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Rhinow Ein Dorf spart 10 200 Kilo CO 2
Lokales Havelland Rhinow Ein Dorf spart 10 200 Kilo CO 2
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18:58 26.09.2019
: Bürgermeister Paul Egon Zander, Installateur Christian Sossna, Gemeindevertreterin Carmen Siebert und Amtsdirektor Jens Aasmann (v.l.) nehmen die neue Dimmtechnik in Betrieb Quelle: Norbert Stein
Kleßen-Görne

Im Jahr 1922 wurde Kleßen elektrifiziert und bekam Straßenbeleuchtung. Seither sind die Straßen und Wege in der Nacht ausgeleuchtet. Damit es so bleibt, hat die Gemeinde Kleßen-Görne mit Hilfe eines Kredits nun rund 20 000 Euro in neue Dimmtechnik in beiden Dörfern investiert.

Spartechnik mit Patent

In der Dorfstraße in Kleßen, neben dem Gerätehaus der Feuerwehr, nahm Gemeindebürgermeister Paul Egon Zander mit einem Knopfdruck eine patentierte Spartechnik für die Straßenbeleuchtung in Betrieb. Die Technik ermöglicht eine am jeweiligen Bedarf orientierte Regulierung der Leuchten, ohne sie ganz oder stundenweise abschalten zu müssen, um Kosten einzusparen.

Unmut in den Kommunen

„Solche Abschaltungen waren von den Menschen nicht gewollt und hatten in der Vergangenheit in anderen Kommunen für Unmut gesorgt“, sagte Amtsdirektor Jens Aasmann bei der Inbetriebnahme in Kleßen. Eine individuell festlegbare Programmierung würde eine Reduzierung des Stromverbrauchs in den Nachtstunden um bis zu 67 Prozent ermöglichen, erläuterte der Bürgermeister den Nutzeffekt der Investition. Die Energiekosten und der CO²-Ausstoß würden dank der neuen Technik jährlich um die Hälfte schrumpfen. Mindestens im gleichen Umfang würde die Luftverschmutzung abnehmen.

100 Leuchten

Aktuell wurden von der Firma Elektro Service Sossna aus Großderschau in Kleßen und Görne je zwei Dimmer in neue Schaltkästen installiert. Zusammen regeln sie rund 85 Prozent der Straßenbeleuchtung in beiden Ortsteilen. Insgesamt sind es 100 Leuchten mit einer Gesamtleistung von etwa 7000 Watt.

18 000 Kilowattstunden weniger

Künftig sinkt deren Jahresstromverbrauch um über 18 000 Kilowattstunden. Nach derzeitigem Strompreis gerechnet spart die Gemeinde jährlich bei den Kosten für die Straßenbeleuchtung 4140 Euro ein. Die CO²- Emission wird im Jahr um 10 200 Kilogramm gemindert.

Bürgermeister Paul Egon Zander (links) ist von der neuen Technik überzeugt. Quelle: Norbert Stein

Für die Gemeinde habe sich die Neuanschaffung einschließlich Montagekosten in 4,5 Jahren amortisiert, hob der Bürgermeister hervor. Mit der Realisierung des Vorhabens wurden auch etliche alte Quecksilberdampflampen gegen umweltfreundliche und langlebige Leuchtmittel ausgetauscht.

Schon in anderen Dörfern

Der Bürgermeister sagte bei der Inbetriebnahme, die neue Technik habe mehrere Vorteile. Sie entlaste den Haushalt der Gemeinde und sei zudem auch ein Beitrag zum Sternenpark Westhavelland. Produziert wurde die Technik von der KD Elektrosysteme GmbH in Zerbst. Deren Dimmer wurden im Amt Rhinow zuvor schon in Parey, Hohennauen und Rhinow installiert.

Die Dimmzeiten

In Kleßen-Görne werden die Dimmer nun Verbrauch und Lichtmenge von 20 bis 22 Uhr um 30 Prozent reduzieren, in der besonders verkehrsarmen Zeit bis 5 Uhr morgens um 67 Prozent. Danach steigt die Leistung zunächst wieder auf 70 Prozent an und ab 6 Uhr auf volle 100 Prozent.

Von Norbert Stein

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