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Rhinow Kinder legen in Rhinow Blühstreifen an
Lokales Havelland Rhinow Kinder legen in Rhinow Blühstreifen an
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18:02 20.03.2019
: Vor der Turnhalle in Rhinow haben  die Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Walsdund Wiesen“  der Lilienthalgrundschule gemeinsam mit Udo Schäfer und Christina Wolff  von der Regionalgruppe „Blühendes Ländchen“  Blühstreifen angelegt. Quelle: Norbert Stein
Rhinow

Auch in dieser zunehmend von modernen Medien geprägten Zeit lassen sich Kinder für die Natur begeistern. Einen Beweis dafür lieferten am Dienstag 24 Mädchen und Jungen der Arbeitsgemeinschaft Wald und Wiese der Otto-Lilienthal-Grundschule in Rhinow. Dazu trafen sich die Kinder mit Udo Schäfer und Christina Wolff von der Regionalgruppe „Blühendes Ländchen“ im Netzwerk „Blühende Landschaft“ zu einem gemeinsamen Aktionsnachmittag.

Vorbereitete Fläche

Vor der Turnhalle legten sie um eine kleine Baumreihe Blühstreifen an. Udo Schäfer und Christina Wolff hatten mit einer Fräse den Boden bereits aufgelockert und die Fläche für die Blühstreifen vorbereitet. Die jungen Akteure der Arbeitsgemeinschaft Wald und Wiesen konnten sofort mit ihrer Arbeit beginnen.

Dazu bildeten sie zwei Gruppen. In der ersten Arbeitsgruppe wirkten überwiegend Mädchen mit. Sie streuten den Blumensamen auf die Fläche. Doch zuvor betrachteten sie mit einer Lupe das Saatgut.

Blick auf das Saatgut. Quelle: Norbert Stein

Die Kinder wollten genau wissen, welche Samensorten sie auf die Fläche ausbringen. „Eine tolle Mischung“, meinte Lisa (10 Jahre) nachdem Christina Wolff erklärt hatte was in den Eimern ist: Samen von Sonnenblumen, Mohn, Ringelblumen und weiteren Blumenarten.

„Das wird bestimmt alles einmal schön bunt“, fügte Katelyn (9) hinzu, bevor sie Samen ausstreute. Die zweite Arbeitsgruppe war mit dem Festtreten der Samen im Boden beschäftigt. Dazu hatte Udo Schäfer kleine mit Lederriemchen überspannte Holzbretter mitgebracht.

Die Triebe brauchen Zeit

So konnten die Jungen mit den Holzbrettchen unter den Schuhen die Samen festtreten. Anschließend wurde die Erde mit Harken geglättet und ein Schild aufgestellt „Hier blüht bald eine Wiese für Bienen und Schmetterlinge“. Einige Wochen werden allerdings noch vergehen.

Erst müssen die Samen keimen und zu Pflanzen heranwachsen, bis sie dann bei guter Witterung im Sommer farbenreich blühen und zum Hingucker vor der Turnhalle werden. „Bitte nicht betreten“ haben die Kinder auf ihr Schild geschrieben, damit ihre Blühstreifen ungehindert gedeihen können.

Der Samen wurde im Boden festgetreten. Quelle: Norbert Stein

Annette Franz und Anuschka von Malotky betreuen seit Anfang diesen Jahres die Arbeitsgemeinschaft „Wald und Wiesen“. Sie sind mit den Kindern oft im Wald, haben mit ihnen Baumborken erkundet und sich auch um ein kleine Hecke gekümmert.

„Als nächstes werden wir mit den Kindern Ostergestecke aus Naturmaterialien basteln“, erzählen die Betreuerinnen beim Anlagen der Blühstreifen. Im Herbst werden sie mit den Kindern Udo Schäfer und Christina Wolff in ihrer Kreuterey in Wolsier besuchen.

31 Begeisterte

Udo Schäfer und Christina Wolff haben die Regionalgruppe „Blühendes Ländchen“ mit 31 Begeisterten in diesem Monat gegründet. Die Regionalgruppe möchte, dass möglichst viele Menschen in den Dörfern im Amt Rhinow und anderen Regionen Blühstreifen anlegen für Bienen und Schmetterlinge.

Auf der Gründungsversammlung wurden die Arbeitsgruppen Öffentlichkeitsarbeit, politische Einflussnahme, Schulung-Anbau-Beratung-Botanik, Erfassen von Flächen, Technik und Saatgut gebildet. In Wolsier wurde auch ein erster Blühstreifen angelegt. Jäger haben inzwischen ihr Interesse bekundet, ebenfalls Blühstreifen anlegen zu wollen.

Von Norbert Stein

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