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Rhinow Sorgen um die finanzielle Entwicklung des Amtes
Lokales Havelland Rhinow Sorgen um die finanzielle Entwicklung des Amtes
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16:38 29.12.2019
Blick auf die Stadt Rhinow, Sitz der Amtsverwaltung. Quelle: Dirk Fröhlich
Rhinow

Dörfer zum Wohlfühlen, Wasser zur Erholung, etliche Sehenswürdigkeiten und ein reges Vereinsleben zur Entspannung. Das Ländchen Rhinow hat von allem etwas zu bieten und ist auf dem besten Weg, noch attraktiver und lebenswerter zu werden.

So jedenfalls sieht es der Amtsdirektor, der mit dem zu Ende gehenden Jahr im Wesentlichen zufrieden ist. „Unsere Gemeinden und die Verwaltung sind 2019 wieder gut vorangekommen“, sagt Jens Aasmann und nennt Beispiele: den neu gestalteten Sportplatz der Grundschule Rhinow, den abgeschlossenen zweiten Bauabschnitt bei der Sanierung der Stöllner Kita und die Erneuerung der Medientechnik im Verwaltungsgebäude.

Rund 900000 Euro investiert

Insgesamt wurden in den Gemeinden des Amtes Rhinow in diesem Jahr rund 900 000 Euro investiert. Zudem wurde mit der Vorbereitung weiterer Vorhaben begonnen, die nun im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen.

Die Sanierung des Schulsportplatzes Rhinow war eines der wichtigsten Vorhaben in diesem Jahr im Amt Rhinow. Quelle: Norbert Stein

Bewilligt das Land den Rhinower Gemeinden beantragte Fördermittel, können im kommenden Jahr im Amtsbereich Investitionsvorhaben in Höhe von insgesamt 4,4 Millionen Euro realisiert werden. Die notwendigen Eigenmittel können die Gemeinden wieder mit Hilfe eines gemeinsamen Investitionsfonds und aus eigener Finanzkraft sichern.

Neue Brücke über die Dosse

Wichtige Vorhaben im Jahr 2020 sind der Ersatzneubau der Dossebrücke bei Rübehorst, die Gestaltung des Umfelds der Turnhalle Rhinow und die Umgestaltung der Liegewiese am See in Hohennauen.

Dazu kommen der 3. Bauabschnitt bei der Sanierung der Kita Stölln, die Umgestaltung des Jugendclubs Spaatz zu einem multifunktionalen Dorfgemeinschaftshaus, die Erschließung eines neuen Wohngebietes in der Turmstraße/Schönholzer Weg in Rhinow und die Erneuerung der Elektroanlage im Kita-Schulkomplex Hohennauen.

Rhinows Amtsdirektor Jens Aasmann. Quelle: Markus Kniebeler

Jens Aasmann benennt aber auch notwendige Straßenreparaturen, die Unterhaltung kommunaler Einrichtungen und den Ausbau der touristischen Infrastruktur – etwa die Schaffung von Stellplätzen für Caravans in einem oder mehreren Dörfern am Wasser – als wichtige Aufgaben im kommenden Jahr.

Geld wird knapper

Dafür das notwendige Geld aufzubringen, fällt den Gemeinden allerdings immer schwerer. Schon längst lassen sich etwa nicht mehr alle Straßen reparieren, weil dafür das nötige Geld fehlt in den Gemeindekassen. Der Amtsdirektor sieht die finanzielle Einwicklung der Gemeinden mit großer Sorge. Bis auf Kleßen-Görne werden zwar noch alle Gemeinden für 2020 einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommen. Dafür müssen sie wie schon in den Vorjahren wieder erhebliche Rücklagen einsetzen.

Rücklagen bald aufgebraucht

Rhinow kommt zudem nicht um eine Kreditaufnahme für das geplante neue Wohngebiet herum. Werden Land und Bund die finanzielle Ausstattung der Kommunen nicht deutlich aufbessern, sieht Aasmann auf alle Gemeinden des Amtes krasse Haushaltsprobleme zukommen. Nach heutigem Stand werden sie spätestens in zwei oder drei Jahren ihre Rücklagen aufgebraucht haben und nicht mehr ohne Haushaltssicherungskonzepte auskommen. Kleßen-Görne steht schon 2020 vor einer solchen Situation.

Unermüdliche Ehrenamtler

Dennoch bescheinigt Aasmann den Bürgermeistern und Abgeordneten einen verantwortungsvollen Umgang mit den kommunalen Finanzen bei den Haushaltsvorbereitungen für das nun „an die Tür klopfende Jahr 2020“. Zudem würdigt er das Engagement der Ehrenamtler und Vereine, attraktive Freizeitangebote im Ländchen Rhinow zu schaffen.

Von Norbert Stein

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