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Rhinow Schweizerin belebt Dorfkirche mit Konzert
Lokales Havelland Rhinow Schweizerin belebt Dorfkirche mit Konzert
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17:10 14.07.2019
Die Schweizer Musikerin Corina Marti spielte nach 2018 erneut ein Dorfkirchenkonzert in Görne Quelle: Uwe Hoffmann
Görne

 Torsten Kluge, Vorstandsmitglied des Fördervereins, begrüßte am Samstag die Gäste im Görner Gotteshaus und eröffnete das erste Sommerkonzert in der Dorfkirche in diesem Jahr.

Das bereicherte die Musikerin
Corina Marti aus der Schweiz mit Melodien des 16. Jahrhunderts, der Zeit der Renaissance, aus Italien, Frankreich und Polen spielte.

„Das Virginal ist ein typisches Instrument der Renaisance-Zeit, vor allem in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Italien“, erzählte Marti. „Vom Klang und Aufbau könnte man das Virginal am ehesten mit einem wohl besser bekannten Spinett vergleichen.“

Die Schweizer Musikerin Corina Marti vor der Dorfkirche in Görne. Quelle: Uwe Hoffmann

Das wenig bekannte Virginal ist ein Nachbau eines Originals einer damals bekannten italienischen Werkstatt aus dem Jahr 1540. Ebenso unbekannt sind wohl den meisten Menschen die Komponisten der Renaissance-Zeit.

„Zur Renaissance gab es noch keine extra veranstalteten Konzerte, wie zum Beispiel ein Jahrhundert später im Barock. Musik wurde hauptsächlich zur Unterhaltung rund um ein opulentes Mahl gespielt“, so Corina Marti weiter. „Musikalisch gibt es vor allem zwei Varianten: die fröhlichen, leichten Tänze und dann eher schwerere Musik.“

Marti ließ einige der Tänze, der Gaillarden, wie des Franzosen Pierre Attaingnant, des Italieners Ippolito Tartaglino und des Polen Johannes de Lublin erklingen.

„Ein wunderbarer Sommerabend“

„Das war ein wunderbarer Sommerabend mit musikalischer Untermalung“, freute sich Torsten Kluge nach dem 45-minütigen Konzert. Er lud die Gäste aus Landin, Görne und Berlin anschließend zum gemütlichen Beisammensein vor der Kirche mit einem Imbiss und einem Glas Wein ein.

„Ich spiele gern auch im nächsten Jahr wieder ein Konzert in der Görner Kirche. Aber ich würde auch gern einmal ein paar Tage Urlaub hier verbringen“, bemerkte Marti.

Die Schweizer Musikerin studierte an der Musikhochschule in Luzern und Basel mittelalterliche Tasteninstrumente und die Musik des Mittelalters, der Renaissance- und Barockzeit. Neben ihren Konzerten als Solistin und im Ensemble unterrichtet Corina Marti an der Musikhochschule Basel „Scola Cantorum Basiliensis“.

Der Holzwurm setzt der Kirche zu

Görne gehört mit sechs weiteren Gemeinden zur Kirche im Friesacker Ländchen. „In unserer Kirche finden nur noch wenig Gottesdienste mit dem Friesacker Pfarrer Udo Gerbeth statt. Die Orgel wird dazu gar nicht mehr benutzt“, erklärt Torsten Kluge.

Die Menschen im Dorf, auch viele Nichtmitglieder der Kirchgemeinde, wollen die 1728 als Fachwerkbau errichtete Kirche erhalten. Der beste Weg sei es, sie zu nutzen. „Dazu bieten wir Veranstaltungen, wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen an. Gerade macht uns der in der Kirche aktive Holzwurm zu schaffen“, so Kluge.

Das zweite Sommerkonzert, das für den 20. Juli geplante Orgelkonzert muss aus technischen Gründen ausfallen. Am Abend des 19. Juli erklärt die ausführende Firma im Rahmen einer Führung ihre darauffolgenden Arbeiten zur Bekämpfung des Holzwurms.

Von Uwe Hoffmann

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