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Rhinow Erstes Erdfest in der Kreuterey Wolsier
Lokales Havelland Rhinow Erstes Erdfest in der Kreuterey Wolsier
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11:40 30.06.2019
Vor dem Beginn des Erdfestes konnten in der Kreuterey Wolsier verschiedene Blühstreifen besichtigt werden. Quelle: Norbert Stein
Wolsier

 Der Erdboden darf keine Ware sein. Der Boden ist ein wertvolles Erbe. Der Erhalt seiner lebendigen Vielfältigkeit erfordert die Beachtung und Respektierung natürlicher Kreisläufe durch den Menschen. Diesem Anliegen sind in diesem Jahr in ganz Deutschland und in der Schweiz 160 Erdfeste gewidmet.

Im Landkreis Havelland fand am Samstag erstmals eines auf dem Hof der Kreuterey von Udo Schäfer und Christina Wolff in Wolsier statt. „Das Fest symbolisiert unsere Verbundenheit mit der Erde“, erklärte Gastgeber Udo Schäfer, der sich mit seiner Frau Christina den Heil,- Gewürz- und Aromapflanzen widmet in einer ökologisch bewirtschafteten Gärtnerei.

Christina Wolff (rechts) eröffnete das Erdfest mit einer Lesung. Quelle: Norbert Stein

Die Erde benötige eine natürliche Lebendigkeit, brachte die Gastgeberin mit Lesungen aus Naturbüchern und eigenem Gedankengut zum Ausdruck. Kultur und Musik könne den Menschen helfen, sich ihrer Verantwortung für die Umwelt wieder stärker bewusst zu werden, erklärte Christina Wolff den Besuchern des Erdfestes, zu denen Mitglieder der Regionalgruppe „Blühendes Ländchen“ im Netzwerk „Blühende Landschaft“ zur Schaffung von mehr Lebensraum für Bienen und Insekten, einige Einwohner aus Wolsier, Havelländer und weitere Gäste gehörten.

Sie nannte den Ulmentanz als Beispiel. Der Ulmentanz sei ein Kreistanz mit einfacher Schrittfolge, erklärte Christina Wolff, heute um die ganze Welt verbreitet. Er werde gern zum Vollmond um 20 Uhr Ortszeit getanzt. Der Tanz war einst dem Ulmensterben gewidmet und später den Menschen, die nach dem Atomkraftwerksunfall in Tschernobyl für immer oder lange Zeit verzichten mussten, ihr gewohntes Leben in der waldreichen Natur weiter führen zu können.

Zum Erdfest in der Kreuterey gehörten auch Kreistänze. Quelle: Norbert Stein

Christina Wolff hat bereits eine Leidenschaft für den Ulmentanz und möchte ihn in Zukunft in Gemeinschaft mit Menschen tanzen, die Lust darauf haben. Auch beim Erdfest am Samstag in Wolsier tanzten Besucher gemeinsam im Kreis, vor einer großen Wand aus Pflastersteinen. Die Wand zierten zahlreiche Plakate mit der Erde gewidmeten sinnlichen und auch lyrischen Zitaten. Gewidmet waren sie ihrer Bedeutung und notwendigen Gesundung.

„Das Brot kommt vom Korn und das Korn braucht zum Wachsen einen mit natürlichen Nährstoffen angereicherten Boden“, war so eine plakative Mitteilung. Die Besucher konnten aber auch eigene Wörter und Gedanken beisteuern zur Kernbotschaft des Erdfestes und zu dessen Abschluss ein Film die Wildbienen in den Focus der Besucher rückte. Den Erlebnistag in der Kreuterey von Wolsier eröffnet hatte die Regionalgruppe „Blühendes Ländchen“ mit verschiedenen Arbeitsgesprächen, der Besichtigung von Blühstreifen und einem Sommerbrunch.

Von Norbert Stein

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