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Rhinow Ministerin sieht keine Hinweise auf Missbrauch
Lokales Havelland Rhinow Ministerin sieht keine Hinweise auf Missbrauch
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17:17 12.12.2019
In einem TV-Beitrag werden gegen die Einrichtungen Regenbogenhaus und Knolle Bolle Haus schwere Vorwürfe erhoben. Quelle: Christin Schmidt
Liepe/Kriele

Nur, wenn sich ein konkreter Verdacht ergibt, der darauf schließen lässt, dass im KinderheimRegenbogenhaus“ in Kriele das Kindeswohl gefährdet wurde, kann es weitere tiefer gehende Untersuchungen zu den Vorwürfen geben, die ein bislang anonymer Zeuge in einer Sendung des ZDF-Magazins Frontal 21 erhoben hat. Demnach seien Kinder geschubst und geschlagen worden. In der Sendung wird zudem erwähnt, dass sich Erzieher auf Kinder legen, um sie ruhig zu stellen.

Keine Hinweise

Die Sprecherin des Ministeriums für Bildung, Jugend und Soziales hatte bereits darauf verwiesen, dass sich Betroffene, die diese Vorwürfe bestätigen können, melden müssen. Bislang gebe es keine Hinweise auf Missstände im „Regenbogenhaus“. So antwortete Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag im Landtag auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke.

Nur nach Absprache

In dem Fernsehbeitrag hieß es, an den Kindern würden auch „schamanische Rituale“ praktiziert. Gegenüber dem Jugendamt des Landkreises Havelland und gegenüber dem Bildungsministerium hatte die Leitung des Regenbogenhauses das allerdings zurückgewiesen. Es gebe lediglich ein schamanisches Sommercamp, an dem die Kinder auf freiwilliger Basis teilnehmen dürfen und zwar nach Absprache mit den Eltern.

Ministerin ist skeptisch

Grundsätzlich distanzierte sich Britta Ernst am Donnerstag im Landtag von schamanischen Ritualen in Kinder- und Jugendheimen. „Ich sehe schamanische Rituale skeptisch“, sagte sie. Die Leitung des „Regenbogenhauses“ sei inzwischen zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

Schamanische Rituale in Kinderheimen machen Ministerin Britta Ernst skeptisch. Quelle: Friedrich Bungert

Diese liege aber noch nicht vor. Mit den Kindern in der Einrichtung habe man noch nicht gesprochen. Das sei schon deshalb problematisch, weil die Kinder, die im „Regenbogenhaus“ leben, zum Teil schwer traumatisiert und sehr jung sind.

Auch der Kreis prüft

Das Jugendamt und die Kreisverwaltung im Havelland stellen derweil weitere eigene Nachforschungen an. Wie zu erfahren war, sollen inzwischen auch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im „Regenbogenhaus“ gewesen sein. Die Leitung des „Regenbogenhauses“ hatte gegenüber Reportern des RBB alle Vorwürfe zurückgewiesen. Richtig sei aber, dass Kinder in bestimmten Situationen festgehalten werden, um sie vor sich selbst zu schützen, wie die Heimleitung verdeutlichte. Auch die Methode, sich auf Kinder zu legen, sei nicht unüblich hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums für Bildung, Jugend und Soziales. Das müsse aber stets mit Eltern abgesprochen werden.

Von Joachim Wilisch

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