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Rhinow Landkreis lehnt 30-Kilometer-Zone ab
Lokales Havelland Rhinow Landkreis lehnt 30-Kilometer-Zone ab
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07:03 09.01.2020
:  Besonders im Bereich der Bushaltestellen und  zur Schulwegsicherung fordert die Gemeindevertretung   weiter ein Tempolimit für die Ortsdurchfahrt  Kleßen. Quelle: Norbert Stein
Görne

In Kleßen-Görne vergeht kaum eine Gemeindevertretersitzung, bei der sich die Abgeordneten nicht mit Anfragen oder Anträgen zur Verkehrsberuhigung in den Ortsteilen befassen. Das Verlangen von Kommunalpolitikern und Anwohnern, für Straßen und Wege eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzurichten, ist groß.

Nicht nachlassen

Bürgermeister Paul Egon Zander bekräftigt daher immer wieder, die Gemeinde werde in ihrem Bemühen nicht nachlassen. Allerdings sind die bisher erreichten Ergebnisse bescheiden und die weiteren Erfolgsaussichten stimmen auch nicht unbedingt optimistisch.

Es gibt ein Angebot

Der Bürgermeister sieht aber auch erste Erfolge. So kann sich die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Havelland vorstellen, die Parkmöglichkeiten im Bereich der Bushaltestellen an der Ortsdurchfahrt in Kleßen einzuschränken. Der Vorschlag geht aus einer Stellungnahme des Landkreises hervor. Diese hat der Kreis zum Antrag der Gemeinde abgegeben, in dem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer im Bereich der Bushaltestellen in der Ortsmitte auf der Ortsdurchfahrt der Landesstraße 17 gefordert ist.

Der Schulweg soll keine Einbahnstraße werden. Quelle: Norbert Stein

Die Abgeordneten hatten ihren Antrag damit begründet, die Schulwegsicherung für Kinder zu verbessern. Zudem hatte die Gemeinde vom Ordnungsamt in Rhinow mit Hilfe eines mobilen Erfassungsgerätes die Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Landesstraße 17 im Dorf messen lassen.

Viel zu schnell

Die Auswertung: 58 Prozent der Kraftfahren fuhren mit ihren Fahrzeugen im Messzeitraum von zwei Wochen zu schnellund überschritten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer deutlich. Die Straßenverkehrsbehörde lehnte den Antrag der Gemeinde auf ein Tempolimit für die Ortsdurchfahrt dennoch ab.

Keine Gefahr?

Man habe, so die Kreisverwaltung, vor Ort keine erhöhe Gefährdung feststellen können. Zudem sei das Verkehrsaufkommen auf der Ortsdurchfahrt gering. Neben der Änderung der Parkmöglichkeiten im Bereich der Bushaltestellen hat der Landkreis der Gemeinde einen weiteren Vorschlag unterbreitet. Der Schulweg, der innerörtlich auf die L 17 einmündet, könne zur Einbahnstraße werden.

Bürgermeister Paul Egon Zander bleibt an dem Thema dran. Quelle: Norbert Stein

Die Gemeindevertreter haben die Vorschläge des Landkreises nach einer umfangreichen Diskussion abgelehnt. Der Schulweg sei nicht das Problem, so die Meinung der Abgeordneten. Ihn als Einbahnstraße auszuweisen würde bei Veranstaltungen beiderseits des Weges im Spielzeugmuseum und im Schloss eher zu Problemen führen, aber nicht für mehr Verkehrssicherheit.

Erneute Bekräftigung

Die Gemeinde wird nun die vom Landkreis eingeräumte Möglichkeit, zum Ablehnungsbescheid Stellung zu nehmen, nutzen und erneut eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich der Bushaltestellen fordern. Einen von Bewohnern des Dorfes geforderter Antrag für ein Tempolimit im Dickter Weg wird die Gemeinde nicht stellen.

Die Gemeindevertretung sieht dafür mehrheitlich keine Notwendigkeit – für Kleßen und Görne seien Gesamtlösungen und -konzepte anzustreben.

Von Norbert Stein

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