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Rhinow Die Dosse soll für Paddler attraktiv werden
Lokales Havelland Rhinow Die Dosse soll für Paddler attraktiv werden
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07:49 10.10.2019
Auf bestimmten Dosse-Abschnitten wird schon gepaddelt. Es sollen aber noch mehr werden. Quelle: Sandra Bels
Rhinow

Die Dosse ist ein Fluss mit Geschichte und Geschichten. Der Kahnknecht Gottfried Ramin zum Beispiel hat vor nunmehr über 200 Jahren mit Freunden an der Wiesenbrücke bei Friedrichsbruch eine napoleonische Besetzungsmannschaft überwältigt. Dafür setzte Ramin seinen Kahn gegen einen Brückenpfeiler. Der Kahn sank und mit ihm Kanonenkugeln und Kriegskasse.

An dieses Ereignis erinnert heute eine Tafel an der Wiesenbrücke, unter der sich die Dosse aus Wusterhausen und Hohenofen kommend an Großderschau vorbei und noch ein Stückchen durch die Luchlandschaft schlängelt, bevor sie in die Havel mündet.

Pläne für den Unterlauf

Die Dosse ist ein weitgehend ruhiger Fluss, der Kanufahrern ideale Bedingungen bietet. Allerdings hat sich das noch nicht herumgesprochen. Doch das soll sich bald ändern. Und zwar für den etwa 45 Kilometer langen unteren Flussverlauf von Kyritz/Stolpe bis zur Mündung der Dosse in die Havel bei Vehlgast.

Die Städte Kyritz und Wusterhausen sowie das Amt Neustadt bemühen sich schon seit einiger Zeit darum, die Dosse attraktiver zu machen für den Kanutourismus. Nun möchten sie das Vorhaben mit vereinter Kraft vorantreiben und dabei auch das Amt Rhinow einbeziehen, durch dessen Landschaft die Dosse auch fließt.

Amt Rhinow mit im Boot

Der Amtsausschuss Rhinow hat dafür einer Verwaltungsvereinbarung zur Entwicklungskonzeption „Wasserwandern Kanutourismus Dosse“ mit Kyritz zugestimmt. Die Stadt übernimmt für alle beteiligten Kommunen und Verwaltungen die Projektführung.

Als erstes soll ein Entwicklungskonzept zum Kanu- und Wassertourismus von der Kyritzer Seenplatte und Teilen der Dosse bis zur Havelmündung erstellt werden. Das Entwicklungskonzept soll dann Grundlage sein für die Umsetzung notwendiger Vorhaben.

Finanzieren möchten die Vertragspartner das Entwicklungskonzept mit Hilfe einer möglichst 50 000 Euro schweren Landesförderung. Für notwendige Eigenanteile stellt das Amt Rhinow anteilig 3125 Euro zu Verfügung.

Saldernhorst bei Strodehne gehört zu den zwölf Wehranlagen in der Dosse, an denen für einen besseren Wassertourismus Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten mit Umgehungen für Kanuten anzulegen wären. Quelle: Norbert Stein

„Die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen ist der richtige Weg. Und der finanzielle Einsatz für das Amt Rhinow ist überschaubar“, sagte der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann im Amtsausschuss und die Großderschauer Bürgermeisterin Ivonne Ratzmer fügte hinzu, die Dosse habe für die Gemeinde touristisches Entwicklungspotential. Das sieht auch der Rhinower Bürgermeister Stefan Schneider so.

Infrastruktur muss ertüchtigt werden

Das Entwicklungskonzept soll die Grundlage dafür bieten, die Dosse-Region wassertouristisch an die Havel anzubinden. Für den mit Muskelkraft betriebenen Wassersport sind an der Dosse bisher vernachlässigte Basisstrukturen zu schaffen.

Dazu gehören Ein- und Ausstiegsstellen an zwölf Wehranlagen, naturnahe Pausenplätze außerhalb der Ortslagen, Rastplätze mit Übernachtungsmöglichkeiten in Zelten oder Pensionen, Informationstafeln, Versorgungseinrichtungen und weitere Dinge.

Von Norbert Stein

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