwölfjährige Leonie (Mitte) freut sich über den Sieg im Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs. Quelle: Christin Schmidt

Wie alle anderen werden auch diese drei mit einem Applaus belohnt. Esther und Erik nehmen als Letzte vor dem großen Bücherregal Platz. Auch sie verdienen sich die Anerkennung der Zuhörer bevor sich die Jury zur Beratung zurückzieht.

„Es wird eine Weile dauern“, sagt Ulrike Wünsch. Sie ahnt bereits, dass es keine ganz einfache Entscheidung wird.

Die zehn Mädchen und Jungen, die aus Rathenow, Rhinow, Hohennauen, Friesack, Nennhausen, Großwudicke und sogar aus Paulinenaue in die Stadtbibliothek gekommen waren, verkürzen sich die Wartezeit am Buffet.

Es gibt nur erste und zweite Plätze

Den schwierigen Teil haben sie gemeistert. Nun muss die Jury entscheiden, welches Lesetalent aus dem Westhavelland Mitte März beim Bezirksausscheid in Wittstock/Dosse antritt.

Günther Assmann, Vorsitzender der Jury und des Fördervereins macht es spannend. Erst würdigt er die „insgesamt recht guten Leistungen“ der Teilnehmer und verteilt neun Urkunden, bis nur noch Leonie übrig bleibt.

Die Schülerin der Rathenower Weinbergschule hat die Jury überzeugt. „Ich mochte alle Beiträge und musste zum Glück nicht entscheiden“, bemerkte Ulrike Wünsch zum Abschluss. Sie hofft, dass die Schüler Anregungen für neuen Lesestoff mitnehmen und dass sie alle am Lesen und Vorlesen dranbleiben und daran Spaß haben.

Von Christin Schmidt

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