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Rhinow Strodehne feiert sein Brückenjubiläum
Lokales Havelland Rhinow Strodehne feiert sein Brückenjubiläum
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15:04 10.07.2019
Christian Freitag organisiert für den Heimatverein und Ortsbeirat Strodehne die Veranstaltung „20 Jahre Havelland-Brücke“. Quelle: Norbert Stein
Strodehne

Majestätisch spannt sich die 98 Meter lange Havelland-Brücke bei Strodehne über die Havel. Das Blau der Brückenbogen konkurriert mit dem Himmel über dem Dorf und steht im satten Kontrast zu den Wiesen in der Havellandschaft.

Langer Atem

Lange haben die Strodehner mit vielen Verbündeten um das Bauwerk gekämpft und für den Erfolg einen langen Atem bewiesen. 1999 war es dann soweit. Die Brücke wurde eingeweiht und auf den Namen „Havelland“ getauft.

Menschen kommen zueinander

Das Bauwerk aus Beton und Stahl verbindet seither die Region mit Sachsen-Anhalt. „Diese Brücke verbindet Länder und bringt Menschen einander näher“, sagt Christian Freitag vom Heimatverein Strodehne. 20 Jahre ist es mittlerweile so und das soll gewürdigt werden.

Neben der Brücke steht eine Informationstafel. Hier erfahren Interessierte, warum das Bauwerk errichtet wurde. Quelle: Norbert Stein

Am Freitag den 26 Juli, einen Tag vor dem traditionellen Strodehner Havelfest, wollen Heimatverein und Ortsbeirat das Jubiläum zum Anlass nehmen, um allen Beteiligten, die in den 1990er Jahren geholfen haben das Vorhaben Brückenbau auf den Weg zu bringen und zu realisieren, noch einmal Dank zu sagen für das Engagement.

Rückblick und Erinnerung

„Und da kommen einige zusammen“, sagt Christian Freitag, der seitens der Gastgeber die Veranstaltung federführend vorbereitet mit weiteren Helfern. Der Organisationschef hatte die Idee zu der Feier. Die Vorbereitungen dazu laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Geplant ist eine Veranstaltung, die Raum bietet für Erinnerungen, Rückblicke gute Gespräche und Unterhaltung.

Der Großvater war Fährmann

Christian Freitag weiß sehr gut, wie es war, als es noch keine Brücke gab. Denn sein Großvater Otto Ganzer war der erste Fährmann auf der Fähre, die 1971 eine marode und gesperrte Holzbrücke ersetzte. Viele Jahre brachten Fährleute Menschen, Tiere und Fahrzeuge über die Havel.

Willi Paproth  interessiert sich für die Strodehner Dorfgeschichte und erinnert sich gerne an die letzte Fährfahrt. Quelle: Norbert Stein

Die Fähre war die einzige Möglichkeit zur Überquerung der Havel bei Strodehne. 1977 erklärte das Land Brandenburg als Eigentümer und Betreiber, es werde den Fährbetrieb einstellen, um Kosten zu sparen. Es wurde zunächst keine Ersatzlösung für die Havelüberquerung angeboten. Damit wollten sich die Menschen beiderseits der Havel nicht abfinden.

Mit dem ORB

Gemeinsam kämpften sie für den Bau einer Brücke, gründeten dafür extra einen Verein, holten Presse, Funk und Fernsehen an die Havel und fanden viele Unterstützer, zu denen die Landkreise, die Bundeswehr, Landwirte, Gewerbetreibende und viele Menschen aus den umliegenden Dörfern gehörten.

Ohne Brücke keine Buga

Das Land willigte schließlich ein, die Brücke wurde gebaut. Das Bauwerk über die Havel beeinflusste die wirtschaftliche Entwicklung in der Region positiv, förderte den Tourismus und das Miteinander der Menschen. Ohne die Brücke wäre wohl auch die Bundesgartenschau 2015 im Havelland nicht möglich gewesen, meint Christian Freitag.

Aus Richtung Havelberg geht es über die Brücke ins Ländchen Rhinow. Quelle: Norbert Stein

Aus beiden Richtungen werden Gäste in Booten auf der Havel am 26. Juli zur Brücke kommen. Nach einigen Kulturdarbietungen wird es im Hof der Gaststätte Heinrich in Strodehne einen Vortrag zur Fähr- und Brückengeschichte geben. Zudem wird eine Aufzeichnung der ORB-Sendung „Vor Ort“ gezeigt, in der es um die Strodehner Brücke ging. Helga Lensch, die die Sendung damals moderierte, wird ebenfalls zum Brückenjubiläum erwartet.

Viele Gäste

Außerdem haben Landrat Roger Lewandowski und sein Vorgänger und Brückenbauunterstützer Burkhard Schröder, der Havelberger Bürgermeister Bernd Poloski und viele weitere Gäste zugesagt, an dem Festakt teilzunehmen.

So wird gefeiert

Das ist der Ablauf zur Veranstaltung „20 Jahre Havelland-Brücke am 26. Juli in Strodehne“:

13 Uhr: Begrüßung und Eröffnung auf dem Festplatz an der Havel

13.30 Uhr: Fahrt der geladenen Gäste mit Booten zum Anleger an der Brücke

13.45 Uhr: Kulturelle Umrahmung auf und über die Brücke.

14.45: Vortag auf dem Hof der Gaststätte Heinrich mit anschließender Filmschau.

16 Uhr: Erinnerungsaustausch und gemütliches Beisammensein auf dem Festplatz.

Von Norbert Stein

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