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Rhinow Junge Landwirtin arbeitet an den Feiertagen
Lokales Havelland Rhinow Junge Landwirtin arbeitet an den Feiertagen
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16:00 22.12.2019
Nadine Reitz kümmert sich auch an den Feiertagen um die Mutterkühe und Kälber der Agrargenossenschaft Gülpe. Quelle: Norbert Stein
Gülpe

Wenn viele Havelländer am Heiligabend die Geschenke einpacken oder den Weihnachtsbaum schmücken, ist Nadine Reitz noch auf der Arbeit. Auch der 2. Weihnachtstag ist für sie ein Arbeitstag. „So ist es und ich habe damit auch keine Probleme“, sagt sie und fügt gleich noch hinzu: „Die Tiere müssen doch versorgt werden“.

Nadine Reitz hat in der Landwirtschaft gelernt. Sie ist Landwirtin mit Leib und Seele. Besonders gerne ist sie bei den Tieren. Die junge Frau arbeitet in der Agrargenossenschaft Gülpe als Herdenmanagerin für Mutterkühe und Betreuerin der Ammenkühe. Fünf Herden mit derzeit 200 Mutterkühen und 45 Kälbern hat sie unter ihren Fittichen.

Morgens auf den Traktor

Wie an jedem Arbeitstag wird sie auch zu Weihnachten morgens auf dem Technikhof der Agrargenossenschaft den Traktor starten und als erstes zu ihren Kontrollfahrten aufbrechen. Sie wird zu allen fünf Mutterkuhherden fahren, die das ganze Jahr hindurch auf Koppeln im Naturschutzgebiet um Gülpe grasen und dort auch in der kühlen Jahreszeit auf den Weiden ihr Futter finden.

Nadine Reitz wird die Weidekoppeln kontrollieren und nach den Tieren sehen, ob alles in Ordnung ist. Danach wird sie die Tiere mit Wasser und Heu versorgen. Mutterkühe und ihr Nachwuchs mögen Heu und Kraftfutter, vor allem aber auch Möhren. Heu und Kraftfutter hält die Speisekarte „Essen satt“ der Agrargenossenschaft täglich parat für die Tiere.

Nadine Reitz versorgt ihre Tiere auch mit Heu. Quelle: Norbert Stein

Möhren gibt es nur zu besonderen Anlässen und auf Zuteilung. Auch Weihnachten wird Nadine Reitz ein paar Beutel Möhren im Traktor mitnehmen und an die Mutterkühe und die Kälber als Festtagesleckerli verteilen. Die Mutterkühe haben keine Namen. Aber Nadine Reitz lässt auch Ausnahmen zu und Louisa, Olivia und Selma sind ihre drei besten Mutterkühe. Sie sind auch schlau und wissen, wie man zu ein paar Möhren extra kommt. So lassen sie sich nach etwas Zögern mit Möhren zum vorweihnachtlichen Fotoshooting verleiten.

Nadine Reiz arbeitet seit dem Sommer 2018 in der Agrargenossenschaft Gülpe. Zuvor war sie auf einem Pferdehof in Brieselang angestellt.

Schöne, abwechslungsreiche Arbeit

Sie mag Pferde sehr. Doch täglich nach Brieselang fahren, das war ihr dann doch umständlich und vor allem mit einer längeren Mittagspause zu zeitaufwendig. Den Wechsel in die Gülper Tierproduktion hat die Steckelsdorferin nicht bereut. „Es ist eine schöne und abwechslungsreiche Arbeit, bei der man zudem noch ständig an der frischen Luft ist“, sagt sie, auch ohne jeglichen Gram, jedes zweite Wochenende im Einsatz zu sein.

Der Koppelbau gehört auch zu ihren Aufgaben. Die Arbeit ist wichtig, um die Mütterkühe und vor allem die Kälber vor Raubwild zu schützen, erklärt die in ländlicher Umgegend aufgewachsene Nadine Reitz. In Gülpe kümmert sie sich täglich um den Tiernachwuchs. Die Agrargenossenschaft Gülpe züchtet die Rinderrassen Uckermärker, Angus und Kreuzungen für die eigene Milchproduktion, den Verkauf und der Direktvermarktung. Nadine Reiz ist zufrieden mit ihrer Arbeit, so wird sie sich auch an den Feiertagen wohlfühlen bei ihren Tieren.

Von Norbert Stein

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