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Rathenow Wohnraumberatung der Diakonie besteht zehn Jahre
Lokales Havelland Rathenow Wohnraumberatung der Diakonie besteht zehn Jahre
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18:00 07.11.2019
Sylvia Nohl (links) und Cordula Mészáros sind bei der Diakonie Havelland für die Wohnraumberatung zuständig. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Ältere Menschen sollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können, selbst wenn sie verschiedene Einschränkungen bei ihren täglichen Verrichtungen haben. Dieses Ziel ist allgemein bekannt.

Bei der Diakonie Havelland sind zwei Fachfrauen mit der Wohnraumberatung im Landkreis betraut. Von ihnen können hilfesuchende Leute sich erklären lassen können, welche Umbauten denkbar und welche Hilfsmittel möglich sind, damit die Seniorinnen und Senioren in ihren Wohnungen besser zurecht kommen können.

Zertifikat für die Beratung

Vor zehn Jahren hat Cordula Mészáros ihr Zertifikat für die Wohnraumberatung erhalten. Neun Monate lang hatte sie bei der Diakonie schon gearbeitet und berufsbegleitend die erforderliche Weiterbildung gemacht. In den ersten Jahren war sie allein für den ganzen Landkreis zuständig.

Im November 2013 kam dann Sylvia Nohl als zweite Fachkraft hinzu. Sie übernimmt die Wohnraumberatung im Osthavelland und macht bei Bedarf auch Führungen durch die Musterwohnung „Selma“ der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow am Friedrich-Ebert-Ring 92. Selma ist die Abkürzung für das Motto„Selbstständig leben mit Alltagshilfen“.

Passt gut zur Diakonie

„Eine Wohnraumberatung hat es damals im Landkreis nicht gegeben“, blickt Guido Panschuk, Geschäftsführer der Diakonie, zurück. „Wir haben uns gedacht, dass so etwas gut in das Profil der Diakonie passt.“ Der Landkreis fördere beide Stellen. Es habe sich gezeigt, dass die Menschen ein gewisses Urvertrauen in diesen Träger der freien Wohlfahrtspflege haben. Immerhin gehe es um einen so privaten Bereich wie die eigene Wohnung.

Die Diakonie sei mit ihrer Wohnraumberatung aber selbstverständlich für alle Interessierten da, eine Mitgliedschaft sei nicht erforderlich, betont der Chef. Die Beratung selbst sei kostenfrei.

Fast immer aufsuchend

Fast immer sei ihre Arbeit eine aufsuchende Tätigkeit, erklärt Cordula Mészáros. Beide fahren stets zu Klienten hin, um sich selbst das Wohnumfeld anzusehen. Gerade im ländlichen Bereich. Da es oft um ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen geht, ist ein Umbau des Bades ein sehr häufige Maßnahme.

Eine ebenerdige Dusche statt einer Badewanne kann eine Lösung sein. Ein Badewannenlift ist möglich. Schwellen können beseitigt, Handläufe angebracht werden. Manchmal kann schon bessere Beleuchtung helfen. Für fest eingebaute Teile kann es 4000 Euro über die Pflegekasse geben, wenn ein Pflegegrad anerkannt ist.

Jede Menge Alltagshilfen

Einfache Alltagshilfen können ein Rollator, eine automatische Herdabschaltung oder Greifhilfen zum Öffnen von Behältern sein. Auch darüber wissen die beiden Wohnraumberaterinnen gut Bescheid.

Meist melden sich Betroffene oder Familienangehörige erst, wenn eine Problemlage eingetreten ist. Dann ist der Handlungsdruck groß und die Zeit knapp. Die Wohnraumberaterinnen weisen darauf hin, dass sie gern auch vorsorglich zu Rate gezogen werden können. Man könne überlegen, was getan werden kann, um rechtzeitig vorbereitet zu sein.

Von Bernd Geske

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