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Rhinow Verein bewässert Fliegerpark auf eigene Kosten
Lokales Havelland Rhinow Verein bewässert Fliegerpark auf eigene Kosten
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14:46 02.07.2019
Syliva Kraft vom Otto Lilienthal Verein zeigt den einzigen Wasseranschluss für die Bewässerung des Geländes rund um die Lady Agnes. Quelle: Foto: Norbert Stein
Stölln

Die Lady Agnes ist der Besuchermagnet im Ländchen Rhinow. Rund 20 000 Gäste besuchen in jeder Saison die zum Museum umfunktionierte Iljuschin Il-62 auf dem Gollenberg. Das Flugzeug mit Ausstellungsraum und Standesamt lockt Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland in die Gemeinde.

Die Besucher erwartet auf dem Gollenberg aber nicht nur die Lady Agnes. Sie können auch um das Flugzeug wandeln, vorbei an hübsch hergerichteten Außenanlage mit Blumen, Stauden und Bäumen.

2015 zur Bundesgartenschau wurde das Gelände als Fliegerpark hergerichtet. Stölln gehörte damals zu den insgesamt fünf Standorten der Gartenschau. Vieles konnte erhalten werden, weil der Otto Lilienthal Verein sich nicht nur um das Flugzeug und den Besucherpavillon auf dem Gollenberg kümmert.

Bewässerung kostet Kraft und Geld

Der Verein engagiert sich auch für den Erhalt und die Pflege der Außenanlage um das Flugzeug herum. Was für die Mitarbeiter mit viel Arbeit verbunden ist. Insbesondere das Schläuche schleppen, um den Rasen, die Pflanzen und die Blumen mit Wasser zu versorgen, kostet Kraft. Es gibt für die gesamte Fläche nur einen Wasseranschluss.

Die Arbeit nahm schon im Dürrejahr 2018 viel Zeit in Anspruch und genauso ist es wieder in diesem Jahr. „Der Verein ist auf Dauer nicht in der Lage das zu übernehmen“, sagt der Vorsitzende Horst Schwenzer und nennt zwei wesentliche Gründe.

Zum einen bekomme der Verein nur noch wenige geförderte Arbeitsstellen bewilligt, sei aber darauf angewiesen, so Schwenzer. Zudem würde die Anlage mit Wasser aus dem öffentlichen Netz bewässert und dem Verein damit zusätzliches Geld kosten.

Anlage soll rund 15.000 Euro kosten

Weil der Verein den Aufwand und die Kosten sich nicht länger leisten kann soll nun für das Umfeld der Lady Agnes eine Bewässerungsanlage mit einem eigenen Brunnen angelegt werden.

Rund 15.000 Euro wird die Anlage kosten. Der Verein hat eine Planung erstellen lassen und zur Finanzierung eine Förderung beim Land beim Land. Auch das Amt Rhinow und die Gemeinde Gollenberg hat der Verein um finanzielle Unterstützung gebeten. Die Aussichten dafür scheinen allerdings trübe zu sein.

Der Amtsausschuss hat schon vor einigen Jahren beschlossen, Vereinsprojekte grundsätzlich nicht mit finanziellen Mitteln aus dem Amtshaushalt zu unterstützen. Eine solche Unterstützung könne nur seitens der Gemeinde erfolgen, so die geltende Beschlusslage des Amtsausschusses.

Im Haushalt 2019 ist kein Geld für das Vorhaben

Deshalb wird das Amt kein Geld dazu geben. Die Gemeindevertretung Gollenberg hat den Antrag auf finanzielle Unterstützung für eine Bewässerungsanlage zunächst auf „die lange Bank“ geschoben. Entschieden haben die Abgeordneten lediglich grundsätzlich örtliche Vereine bei Vorhaben unterstützen zu wollen.

Ein einfacher Antrag genügt dafür offenbar aber nicht. Der Otto Lilienthal Verein soll Planungsunterlagen, Kostenkalkulationen und Finanzierungsplan vorlegen. Erst danach könne die Gemeindevertretung über den Antrag entscheiden, so Bürgermeister Wolfgang Nitsche in der jüngsten Sitzung der Kommunalvertretung.

Eine finanzielle Unterstützung seitens der Gemeinde ist ohnehin frühestens im nächsten Jahr möglich. Im Haushalt 2019 ist dafür kein Geld eingeplant.

Von Norbert Stein

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