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Rathenow Ostervergnügen bei Bilderbuchwetter
Lokales Havelland Rathenow Ostervergnügen bei Bilderbuchwetter
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14:30 22.04.2019
In Göttlin durfte das große Osterfeuer wegen Waldbrandgefahr nicht entzündet werden. Aber an der Feuerschale war es auch schön Quelle: Uwe Hoffmann
Westhavelland

„Kikrikihahn! alter Schreier! / Morgen gibt es Ostereier! / Kannst mit deinen fetten Hennen / Ungestört sein auf den Tennen! / Osterhäschen leget morgen / In den Garten ganz verborgen / Rote, blaue, marmorierte / Und mit Bildern schön verzierte / Zuckersüße Eier / Uns zur Osterfeier.“ So dichtete einst Friedrich Wilhelm Eigendorf (1807 bis 1863), der 1827 als junger Grundschullehrer nach Rathenow kam. Seinen 2015 durch Spenden neu aufgestellten Grabstein findet man auf dem historischen evangelischen Friedhof am Weinberg.

Das diesjährige Osterwochenende brachte den Havelländern durchgehend Sonnenschein mit sommerlichen Temperaturen und lockte sie ins Freie. Doch das seit Tagen trockene Wetter ließ die in den Dörfern geplanten Osterfeuer auf Grund der hohn Waldbrandgefahr in vielen Orten ausfallen.

Alternativen zum großen Feuer

„Die Bäume stehen relativ dicht und es geht auch etwas Wind. So wird das große vorbereitete Osterfeuer dieses Jahr nicht entzündet. Aber wir wollten unsere kleine Tradition nicht völlig absagen“, sagt Ramona Schröder, Ortsbeirätin in Göttlin. „So gibt es zwei Feuerschalen, an denen die Kinder Marshmallows und Stockbrot grillen können.“

Viele Göttliner Familien hatten sich so bereits an Gründonnerstag am Sportplatz getroffen. Die Kinder konnten auch Osterdeko basteln und Ostereier bemalen. Eine beliebte Tradition zu Ostern ist auch das Eiertrudeln.

Auch im Rathenower Optikpark konnte man am Eröffnungswochenende den Osterhasen treffen. Quelle: Uwe Hoffmann

Auch im Optikpark, der am Osterwochenende in seine 13. Saison startete, konnte man auf den Osterhasen treffen. Im Park verteilte er an die Kinder die durch Duncker-Oberschüler erstmals gebackenen Biberkekse und Süßigkeiten.

Osterhase zwischen den Beeten

Auch Biber-Maskottchen Havi begrüßte die Besucher mit österlicher Schürze. Einige der Besucher, die sich ganz genau umschauten, entdeckten auch einen kleinen flinken „Osterhasen“, der ab und zu über die Wiese und die bepflanzten Farbstreifen hüpfte und dann von den Farbpyramiden ins schützende Dickicht wechselte.

Mark (7) aus Göttlin widmete sich dem Bemalen von Ostereiern. Quelle: Uwe Hoffmann

An beiden Eröffnungstagen konnten die Besucher zu den vollen Nachmittagsstunden ein großes verstecktes goldenes Ei finden und erhielten dafür verschiedene Gutscheine. Das erste Ei entdeckte der zehnjährige Jeremia Hecker aus Neuenklitsche hinter dem „Blauen Café“. Er gewann für seine Familie Gutscheine für den Besuch des Havelberger Freibads.

„Zufrieden jauchzet groß und klein. / Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein“, dichtete schon Johann Wolfgang Goethe in seinem „Osterspaziergang“. „Jeder sonnt sich heute so gern / Sie feiern die Auferstehung des Herrn“, so Goethe weiter.

Festliche Gottesdienste

So hielten es auch die Menschen im Westhavelland. In vielen Ostergottesdiensten feierten die Christen in den Kirchen mit festlichen Gottesdiensten ihr wichtigstes religiöses Fest. Auch zur Eröffnung des Optikparks hielt Vikarin Anita Kern am Ostersonntag auf der Weltzeituhr eine Osterandacht unter einem strahlend blauen Himmel, den kein einziges Wölkchen trübte. 

Von Uwe Hoffmann

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