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Rhinow Brückenbau über die Dosse beginnt im März
Lokales Havelland Rhinow Brückenbau über die Dosse beginnt im März
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18:12 15.01.2020
Die Brücke über die Dosse wird durch einen Neubau ersetzt. Quelle: Norbert Stein
Rübhorst

Die Planer haben ihre Arbeit erledigt. Auch alle anderen wichtigen Vorbereitungen und Entscheidungen sind getroffen. So hat der Vergabeausschuss des Amtes Rhinow in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Großderschau im Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung den Auftrag zum Ersatzneubau einer Brücke über die Dosse bei Rübehorst, einem Ortsteil von Großderschau, vergeben.

Teures Vorhaben

Das Unternehmen Matthai aus Velten wird die neue Brücke errichten. Die Bauanlaufberatung ist für den 28. Februar vereinbart. Am 2.März sollen dann die Brückenbauer anrücken und mit der Arbeit beginnen. Die 450 Einwohner zählende Gemeinde Großderschau wird mit dem Brückenneubau eines ihrer wichtigsten, aber auch teuersten Infrastrukturprojekte nach der Wende realisieren.

Die Kostenaufteilung

Rund 2,04 Million Euro wird die Gemeinde in das Vorhaben investieren. Finanzieren kann die kleine Gemeinde das Vorhaben aber nur mit Hilfe von Fördermitteln. Bund und Land geben dafür mit EU-Unterstützung 1,53 Millionen Euro. Die Gemeinde selbst muss 510 000 Euro Eigenmittel beisteuern. Das Geld hat sie in den zurückliegenden Jahren angespart und bekommt zudem finanzielle Zuschüsse aus den gemeinsamen Investitionsfonds der Gemeinden des Amtes Rhinow.

Die Brückenteile sind in schlechtem Zustand. Quelle: Norbert Stein

Damit sei die Gesamtfinanzierung gesichert, erklärt Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke und der veranschlagte Kostenrahmen von etwas über zwei Millionen Euro werde eingehalten. Der erste Finanzentwurf sah allerdings lediglich eine Millionen Euro vor. Doch schon mit den ersten Planungen stellte sich heraus, dass aufgrund komplizierter Bodenbeschaffenheit in dem feuchtem Gebiet deutlich mehr Geld für den höheren Bauaufwand benötigt wird.

Kuhstall kommt weg

So wird das neue Brückenbauwerk auf Bohrpfählen von elf Meter Länge und vier Widerlagern gegründet. Das neue Bauwerk wird eine Stützweite von 35 Metern haben. Die Nutzbreite beträgt fünf Meter. Als Ausgleichsmaßnahme für Eingriffe in die Natur ist der Abriss einer alten Kuhstallanlage im Ländchen Rhinow vorgesehen. Das Vorhaben ist zur Auftragsvergabe ausgeschrieben.

Ende 2020 fertig

Der Bauablaufplan sieht eine Fertigstellung der neuen Brücke für Ende des Jahres vor. Errichtet wird der Neubau unmittelbar neben der alten Brücke, über die auch während der Bauzeit der eingeschränkte Nutzungsverkehr weiter rollen soll.

Die Dossebrücke. Quelle: Norbert Stein

Lediglich für Anbindung der Straße an die neue Brücke wird eine zeitweilige Vollsperrung erforderlich werden. Gebaut wird die neue Brücke als Ersatz für eine 1984 errichtete Behelfsbrücke. Diese war auf die Dauer von drei Jahren für Militärfahrzeuge errichtet worden. Zivilfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht bis zu 15 Tonnen wurde die Brückennutzung für 20 Jahre gestattet.

Auch zur Deichsicherung

So ist der Ersatzbau überfällig. Für einen Neubau entschieden hat sich die Gemeinde, weil eine Sanierung der Behelfsbrücke weitaus mehr Geld verschlungen hätte. Benötigt wird die Brücke für die Ortsverbindungsstraße Rübehorst, den Schulbusverkehr und Landwirtschaftsbetriebe. Zudem dient die Brücke als Zufahrt der Dammwege, die beidseitig der Dosse verlaufen. Ebenso wird sie zur Deichsicherung bei Hochwasser gebraucht.

Und immer mehr Touristen erkunden zumeist mit dem Fahrrad die Dosselandschaft. Auch dafür wird die Brücke benötigt.

Von Norbert Stein

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