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Rhinow Sonnenstrom vom Grundschuldach
Lokales Havelland Rhinow Sonnenstrom vom Grundschuldach
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14:04 18.09.2019
Die Energiegenossenschaft Westhavelland wird auf dem Dach der Grundschule Hohennauen eine Photovoltaikanlage installieren. Quelle: Foto: Norbert Stein
Hohennauen

Die Schüler der Kleinen Grundschule Hohennauen sind erfolgreiche Energiedetektive. Sie haben schon viele Möglichkeiten aufgespürt zur Einsparung von Strom in ihrer Grundschule.

So achten sie darauf, dass in den Klassenräumen in den Unterrichtspausen die Beleuchtung ausgeschaltet wird. Monatlich widmen sie eine Unterrichtsstunde einem bestimmten Klimaschutzthema.

Einsparung dank engagierter Schüler

Mit ihren Energiesparaktivitäten haben die Kinder eine Reduzierung des Energieverbrauches im Schulgebäude von über zehn Prozent bewirkt. Für diese wichtige Arbeit wurden sie auch schon mit Preisen geehrt. Der Klima-Aktionstag Anfang September war ihr letzter großer Erfolg. Aber es wird nicht der letzte bleiben.

Eine weitere Energie-Erfolgsstory ist schon in Vorbereitung Die Gemeinde Seeblick als Eigentümerin des Schul- und Kita-Gebäudes in Hohennauen hat einer Vereinbarung mit der Energiegenossenschaft Westhavelland zugestimmt. Die Übereinkunft ermöglicht der Energiegenossenschaft die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Schuldach.

Vorarbeiten sind erledigt

Die wichtigsten Vorbereitungen sind dafür bereits getroffen. „Das Vorhaben soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden“, sagt Jens Aasmann. Der Direktor des Amtes Rhinow bildet gemeinsam mit Sabine Spießmacher den ehrenamtlichen Vorstand der Energiegenossenschaft Westhavelland.

Die Photovoltaikanlage auf dem Hohennauener Schuldach mit 25,2 kW Leistung sei für die Energiegenossenschaft eine gute Gelegenheit, sich mit einem weiteren Vorhaben für die lokale Energieerzeugung und gegen den Klimawandel zu engagieren, sagt Jens Aasmann.

Eigenversorgung ist das Ziel

Der mit Hilfe der Sonne erzeugte Strom auf dem Dach soll vorrangig für die Energieversorgung der Kleinen Grundschule und der Kita verwendet werden.

Der für das Schul- und Kita-Gebäude benötigte Strom kommt mit Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage vom Dach des Hauses, vorausgesetzt die Sonne scheint dafür intensiv genug. Genügt die Leistung nicht, wird das Gebäude mit zusätzlichem Strom aus dem öffentlichen Netz versorgt.

Stabiler Strompreis zugesichert

Erzeugt die Photovoltaikanlage mehr Strom, als im Gebäude benötigt wird, wird dieser in das öffentliche Netz eingespeist. Die Energiegenossenschaft Westhavelland sichert der Gemeinde einen Brutto- Strompreis für die Schule und Kita zu, der unter dem Angebot des jetzigen Versorgers liegt und auch bei einer Änderung der EEG-Umlage Bestand hat.

Der Vertrag zur Nutzung des Schuldachs für eine Photovoltaikanlage hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Ein ähnliches Projekt hat die Energiegenossenschaft mit derzeit 80 Mitgliedern bereits in der Grundschule Nennhausen erfolgreich realisiert. Die Photovoltaikanlage hat eine Leistung von 70 kW.

Anlagen in Kleßen, Möthlow und Rathenow

Weitere Anlagen von jeweils 20 kW hat die Energiegenossenschaft auf Dächern in Kleßen und Möthlow. Drei weitere Anlagen wurden in Rathenow installiert. Für das Jahr 2018 hat die Generalversammlung der Energiegenossenschaft Westhavelland die Auszahlung einer Dividende von zwei Prozent beschlossen. Es ist die erste Dividende seit Gründung der Genossenschaft im Jahr 2012.

Von Norbert Stein

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