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Havelland Vor Rotterdam im Finale im Schlossgarten
Lokales Havelland Vor Rotterdam im Finale im Schlossgarten
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14:10 31.05.2019
Der Rathenower Christoph Wulsch (l.) tritt mit seiner Band Vor Rotterdam am Sonntag in Ribbeck auf. Quelle: Foto: Justus Yusuto
Ribbeck

Um Fontane kommt man in diesem Jahr im Havelland nicht herum. Der 200. Geburtstag des Dichters (1819-1898) wird auf vielfältigste Weise gefeiert. Auch die Havelländischen Musikfestspiele haben sich etwas einfallen lassen und den Song-Contest „Sing den Theo“ ausgelobt.

Bands, Chöre und Solisten waren aufgerufen, Fontane-Texte musikalisch zu verarbeiten oder sich Lieder über den märkischen Dichter einfallen zu lassen. Ob klassisch oder modern, von Hip Hop bis Heavy Metal – erlaubt ist, was gefällt.

Bis 30. April konnten die Musiker ihre Beiträge einreichen, vier haben den Sprung ins Finale geschafft, das am Sonntag im Schlossgarten in Ribbeck stattfindet.

Ein guter Anlass, sich mit Fontanes Texten zu befassen

Mit dabei ist auch ein Rathenower. Christoph Wulsch tritt mit seiner Band Vor Rotterdam auf. „Fontane hat mit seinen Werken viel bewegt und erreicht. Wir fanden es eine reizvolle Aufgabe den Musikwettbewerb zum Anlass zu nehmen, uns intensiver mit seinen Texten zu befassen“, erklärt der 23-Jährige. Er hat sich mit seinen Bandkollegen entschieden, Fontanes Ballade „Zwei Raben“ zu vertonen.

„Ich finde es unglaublich spannend, was in den Text reininterpretiert werden kann. – ,Manch einer wird sprechen: ich hatt' ihn lieb! Doch keiner wird wissen, wo er blieb’. Diese Stelle hat mich zum Nachdenken angeregt. Wir sollten den Menschen, die uns etwas bedeuten, dies auch sagen und das solange wir noch die Möglichkeit haben“, sagt Wulsch und fügt hinzu: „Jeder Moment kann der letzte gemeinsame sein. Damit meine ich nicht nur den Tod. Hier kann man sich auch Freundschaften, Beziehungen vorstellen.“

Vor Rotterdam sind gespannt, wie ihre Vertonung der Fontane Ballade beim Publikum ankommt. Aber am Sonntag kommt es nicht nur auf die Gäste an. Wer den Wettbewerb gewinnen möchte, muss auch eine Jury aus Prominenten und Persönlichkeiten des Havellandes überzeugen, die die Auftritte bewerten wird.

Christoph Wulsch liebt Musik. Schon früh begann er, eigene Lieder zu schreiben. 2015 zog er noch allein mit seiner Gitarre durch die Republik. Quelle: Christin Schmidt

Jeder Finalist darf zehn Minuten mit Programm füllen. Das heißt mehr als zwei Lieder sind nicht drin. Vor Rotterdam werden neben „Zwei Raben“ ihr Lied „Irgendwie Vielleicht“ spielen. Es ist der Titelsong ihrer neuen EP, die am 31. Mai erschienen ist.

Für Wulsch und seine Bandkollegen dürfte sich die Aufregung am Sonntag in Grenzen halten. Sie haben seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Bräutigam & Braut“ vor einem Jahr bereits zahlreiche Auftritte absolviert und auch an Wettbewerben teilgenommen.

Vorband für die Münchener Freiheit

Im letzten Jahr gewannen sie sogar das Landesfinale von Local Heroes Brandenburg. Im November vertreten sie das Land Brandenburg beim Bundesfinale in Salzwedel. Aber erst einmal winkt in Ribbeck ein nicht zu verachtender Preis. Der Sieger bekommt nicht nur 1000 Euro, sondern auch einen Auftritt bei den Havelländischen Musikfestspielen.

Wer am Sonntag nicht dabei sein kann, Vor Rotterdam geben in diesem Jahr noch weitere Konzerte. Bereits am 8. Juni sind sie ebenfalls in Ribbeck Vorband für die Münchener Freiheit. Auch beim Stadtfest in Rathenow am 6. September sind sie dabei. Und am 28. Juli ist ein Gastspiel in München im Rahmen des Free&Easy Festivals geplant.

Das Finale von „Sing den Theo“ findet am 2. Juni von 16 bis 20 Uhr im Ribbecker Schlossgarten statt. Um den Sieg kämpft auch der 19-jährige Felix von Boxberg aus Falkensee. Karten gibt es an der Abendkasse.

Von Christin Schmidt

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