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Rhinow Buntes Fest zu Ehren Otto Lilienthals
Lokales Havelland Rhinow Buntes Fest zu Ehren Otto Lilienthals
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14:18 11.08.2019
Himmelsstürmer: Lenkdrachen sorgten für bunte Farbtupfer auf dem Stöllner Gollenberg. Quelle: Norbert Stein
Stölln

Fantasievoll gestaltete Lenkdrachen setzten bunte Farbtupfer in den havelländischen Himmel. Sie waren schon von Weitem zu sehen und sorgen am Samstag für die richtige Einstimmung auf das traditionelle Otto-Lilienthal-Fest rund um die Lady Agnes auf dem Stöllner Gollenberg.

Faszination Segelfliegen

Sonnenschein wechselte mit leichter Bewölkung. Dazu wehte ein spürbarer Wind. „Es ist gutes Wetter zum Segelfliegen“, sagte Chris Günther (15 Jahre), um den sich immer wieder Besucher scharten. Vor dem Eingang zum Fliegerpark erklärten er und Lennard Schaar (13) den Festbesuchern, wie Segelfliegen funktioniert.

Dafür hatten die jugendlichen Mitglieder des Flugsportvereins Otto Lilienthal zur anschaulichen Vorführung auch ein Segelflugzeug mitgebracht. Sie zeigten Hebel und Schalter, erläuterten deren Bedeutung und luden die Besucher ein zum Probesitzen im Segelflugzeug.

Chris Günther (Mitte) erklärt Besuchern des Otto-Lilienthal-Festes die Funktionsweise eines Segelflugzeuges. Quelle: Norbert Stein

Chris Günther wohnt mit seiner Familie in Brieselang. Durch einen Arbeitskollegen seines Vaters sei er zum Segelfliegen noch Stölln gekommen, erzählte er und schwärmte von der Faszination, mit einem Flugzeug durch die Luft zu segeln.

Sein Kumpel Lennard hingegen muss sich noch etwas gedulden. Aber in einigen Monaten wird er 14 Jahre alt und kann dann seinen Segelflugschein machen. Chris und Lennard weckten mit ihren packenden Schilderungen bei den Besuchern die Lust, sich von Vereinsmitgliedern bei einem Rundflug das Ländchen Rhinow aus der Luft darbieten zu lassen.

Schlagermusik und Folklore

Auf der Terrasse zwischen Airport und der IL 62 sorgten derweil Schlagersängerin Karina Klüber (Berlin) mit aktuellen Hits und Igor Savitski (Stölln) mit Folklore aus seiner ukrainischen Heimat für gute musikalische Unterhaltung.

Die Besucher, zu denen auch der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann, der Urenkel von Otto Lilienthal, Wolfgang Lilienthal, und der Kulturamtsleiter der Kreisverwaltung, Bruno Kämmerling, gehörten, lauschten der Musik, spazierten über den Gollenberg, besichtigten die Lady Agnes und die Ausstellung im Airport.

Horst Schwenzer (li.) bekam von Wolfgang Schulz, Präsident des Lilienthal-Clubs Berlin, das Modell eines Rosinenbombers übergeben. Auch Heinz-Dieter Kallbach (re.) ist schon mit einem Rosinenbomber auf dem Gollenberg gelandet Quelle: Norbert Stein

Horst Schwenzer, Vorsitzender des gastgebenden Otto Lilienthal Vereins, hatte das Fest gemeinsam mit Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach eröffnet. Kallbach war es, der mit seiner Crew am 23. Oktober 1989 die IL62 nach Stölln auf den Gollenberg brachte. Gewidmet war das Traditionsfest auf dem Gollenberg auch am Sonntag wieder Otto Lilienthal.

Rosinenbomber-Modell übergeben

Heinz-Dieter Kallbach würdigte Lilienthal als wissenschaftliches Genie und erfolgreichen Flugenthusiasten. Auch Wolfgang Schulz, Präsident des Lilienthal-Clubs Berlin, war auf den Gollenberg gekommen. Er übergab Horst Schwenzer das von ihm angefertigte Modell einer DC 48, bekannt als Rosinenbomber.

Mit einer solchen DC 48 ist Heinz-Dieter Kallbach auch schon gelandet auf dem Gollenberg. Das am Samstag übergebene Modell bereichert nun die Ausstellung des Otto-Lilienthal-Vereins.

Geld für die Bewässerungsanlage

Bereits am Vormittag auf den Gollenberg gekommen war Brandenburgs Finanzminister Christian Görke. Er übergab dem Lilienthalverein einen 11 000-Euro-Scheck aus Lottomitteln zur Finanzierung einer Bewässerungsanlage für den Fliegerpark.

Görke würdigte das Engagement des Vereins zur Wahrung der Verdienste Otto Lilienthals als Flugpionier mit einem Ausstellungszentrum, der Lady Agnes und vielen Veranstaltungen.

Kaffeezeit auf historischem Gelände. Quelle: Norbert Stein

Eröffnet wurde das Fest mit einer Kranzniederlegung am Lilienthal- Gedenkstein auf dem Gollenberg. Otto Lilienthal war am 10. August 1896 in Berlin gestorben, an den Folgen von Verletzungen, die er sich einen Tag zuvor bei einem Absturz auf dem Gollenberg zugezogen hatte.

Von Norbert Stein

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