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Rhinow Kirchensanierung geht in entscheidende Phase
Lokales Havelland Rhinow Kirchensanierung geht in entscheidende Phase
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18:27 09.01.2019
Monika Pickenhahn (links) und Sebastian Steineke in der Hohennauener Kirche. Quelle: Joachim Wilisch
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Hohennauen

Wenn Monika Pickenhahn für das Hohennauener Dorfkirchenprojekt wirbt, dann wird sie resolut. „Das ist nicht irgendeine Pappkirche“, sagt sie. Das Gotteshaus habe eine hochinteressante Geschichte. „Es lohnt sich, wenn man für dieses Projekt kämpft.“

Engagierte Mitstreiter

Monika Pickenhahn kämpft nicht alleine. Mit dem Förderverein Dorfkirche Hohennauen hat sie engagierte Mitstreiter an der Seite. Dazu gehört auch der Rathenower Ehrenbürger Klaus Eichler. Inzwischen sind die Arbeiten am ersten Bauabschnitt zur Sanierung abgeschlossen. Allerdings muss die Dachdeckerfirma noch einmal ran. Nachdem es Ärger um die richtige Ausführung der Dacharbeiten gab, wird das Dach nun noch einmal neu eingedeckt – und zwar so, wie es in einem Gutachten festgelegt worden ist.

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Monika Pickenhahn, Klaus Eichler und Sebastian Steineke beraten über die weitere Sanierung der Hohennauener Kirche. Quelle: Joachim Wilisch

Für Klaus Eichler und Monika Pickenhahn ist das eine gute Nachricht. Und es ist der Anlass, nun den zweiten Bauabschnitt ins Auge zu fassen. Nachdem es bereits vor Wochen beachtliche Summen aus dem Bundeshaushalt für Kirchensanierungen gab – unter anderem auch für Sankt-Marien-Andreas in Rathenow – wollten Eichler und Pickenhahn mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke klären, ob und wie dem Hohennauener Verein noch finanziell geholfen werden kann. Hohennauen liegt im Wahlkreis von Sebastian Steineke.

Noch drei Probleme

Grundsätzlich ist der Ablauf der weiteren Sanierung – insbesondere des Innenraumes – durchgeplant. Drei Probleme sind es, die den Verein derzeit noch bewegen. Da ist zum einen die Restaurierung der Schuke-Orgel. Rund 75 000 Euro soll das kosten. 36 000 Euro sind inzwischen mit einer Förderung sicher gestellt. Ob weitere 26 000 Euro aus Bundesmitteln dazukommen, wissen Eichler und Pickenhahn noch nicht. Zwar habe man rechtzeitig einen Antrag gestellt, doch es gebe bisher keine Zu- oder Absagen. Genau darum will sich nun der Bundestagsabgeordnete kümmern.

Blick auf den abgedeckten Altar. Quelle: Joachim Wilisch

Rund zwei Monate muss die Orgel nach dem Ausbau in der Schuke-Werkstatt in Werde aufgearbeitet werden. Der Wiedereinbau ist mit zweieinhalb Monaten bemessen. Und kurz, bevor die Weihnachtsgottesdienste anstehen, soll die Kirche am 21. Dezember diesen Jahres offiziell wieder eröffnet werden.

Über 200 Plätze

Problem Nummer zwei ist der Einbau von Kommunikationstechnik. „Wir wollen die Kirche als vielfältigen Veranstaltungsraum nutzen“, sagt Monika Pickenhahn. Allerdings sei die Widmung als Gotteshaus davon unberührt. „Aber wo hat man schon noch einen Raum mit über 200 Plätzen“, sagt sie. Beamer, Leinwand, Lautsprecheranlage und andere Geräte kosten etwa 40 000 bis 45 000 Euro.

Es ist alles bereit für den zweiten Bauabschnitt. Quelle: Joachim Wilisch

Einen Zuschuss dafür erhoffen sich die Mitglieder des Fördervereins gar nicht aus einem Topf. „Vielleicht kann man ja verschiedene Einzelhilfen zusammenführen“, sagt Klaus Eichler. So sei eine Idee, Lottomittel zu beantragen, um einen Teil der Kosten für die Kommunikationstechnik zu finanzieren. Und natürlich werde auch der Förderverein weiter Spenden einwerben, um die Projekte mitzufinanzieren.

Zukunftspläne

Problem Nummer drei ist im Grunde noch nicht akut. Wenn der zweite Bauabschnitt abgeschlossen und die Kirche übergeben ist, könnte noch ein dritter Bauabschnitt folgen. „Dann müssten wir entsprechende Sozialräume in Nebengebäuden einrichten und eventuell auch andere Aufenthaltsmöglichkeiten“, sagt Eichler.

Am Kirchendach ist eine Revision fällig. Bis April soll das erledigt sein. Quelle: Norbert Stein

Dazu muss der Förderverein allerdings erst ein Grundstück kaufen. Vorerst drängt das Problem nicht. Klaus Eichler und Monika Pickenhahn wollen aber das Thema im Auge behalten – schon wegen der Kosten, die auf rund 250 000 Euro berechnet sind.

Sebastian Steineke will sich der Bitten des Fördervereins annehmen. „Feste Zusagen kann ich hier und heute aber nicht machen.“

Von Joachim Wilisch