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Rhinow Großes Interesse am 9. Astrotreff
Lokales Havelland Rhinow Großes Interesse am 9. Astrotreff
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14:01 01.09.2019
Heinz Duda (r.) Hobbyastrom aus Osnabrück, lässt Jane Nahuway aus Indonesien und Martin Hammer aus Hamburg durch sein Teleskop schauen. Quelle: Norbert Stein
Gülpe

Eindrucksvolle Erlebnisse wollen gut vorbereitet sein. Hobbyastronom Karl-Heinz Duda aus Osnabrück hatte sich deshalb bereits im April einen Stellplatz auf dem Gülper Sportplatz gesichert für das 8. Westhavelländer Astrotreff am letzten Augustwochenende. „Ich war damals die zweite Internetanmeldung“, sagte er am Samstagabend neben seinem Teleskop, einschließlich Computerprogramm mit 20 000 Einstellungen zur Himmelsbeobachtung.

Alle Stellplätze belegt

85 Hobbyastronomen aus ganz Deutschland, Holland und Frankreich hatten sich am Wochenende einen Stellplatz für den diesjährigen Westhavelländer Astrotreff in Gülpe gesichert. Damit waren auf dem Sportplatz alle Stellplätze belegt.

Karl-Heinz Duda war zum ersten Mal zum Sternegucken in Gülpe. Zuhause hatte ihm der langjährige Leiter der Sternwarte Osnabrück, Andreas Hänel, schon oft erzählt vom Astrotreff in Gülpe.

Mann der ersten Stunde

Hänel hat als Wissenschaftler den Naturpark Westhavelland maßgeblich begleitet auf dem Weg zur Anerkennung als erstem Deutschen Sternenpark vor fünf Jahren und hat noch kein Sterneguckertreffen in Gülpe ausgelassen. Auch am Wochenende war er wieder da. Im Ausstellungs- und Vortragszeit erzählte er den Besuchern von Reisen und wissenschaftlichen Untersuchungen auf der Suche nach dem dunklen Himmel weltweit.

Auf dem Sportplatz gab es kaum noch ein freies Fleckchen. Quelle: Norbert Stein

Karl-Heinz Duda war mit einer gewissen Skepsis nach Gülpe gekommen. Ein erster Besuch im Dorf im Frühjahr hatte nicht gerade einen Sturm der Begeisterung ausgelöst.Vermisst habe er zum Beispiel eine Gaststätte im Dorf. #

In der Gaststättenangelegenheit hatte sich auch am Wochenende noch nichts geändert. Dennoch verwandelte sich Duda binnen kürzester Zeit vom Skeptiker zum Gülpe- Fan.

Vom Skeptiker zum Gülpe-Fan

Dafür gab es mehrere Gründe. Vier bis fünf Stunden habe man in der Nacht zum Samstag einen schönen Sternenhimmel beobachten können, schwärmte er.

Den hochsommerlichen Nachmittag hatte er im Kanu – seinem zweiten Hobby - auf der Havel verbracht. „Am Tag paddeln und am Abend die Sterne sehen. Besser kann das Wochenende nicht sein“, sagte Duda, während Jane Nahuway aus Indonesien und Martin Hammer aus Hamburg mit seinem Teleskop zum Himmel schauten, beim öffentlichen Sterne beobachten beim Westhavelländer Astrotreff.

Die Versorgung hätten die Gastgeber auch gut im Griff, bemerkte der Osnabrücker Hobbyastronom noch, als auch auf den Nachbarplätzen die Teleskope in Stellung gebracht wurden und weitere Besucher auf den Sportplatz kamen.

Nächtliche Exkursionen zum See

Zum Programm gehörten auch nächtliche Exkursionen: Thomas Becker und Marion Werner wanderten jeweils mit rund 25 Begleitern über zwei Stunden lang durch die Gülper Nacht.

Die Wanderungen führten zum Gülper See, wo die Teilnehmer zum Beispiel die Milchstraße und verschiedene Sternbilder sehen konnten. „Der Himmel war zwar nicht perfekt, bot aber gute Möglichkeiten zur Beobachtung“, so Thomas Becker von der Naturwacht Westhavelland.

Eröffnung durch den Amtsdirektor

Der Rhinower Amtsdirektor und Vorsitzende des Fördervereins Sternenpark Westhavelland Jens Aasmann hatte den 9. Westhavelländer Astrotreff eröffnet. Er hob die zunehmende touristische Bedeutung des Sternenparks hervor und leitete damit zu Vorträgen rund um die Astronomie über.

Professor Wolfgang Dreyer unterhielt die Besucher mit einem unterhaltsamen Vortrag zur mathematischen Berechnungen von Erscheinungen im Weltall. Quelle: Norbert Stein

Wolfgang Dreyer wohnt seit 20 Jahren in Gülpe und schätzt den dunklen Nachthimmel. Er ist Professor am Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik. Er beschäftigt sich mit numerische Mathematik und wissenschaftliches Rechnen.

Das mathematische Formeln für Geschehnisse im Weltall keine trockene Wissenschaft sein muss bewies er mit einem lockereren und für Jedermann verständlichen Vortag. Bleibt noch anzumerken der Versuch von Störenfrieden den Astrotreff mit Scheinwerferlicht zu beeinträchtigen.      

Von Norbert Stein

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