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Rhinow Befreiung aus dem Funkloch
Lokales Havelland Rhinow Befreiung aus dem Funkloch
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17:56 07.05.2018
Bürgermeister Joachim Tessenow ist froh, dass Kleßen-Görne nun endlich eine stabile Mobilfunkversorgung bekommen soll. Quelle: Norbert Stein
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Kleßen-Görne

Joachim Tessenow ist zufrieden. Der Bürgermeister vorn Kleßen-Görne hat eine tolle Nachricht erhalten. Die Gemeinde bekommt eine stabile Mobilfunkversorgung. „Dafür haben wir lange und nun auch erfolgreich gekämpft“, sagt er und hält dabei sein Smartphone in den Händen, mit dem er nun hoffentlich bald auch von Zuhause uneingeschränkt telefonieren kann. Bisher war das ihm und den meisten Bürgern der Gemeinde nicht möglich. Denn das landesweite Mobilfunknetz hat in der Gemeinde Kleßen-Görne besonders große Löcher. In beiden Dörfern und der Umgebung mit einem Handy zu telefonieren oder im Internet zu surfen, ist kaum möglich.

Bisher wollte kein Mobilfunkanbieter das Problem lösen. Die Region sei für eine wirtschaftliche Lösung zu dünn besiedelt, erklärten sie dem Amt Rhinow und der Gemeinde immer wieder. Amtsdirektor Jens Aasmann, Bürgermeister, Einwohner und Abgeordneten blieben hartnäckig und holten immer wieder Bundes- und Landespolitiker in das Funkloch, um ihnen das Problem zu schildern. Viele Jahre ohne Erfolg.

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Telekom ergreift die Initiative

„Aber nun haben die vielen Appelle, Gespräche und Ortstermine Früchte getragen“, sagt der Amtsdirektor. Die Deutsche Telekom hat ihm mitgeteilt, sowohl in Kleßen als auch Görne eine Mobilfunkstation zu errichten und damit das Funkloch zu schließen. Im ersten Schritt soll in beiden Ortschaften ein mobiler Funkmast errichtet werden. Mittelfristig plant das Unternehmen einen Mastenneubau in Kleßen-Görne. Erste Gespräche über mögliche Standorte hat Jens Aasmann mit der Telekom bereits geführt. „Wir haben mehrere Möglichkeiten, würden aber eine kommunale Fläche bevorzugen“, sagt der Amtsdirektor. Eine Vorortbegehung mit Experten der Telekom ist noch für den Mai vorgesehen.

Bisher hatte das Unternehmen auf Anfragen der Gemeinde immer geantwortet, dass eine Lösung erst nach 2020 möglich sei. Nun ist die in der Gemeinde lang herbeigesehnte Wende in Sicht. „Wir hatten der Gemeinde und dem Amt in den zurückliegenden Gesprächen immer wieder eingeräumt, dass sich an den Plänen insbesondere in Bezug auf unser Mobilfunknetz kurzfristig Änderungen ergeben können und somit die Chancen steigen, dass auch Kleßen-Görne in den Genuss einer zeitgemäßen Mobilfunkversorgung der Telekom kommt“, erklärte Telekom Pressesprecher Georg von Wagner auf MAZ-Anfrage. Eine solche Planänderung habe jetzt dazu geführt, dass die Telekom an das Amt Rhinow herangetreten sei, um einen gemeinsamen Mobilfunkstandort auf dem Gebiet der Gemeinde zu finden, so der Pressesprecher weiter.

Eine Lösung der Probleme sei nun absehbar, sind Amtsdirektor und Bürgermeister zuversichtlich. Jens Aasmann und Joachim Tessenow danken allen, die mitgeholfen haben, dieses Ergebnis zu ermöglichen. „Wir werden jetzt alles dafür tun, dass die provisorischen Masten schnell errichtet werden können“, versichern sie.

Von Norbert Stein

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