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Rathenow Was hat Fielmann mit der ROW-Brache vor?
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17:01 14.01.2019
Der Block „060“ und andere Teile der Industriebrache in der Berliner Straße gehören der Fielmann AG. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Auf die Frage, was die Fielmann AG mit ihrem Teil der ehemaligen ROW-Brache in der Berliner Straße vorhat, gibt es noch keine Antwort. Bürgermeister Ronald Seeger hatte auf der Stadtverordnetenversammlung Anfang Dezember mitgeteilt, die Fielmann AG habe einen Gesprächstermin in der vierten Kalenderwoche 2019 zugesagt. „Bislang ist noch kein konkreter Terminvorschlag aus Hamburg gekommen“, sagte Seeger am Montag auf MAZ-Anfrage. Er werde jetzt noch einmal nachhaken.

Termin schon einmal verschoben

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadt Rathenow von der Fielmann AG vertröstet wird. Eigentlich hatte das Unternehmen bereits im Dezember Auskunft über seine Pläne geben wollen. Aus „terminlichen Gründen“ musste das Gespräch mit dem Bürgermeister verschoben werden.

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Der Fielmann AG gehört etwas mehr als die Hälfte des Grundstücks. Eigentümer der restlichen Fläche ist die Optikquartier Rathenow GmbH, die im vergangenen Jahr die Askania-Liegenschaft erworben hatte. Ziel der eigens zu diesem Zweck gegründeten Optikquartier Rathenow GmbH ist es, die Brache hinter dem Rathenower Rathaus zu einem lebendigen Stadtquartier zu entwickeln.

Zu diesem Zweck wollte die neu gegründete GmbH auch die Fielmann-Grundstücke erwerben. Doch dazu ist es nicht gekommen. Mitte des vergangenen Jahres teilte die Fielmann-Leitung mit, das Grundstück nicht verkaufen, sondern selber entwickeln zu wollen. Was genau der Fielmann AG vorschwebt, soll in dem Gespräch mit Bürgermeister Ronald Seeger thematisiert werden.

Unmut über Agieren des Unternehmens

Bei vielen an dem Thema interessierten Menschen sorgt das Handeln der Fielmann AG für Unmut. In einem Leserbrief an die MAZ schrieb Albrecht Braemer, langjähriger Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Brandenburg (WFB), das „Taktieren“ der Fielmann AG sei ihm wohl bekannt.

Und Daniel Golze, Fraktionschef der Rathenower Linken hat mehrfach betont, dass nicht nur seine Fraktion, sondern auch die Stadtverordnetenversammlung Alleingänge bei der Entwicklung der Brache nicht gutheißen werde. „Wir haben uns in der SVV zu einer einheitlichen Entwicklung des Geländes bekannt, die der städtebaulichen Bedeutung des Grundstückes gerecht werden muss“, so Golze. Allen Plänen, die dem zuwider laufen, werde man die Zustimmung verweigern.

Von Markus Kniebeler