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Rhinow Fest zum 20. Geburtstag der Havelland-Brücke
Lokales Havelland Rhinow Fest zum 20. Geburtstag der Havelland-Brücke
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13:56 28.07.2019
Um das Brückenjubiläum gebührend zu feiern, wurde das Bauwerk halbseitig gesperrt. So konnten die Besucher einen ungestörten Blick in die Havel-Landschaft werfen. Quelle: Norbert Stein
Strodehne

Es war ein Fest der Freude und der Gemeinsamkeit, vor allem aber der Erinnerung. Strodehne feierte am Freitag „20 Jahre Havelland-Brücke“, oder, wie Christian Freitag vom Heimatverein es ausdrückte: „Das blaue Wunder über die Havel“.

Direkte Verbindung ins Nachbarland

Das Blau bezieht sich auf die Farbe der Brückenbögen, die mit majestätischem Schwung die Havel überspannen. Als „Wunder“ bezeichnen die Strodehner die Brücke, die seit 1999 das Havelland mit Sachsen-Anhalt verbindet.

Noch heute erzählen viele Strodehner gerne von dem vereinten Engagement vieler Menschen beiderseits der Havel Mitte der 1990er Jahre für eine zuverlässige und dauerhafte Verkehrsverbindung über die Havel.

Gefeiert wurde auf dem Festplatz an der Havel. Quelle: Norbert Stein

Der Heimatverein und der Ortsbeirat Strodehne hatten deshalb zum Brückenfest viele Akteure, Helfer und Unterstützer von damals und weitere Gäste eingeladen. Treffpunkt für alle war in sommerlicher Mittagsglut der Festplatz an der Havel. Der Begrüßung durch die Gastgeber folgten emotionale Stunden mit vielen guten Gesprächen und Aktionen.

Geburtstagsfeier mit vielen Besuchern

Das Brückenfest wurde so zu einer Erfolgsstory, die würdig anknüpfte an die Einweihungsfeier des Bauwerkes über die Havel vor 20 Jahren.Dafür sorgte Cheforganisator Christian Freitag mit seinen Helfern. Sie luden die Besucher ein, mit Booten der Bundeswehr auf der Havel oder zu Land mit dem Auto oder Fahrrad die Brücke zu erleben, an der ein Banner von dem Jubiläum kündete.

Ungestörter Blick in die Havel-Landschaft

Für den feierlichen Anlass war die Brücke kurzzeitig halbseitig für den Verkehr gesperrt worden, um den Festteilnehmern vom Bauwerk einen weiten Blick in die Havel-Landschaft zu ermöglichen.

„So voll wie heute war die Brücke lediglich bei ihrer Einweihung“, freute sich Christian Freitag über viele Besucher. Er und der ehemalige Fährmann Klaus Tennigkeit huldigten der Brücke, den Menschen und dem Dorf mit einem musikalischen Ständchen.

Christian Freitag (re.) und der ehemalige Fährmann Klaus Tennigkeit huldigten der Brücke mit einem Ständchen. Quelle: Norbert Stein

Anschließend ging es zurück auf den Festplatz und von dort in den Saal der Gaststätte Heinrich, wo Christian Freitag seinen „Brückentraum“ erzählte und anschließend ein Video der ORB-Fernsehsendung mit dem Titel „Endstation Strodehne“ aus dem Jahr 1996 gezeigt wurde.

„Endstation“ deshalb, weil Strodehne damals drohte, eine Sackgasse zu werden. Das Land wollte ohne Vorankündigung die Fährverbindung kappen, die Menschen, Tiere und Technik über die Havel brachte, als Ersatz für eine 1971 gesperrte und anschließend abgerissene marode Holzbrücke.

Entschlossener Widerstand

Doch das Land hatte nicht mit dem entschlossenen Willen der Strodehner gerechnet. Sie gründeten einen Verein. Dessen Forderung nach dem Erhalt einer stabilen Fährverbindung oder dem Bau einer Brücke unterschrieben rund 2000 Menschen aus der Region.

Wolfgang Schwuchow – er war damals Bürgermeister in Strodehne – konnte beim Fest viele Brückenepisoden erzählen. Auch Burkhard Schröder, der als damaliger Landrat die Strodehner in ihrem Kampf für eine Brücke unterstützte, war gekommen. „Das war damals schon ganz schön deftig“, erinnerte er sich.

Mit Booten erkundeten die Besucher das Bauwerk. Quelle: Norbert Stein

Wie Schröder saß auch der heutige Landrat Roger Lewandowski am Freitag noch lange mit den Gastgebern zusammen, um eine Brücke zu würdigen, die als Verkehrsverbindung zur menschlichen, wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung der Region beitrug und es heute noch tut.

„Der Kampf um die Brücke hat eine Region vereint und wir hatten viele Unterstützer“, sagte die damalige Gemeindevertreterin und heutige Ortsvorsteherin von Strodehne, Edeltraud Massow, auf dem Festplatz, wo am Samstag das traditionelle Havelfest gefeiert wurde.  

Von Norbert Stein

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