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Rhinow Förderverein Dorfkirche Hohennauen feiert Jubiläum
Lokales Havelland Rhinow Förderverein Dorfkirche Hohennauen feiert Jubiläum
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09:03 30.05.2019
Der Leseabend in der Dorfkirche war gut besucht. Quelle: Norbert Stein
Hohennauen

Der Dorfplatz wurde neu gestaltet. Der Zoll suchte Zigarettenschmuggler. Die Feuerwehr feierte ihr 100jähriges Bestehen. 2009 war für Hohennauen in vielerlei Hinsicht ein ereignisreiches Jahr. Auch die Gründung des Fördervereins Kirche Hohennauen gehörte dazu.

Kirche wird saniert

Zehn Jahre sind seither vergangen und in dieser Zeit ist viel passiert in dem Dorf am See. Der Förderverein engagiert sich erfolgreich für die Sanierung der Kirche und begeht sein zehnjähriges Bestehen. Gefeiert wird der Anlass auf besondere Weise mit mehreren Veranstaltungen unter dem Motto „Geschichte und Geschichten über Hohennauen“.

Der Veranstaltungs-Reigen

Der Förderverein organisiert sie im Verlauf des Jahres an verschiedenen historischen Orten im Dorf. Der fast 100 Jahre alte Bauernhof der Familie Wille ist so ein geschichtsträchtiger Ort. Die Kulturscheune auf dem Hof war deshalb der richtige Platz für eine sehr gut besuchte und von den Einwohnern dankbar angenommene Auftaktveranstaltung.

10 Jahre Förderverein Dorfkirche Hohennauen: Ortschronistin Brigitte Kober  lieferte Geschichte und Geschichten aus Hohennauen. Quelle: Norbert Stein

Ortschronistin Brigitte Kober hatte den geschichtlichen Part übernommen und somit dafür gesorgt, dass engagierte Frauen aus dem Dorf Geschichtsbeiträge vortragen konnten. Zuvor hatte die Vorsitzende des Fördervereins noch eine frohe Nachricht zu verkünden.

Geld von der MBS

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse unterstützt im Rahmen ihres regionalen Engagements den Förderverein mit 3000 Euro bei der Anschaffung von Multimediatechnik für Veranstaltungen in der Kirche. Die Zusage habe der Förderverein nunmehr erhalten, sagte die Vereinsvorsitzende zum Auftakt der Veranstaltung.

Engagement gewürdigt

Der Heimatverein Hohennauen unterstützt den dörflichen Kirchenförderverein mit 500 Euro. Einen entsprechenden Scheck bekam Monika Pickenhahn vom Vorsitzenden des Heimatvereins, Ulf Gottwald. Gottwald ist zudem Bürgermeister und ließ auch gleich die Grußworte der Gemeinde zum Jubiläum folgen. Er würdigte das unermüdliche Engagement des Fördervereins für die Kirche, einem historische Wahrzeichen von Hohennauen.

Gritta Müller trug  die Geschichte von den vier Ottos aus Hohennauen vor. Quelle: Norbert Stein

Es gab Kaffee und Kuchen. Danach war man in Stimmung für Geschichten aus der Geschichte. Den Anfang machte Karin Schildt mit einer Lesung aus den Zeiten der Pickelhauben und sie rückte dabei das Bildnis der Großeltern um Pfarrer Werther in den Fokus.

Die Zechgelage

Gritta Müller widmete sich der Geschichte „Die vier Ottos“. Sie waren ehrenwerte Handwerker und hießen alle Otto mit Vornamen. Der Vortrag handelte zum Beispiel von ihren abendlichen Zechgelagen in der Dorfkneipe und anschließenden Heimwegen.

Havelländische Truhen

Ute Sturm kramte mit ihrem Lesevortrag in havelländischen Truhen. Edelgard Jeworowski widmete sich dem Berufsleben von Ella Behrendt (1882 -1972), die viele Jahrzehnte als Hebamme gearbeitet hat. „Wenn Häuser erzählen könnten“ hatte Cristina Berse ihren Lesebeitrag betitelt.

Zurück in die Jugend

Die Ortschronistin selbst trug eine gedankliche Reise in ihre Kindheitserinnerungen vor. Brigitte Kober ist in den Kriegsjahren in Hohennauen geboren. Die Familien wohnte in einer Dienstwohnung der Schule, dem ehemaligen Herrenhaus von Hohennauen. Ihr Vater war Lehrer im Dorf.

Von Norbert Stein

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