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Rathenow Mit dem Rad bis Wladiwostok
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15:14 03.02.2019
Thomas Meixner (re.) mit Joachim Lange aus Brandenburg/Havel, der Russland 2015 mit dem Motorrad bereiste. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

„Der Sonne entgegen: Wladiwostok“. Am Freitagabend berichtete der aus Sachsen-Anhalt stammende Welten-Radler Thomas Meixner im Blauen Saal des Kulturzentrums mit seinem Live-Dia-Vortrag über seine Reise mit dem Fahrrad nach Wladiwostok.

Vom 1. April bis zum 16. September 2010 war Meixner unterwegs. Die 16 630 Kilometer lange Radreise führte ihn unter anderen durch Polen, Ukraine, Kasachstan Russland und schließlich gab es noch eine spontane Verlängerung mit einer Fähre nach Japan. Mit der Transsibirischen Eisenbahn ging die Fahrt über sieben Tage zurück nach Moskau. Und von Riga mit der Fähre nach Travemünde und die letzten Kilometer noch mal mit dem Rad in die Heimat.

Überwältigende Gastfreundschaft

„Die Idee zu dieser Reise kam mir durch eine Dokumentation über die Transsibirischen Eisenbahn. Das reizte mich sehr“, erzählt Thomas Meixner. „Ich bereite meinen Reisen gut vor, aber wo ich abends schlafe, das ergibt sich immer an dem Tag selbst. Meist haben mich die Menschen an der Route zu sich eingeladen.“

„Die Gastfreundschaft der Menschen hat sich seit meinen ersten Reisen nicht verändert.“ Je weiter östlich Meixner kam, um so einsamer war er aber auch unterwegs. „An der Wolga habe ich erstmals in meinem Zelt im Freien übernachtet. Während ich immer auch gut durch meine Gastgeber verpflegt wurde, brauchte ich dann schon mal meine Notreserve: Haferflocken mit Wasser und etwas Zucker“, so der Rad-Reisende weiter. „Aber ich kann die Einsamkeit auch genießen.“

Neben den Eindrücken in den Dörfern und Städten rechts und links ließ Thomas Meixner die Zuhörer auch an den Impressionen der Natur teilhaben. Immer wieder stellte er auch seine Gastgeber vor, die ihm wichtig sind.

„Das Schöne am Radfahren ist, man ist nicht zu schnell und nicht zu langsam unterwegs“, beschreibt Thomas Meixner den Reiz seiner ausgedehnten Radreisen. „So sieht man viel auch am Wegesrand.“

200 Zuhörer im Blauen Saal

Die 90 Minuten des Vortrags vergingen wie im Flug. Unter den knapp 200 Zuhörern war auch Joachim Lange aus Brandenburg/Havel. Der Motorradfan bereiste 2015 Russland 58 Tage mit dem Motorrad.

„Ich unternehme viele Reisen mit dem Motorrad. Bin mit meiner Frau schon durch viele europäische Staaten gefahren, war am Nordkap. Aber die Reise durch Russland war in ihrem Umfang einmalig. Die Route begann in St. Petersburg und führte über Nowosibirsk in die Mongolei“ erzählt Joachim Lange, dem bei dem Vortrag die eigenen Reiseerinnerungen noch einmal ganz lebendig wurden.

„Zwei Dinge kann ich nur bestätigen: Die Größe des Land und die Gastfreundschaft der Menschen. Mittlerweile bin ich auf das Wohnmobil umgestiegen – man wird ja nicht jünger. Und so möchte ich diese Reise durch Russland gemeinsam mit meiner Frau noch einmal nacherleben.“

Thomas Meixner beradelte insgesamt 115 Länder auf allen fünf Kontinenten. Zwischen 1989 bis 2014 kamen so auf seinen beschriebenen Reisen insgesamt 233 801 Kilometer zusammen. Er fuhr umgerechnet also sechs Mal um die Welt.

Weitere Informationen zu den Reisen Thomas Meixners mit dem Fahrrad findet man unter www.thomasmeixner.de.

Von Uwe Hoffmann

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