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Rhinow Die Orgel der Dorfkirche wird saniert
Lokales Havelland Rhinow Die Orgel der Dorfkirche wird saniert
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14:04 20.06.2019
Der Vorsitzende der Kulturstiftung Havelland, Landrat Roger Lewandowski, überreicht den Spendenscheck an die Vorsitzende des Fördervereins der Kirche Hohennauen, Monika Pickenhahn (Mitte), und an Pfarrerin Dorothea Klimmt. Quelle: privat
Hohennauen

Die Dorfkirche von Hohennauen ist derzeit nicht nur eine große Baustelle für umfassende Sanierungsarbeiten. Sie ist seit einigen Tagen auch eine Kirche ohne Orgel. Die Orgelbaufirma Schuke hat das historische Kircheninstrument ausgebaut, in Einzelteile zerlegt und nach Werder an der Havel in ihre Werkstatt gebracht, wo die Orgel nun erneuert wird.

„Wir freuen uns, eine so renommierte Firma mit langjähriger Tradition für die Sanierung der Orgel gewonnen zu haben“, sagt Klaus Eichler, der als umtriebiger Ruheständler mit vielen Erfahrungen auf dem Gebiet des Bauwesens aus seiner Zeit als Abteilungsleiter in der Landesverwaltung den Förderverein der Kirche Hohennauen mit Rat und Tat zur Seite steht bei seinen vielfältigen Vorhaben, um das Gotteshaus fit zu machen für die Zukunft.

Monika Pickenhahn (2. von links) informierte bei einer Baustellenführung zum Stand der Sanierungsarbeiten in der Kirche Hohennauen. Quelle: Norbert Stein

Schon öfter wurde in den Runden des Fördervereins erzählt von der besonderen Beziehung der Schuke - Firma zur Kirchenorgel in Hohennauen. Seniorchef Matthias Schuke hat als Jugendlicher auf der Orgel gespielt. Seine Eltern waren befreundet mit der damaligen Hohennauener Pfarrersfamilie Riedel.

Aber es gibt noch eine weitere Firmenverbindung mit dem Instrument. Die Orgel wurde im Jahr 1738 von einem unbekannten Meister geschaffen. Seit 1906 birgt das barocke Orgelgehäuse in sich ein pneumatisches Instrument mit zehn Registern auf zwei Manualen und Pedalen, erbaut von Alexander Schuke.

Zinnpfeifen eingeschmolzen

Während des Ersten Weltkrieges wurden aus der Orgel die großen Pfeifen aus Zinn ausgebaut, für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen und durch schwere Zinkpfeifen ersetzt. Von den insgesamt 530 Pfeifen der Orgel sind über 250 aus Zink. Sie werden mit Sanierung der Orgel in der Schuke-Werkstatt wieder durch Zinnpfeifen ersetzt.

Ist das Instrument komplett erneuert, kommt die Orgel wieder zurück nach Hohennauen und wird in der Kirche an ihrem angestammten Platz eingebaut. Verläuft alles nach Plan und wird auch die Sanierung der Kirche zeitig genug abgeschlossen, könnte die Orgel wieder gespielt werden beim diesjährigen Weihnachtsgottesdienst. So jedenfalls ist das ehrgeizige Ziel des Kirchenfördervereins unter Vorsitz von Monika Pickenhahn.

Kosten: 75 000 Euro

Rund 75 000 Euro muss der Förderverein für die Orgelsanierung aufbringen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dafür 30.000 Euro bewilligt aus einem Orgelprogramm. Das Land Brandenburg gibt ebenfalls 30 000 Euro dazu.

Auch Landrat Roger Lewandowski kam bei einem Besuch im Amt Rhinow nicht mit leeren Händen auf die Kirchenbaustelle in Hohennauen. Der Vorsitzenden des Fördervereins Monika Pickenhahn und Pfarrerin Dorothea Klimmt übergab Lewandowski einen symbolischen Scheck im Wert von 3000 Euro. Die Kulturstiftung Havelland unterstützt mit diesem Geld die Orgelsanierung.

Förderverein sammelt Spenden

Der Landrat ist Vorsitzender des Stiftungsrats. Bei aller guten Unterstützung verbleiben dem Förderverein dennoch 12 000 Euro als Eigenanteil zu Absicherung der Gesamtfinanzierung der Orgelsanierung. Der Förderverein hat dafür eine Spendensammlung gestartet und bemüht sich um weitere Sponsoren. Wer möchte, kann auch mit dem Erwerb einer Zinkpfeife das Sanierungsvorhaben unterstützen.

Von Norbert Stein

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