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16:00 22.07.2019
Hartmut Wörner. Geschäftsführer der Karl May Gesellschaft gestaltete und eröffnete die Ausstellung. Quelle: Norbert Stein
Rhinow

Eine solche Ausstellung war wohl noch nie zu sehen in der Rhinower Kirche. Gerade auch deshalb macht sie Lust, besichtigt zu werden. Unter dem Titel „Großmystiker trifft Kunstfotograf“ hatten Mitglieder des Fördervereins der Stadtkirche Rhinow am Sonntagnachmittag zu einer Vernissage eingeladen.

Im Mittelpunkt stand ein Mann, der eigentlich auf ganz andere Weise berühmt wurde als es die Ausstellung widerspiegelt. „Lassen sie sich überraschen“, begrüßte um 15 Uhr Wilfried Zachert seitens des Gemeindekirchenrates Rhinower Ländchen die Besucher im Gotteshaus.

Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Stadtkirche Rhinow, Jürgen Schindler-Clausner, führte durch das Programm und eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Karl May Gesellschaft Hartmut Wörner.

Der Vorsitzende des Fördervereins der Stadtkirche Rhinow, Jürgen Schindler-Clausner, führte durch das Programm. Quelle: Norbert Stein

Der hatte die Ausstellung auch konzipiert und gestaltet. Dazu wählte Wörner Bilder des Fotografen Timm Stütz aus und brachte diese zusammen mit Texten von Karl May auf 20 Ausstellungstafeln, die nun in und vor der Kirche zu sehen sind.

Karl May ist bis heute vor allem als Autor spannender Abenteuererzählungen und Schöpfer mythischer literarischer Figuren wie Winnetou und Old Shatterhand bekannt“, erklärte Hartmut Wörner.

Weniger bekannt sei, dass sich May in seiner letzten Schaffensphase ab 1900 als „Märchenerzähler“ definierte. In seinen symbolischen und spirituellen Erzählungen aus dieser Zeit machte Karl May sich als Freund der Friedensnobelpreisträgerin von 1905, Bertha von Suttner, für eine nächstenliebende Humanität und den Weltfrieden stark.

Gabriele Knoblauch und Matthias Staiger von der Kunst- und Musikschule TonArt begleiteten die Vernissage musikalisch. Quelle: Norbert Stein

Am Vorabend des Ersten Weltkrieges wandte er sich gegen den herrschenden militaristischen Zeitgeist und propagierte eine Entwicklung zum Edlen im Menschen. Genau diesem Karl May widmet sich nun die Ausstellung.

Seine „Himmelsgedanken“ aus dem Jahr 1900 sind ein Beispiel für diese Entwicklung. Auf einer Tafel in der Kirche ist dazu May zu lesen: „Die Grenze zwischen Land und Wasser verläuft meist nicht in gerader Linie. So hat auch im Menschen die Scheidelinie zwischen dem Guten und dem Bösen ihre Buchten und Winkel; welche der Bildung von Sümpfen Vorschub leisten“.

Tekla Zachert und Martina Schimke vom Förderverein die Besucher lasen Erzählungen von Karl May vor. Quelle: Norbert Stein

Mit seinen einführenden Worten zur Ausstellung stellte Hartmut Wörner auch die von ihm herausgegebene, mit Fotos von Timm Stütz gestaltete und im Karl-May-Verlag erschienene Anthologie „Karl May – Märchen und Visionen“ vor.

Anschließend unterhielten Tekla Zachert und Martina Schimke vom Förderverein die Besucher, indem sie Erzählungen von May vorlasen.

Gabriele Knoblauch und Matthias Staiger von der Kunst- und Musikschule TonArt begleiteten die Vernissage musikalisch. Im Anschluss lud der Förderverein die Besucher zur Kaffeetafel. Die Ausstellung wird bis zum 31. Oktober gezeigt.

Von Norbert Stein

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