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Rathenow Zweite Konferenz für geflüchtete Frauen
Lokales Havelland Rathenow Zweite Konferenz für geflüchtete Frauen
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16:56 28.06.2019
Der Verein United Action hat geflüchtete Frauen und Organisationen zu einer Konferenz eingeladen Quelle: Christin Schmidt
Rathenow
In Rathenow trafen sich Frauen unterschiedlichster Herkunft mit Vertretern aus sozialen Einrichtungen, von Beratungsstellen und Behörden, um gemeinsam nach Lösungen für Probleme von geflüchteten Frauen zu suchen.

 Der Verein United Action möchte geflüchtete Frauen stärken – nicht nur in großen Städten, sondern auch in ländlichen Regionen. Wie das gelingen kann, haben Vereinsgründerin Fatuma Musa Afrah und ihre Mitstreiterinnen am Freitag in Rathenow bewiesen.

Im Interkulturellen Familiencafé der Arbeiterwohlfahrt (AWO) organisierten sie die zweite „Konferenz für Newcomerinnen“, die wieder von Indre Bogdan moderiert wurde. Zahlreiche Frauen unterschiedlichster Herkunft und Vertreter von Institutionen nutzten den Tag, um zusammen Lösungen zu finden.

Dabei konnten sie sofort konkret werden, denn bereits in der ersten Konferenz im März erarbeiteten die Teilnehmerinnen Themenfelder. Daraufhin hatte die AWO im Mai zum Arbeitskreis Migration eingeladen und Vertreter von rund 50 verschiedenen Organisationen zusammengebracht. Sie bildeten Arbeitsgruppen zu Themen wie Gesundheit, Rassismus und Wohnen.

In Rathenow trafen sich Frauen unterschiedlichster Herkunft mit Vertretern aus sozialen Einrichtungen, von Beratungsstellen und Behörden, um gemeinsam nach Lösungen für Probleme von geflüchteten Frauen zu suchen.

Am Freitag ging es nun um konkrete Lösungswege. Während die Kinder auf dem Rasen unbeschwert Seifenblasen nachjagten, diskutierten ihre Mütter in Workshops darüber, wie alltägliche Probleme gelöst und Hindernisse zum Wohl aller überwunden werden können.

Vertreter des Landkreises und der Stadt waren dabei, ebenso Catrin Seeger vom Frauenhaus, Carsten Schulz vom Jugendhaus Oase, Streetworkerin Kathrin Wittek, die die AG Rassismus leitet, und viele mehr. Nach intensiven Gesprächen, in denen sich die „Newcomerinnen“ engagiert mit einbrachten, konnten erste Ergebnisse präsentiert werden.

Der Wunsch nach einem Ort, an dem sich Frauen in größerer Runde treffen können, kann zum Beispiel im Familiencafé realisiert werden. „Ihr könnt jederzeit herkommen“, ermutigte die Leiterin der Einrichtung, Britta Stöwe. Carsten Schulz zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, um Sport zu treiben.

United Action – Brücke zwischen Newcomerinnen und der Gesellschaft

Zwei Newcomerinnen erklärten sich bereit, Informationen zum großen Thema Gesundheit zusammen zu tragen und in verschiedene Sprachen zu übersetzen – von psychologischer Beratung über Fachärzte bis zur Familienplanung.

Während der Abschlusspräsentationen wurde deutlich, einiges ist vorhanden und muss nicht neu etabliert werden. Wichtig ist, dass die Informationen auch an die Frauen weitergegeben werden. Genau das will der Verein United Action tun, der sich als Brücke zwischen den Newcomerinnen und der deutschen Gesellschaft sieht.

Wie soll es nun weitergehen? Fatuma Musa Afrah hat inzwischen ein Büro in Premnitz, das die Stadtverwaltung ihr zur Verfügung stellt. Von dort aus will sie den Frauen weiterhin helfen und unter anderem nach Fördermitteln für weitere Projekte suchen. Sie plant einen Workshop, in dem Frauen lernen Fahrrad zu fahren. Auch einen Schwimmkurs möchte sie realisieren.

„Es ist ein weiter Weg und all das braucht Zeit. Ich möchte die Frauen ermutigen, die Möglichkeit zu nutzen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das Team von United Action will dafür sorgen, dass geflüchtete Frauen ihre Rechte kennen“, betont Fatuma Musa Afrah.

Finanziert wurde die Konferenz von der Robert Bosch Stiftung.

Von Christin Schmidt

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