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Rhinow Blask und Quadfasel als Bürgermeister gewählt
Lokales Havelland Rhinow Blask und Quadfasel als Bürgermeister gewählt
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19:30 16.06.2019
Einzelbewerberin Franziska-Maria Blask gewinnt die Bürgermeister-Stichwahl in Kotzen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Havelaue/Kotzen

 In Stichwahlen wurden in den Gemeinden Havelaue (Amt Rhinow) und Kotzen (Amt Nennhausen) am Sonntag ehrenamtliche Bürgermeister gewählt. In Havelaue entschieden sich die Wähler mehrheitlich für Guido Quadfasel als neuen Bürgermeister.

Guido Quadfasel hat die Stichwahl in Havelaue gewonnen. Quelle: Norbert Stein

Von den abgegebenen Stimmen entfielen dem vorläufigen Wahlergebnis zufolge 218 (56,3 Prozent) auf den neuen Bürgermeister. In die Stichwahl geschafft hatte es ebenfalls Silvio März (FDP). Für ihn stimmten 169 Wähler. Die Wahlbeteiligung betrug in Havelaue 53,5 Prozent und in Kotzen 47,9 Prozent.

In Kotzen entschieden die Wähler sich mehrheitlich für die Einzelbewerberin Franziska-Maria Blask als zukünftiges Gemeindeoberhaupt. Sie erhielt 56,9 Prozent der abgegebenen Stimmen (131) und setzte sich damit gegen den bisherigen Bürgermeister Thomas Behlke (WG Dorf-Natur-Kultur) durch. Behlke erhielt 99 Stimmen (43,1 Prozent). Die Stichwahl war notwendig geworden, weil bei der Kommunalwahl am 26. Mai in Havelaue und Kotzen kein Kandidat die erforderliche Mehrheit von über 50 Prozent Stimmen erreicht hatte. In beiden Gemeinden hatten sich jeweils drei Bewerber der Wahl zum Bürgermeister gestellt. Bill Neubüser, Gemeinde Havelaue, und Uwe Kraus, Gemeinde Kotzen, erhielten im ersten Wahlgang die wenigsten Stimmen und schafften es damit nicht in die Stichwahl.

Viele Herausforderungen

Auf die am Sonntag gewählten Bürgermeister und ihre Gemeindevertretungen warten nun kommunalpolitische Herausforderungen, die einer Realisierung bedürfen. In Havelaue stehen Bürgermeister und Abgeordnete vor der Entscheidung, ob die Gemeinde ein in letzter Zeit von den Bürgern des Öfteren gefordertes Tourismuskonzept benötigen wird oder Einzelmaßnahmen ausreichen zur weiteren Entwicklung der Infrastruktur in den Ortsteilen.

Insbesondere gilt das hinsichtlich eines sich entwickelnden Wassertourismus auf und an der Havel sowie für zunehmende Besucherzahlen im Sternenpark Westhavelland. Blühstreifen in den Dörfern, der Um- und Ausbau des Jugendclubs Spaatz zu einer multiplen Begegnungsstätte sowie die Entwicklung der Gemeindefinanzen sind für den Bürgergenmeister mit seinen Abgeordneten ebenfalls wichtige Aufgaben.

Eiserner Sparkurs

In Kotzen wird die kommunale Finanzsituation Bürgermeister und Abgeordnete vor einige Herausforderungen stellen. Der Haushalt ist nicht ausgeglichen. Die Gemeinde steckt in den roten Zahlen und muss einen eisernen Sparkurs fahren. Die Pflege eines regen Vereinslebens mit dörflichem Engagement ist in einer solchen Situation besonders wichtig. Kotzen kann sich zudem auf ein neues Fachwerktraufenhaus freuen, finanziert vom Amt Nennhausen mit Unterstützung aus Fördermitteln des Landes und der Europäischen Union.

Von Norbert Stein

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