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Rhinow Viele Angebote zur 25. Brandenburger Landpartie
Lokales Havelland Rhinow Viele Angebote zur 25. Brandenburger Landpartie
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12:26 16.06.2019
Hartmut Badtke (links) und Thomas Prüßner zeigten in der Jagdhütte „Lernort Natur“ auf dem Gut Glewe zahlreiche Tierpräparate. Quelle: Norbert Stein
Rhinow/Großderschau

 Im Havelland hatten am Wochenende viele Landwirte zur 25. Brandenburger Landpartie ihre Höfe geöffnet und Vereine zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Auf den Gut Glewe in Rhinow begrüßten Jagdhornbläser am Samstagvormittag die ersten Besucher, zu denen auch Uwe Schmidt gehörte. In Spaatz hatte er einen Kremser an seinen Oldi-Traktor gekoppelt und war mit der Familie und Freunden auf das Anwesen am Rhinower Ortsrand gekommen.

Ausflug ins Westhavelland

In der Prignitz war am Morgen Paul Bellow zu einem Ausflug in das Westhavelland gestartet. Der Gülper See war sein Ziel. Doch so weit kam er erst einmal nicht. In Rhinow sah er vor dem Gut Glewe die Einladungsplakate zur Landpartie. Er entschloss sich zu einem Spontanbesuch und war nach einem Rundgang zufrieden.

Das Gut Glewe ist ein junger Landwirtschafts- und Forstbetrieb, den Hartmut Badtke mit seiner Frau im Nebenerwerb führt. Vor einigen Jahren kauften sie das 1870 erbaute Gut Glewe und erwarben damit auch 120 Hektar Land. Dazu gehörte ein Flurstück, das früher von der Landwirtschaft für Verwaltung, Garagen und Lagerhallen genutzt wurde. Heute erinnert nur noch wenig daran. Das Anwesen wurde saniert, aus ehemaligen Büroräumen wurden Unterkünfte für Jagdgäste.

Auf Gut Glewe konnte Damwild in einem Gatter bestaunt werden. Quelle: Norbert Stein

Auf dem Hof steht einer große Jagdhütte. Hier treffen sich Jäger in gemütlichen Runden. Zur Landpartie war die Jagdhütte der„Lernort Natur“. Thomas Prüßner vom Hegering Rhinower Ländchen zeigte den Besuchern viele Tierpräparate, informierte zur Waldwirtschaft und die vielseitigen Aufgaben der Jäger. „Wir wollen den Besuchern zeigen, dass Jagd und Forstwirtschaft unverzichtbar sind zum Erhalt der Natur“, erklärte Hartmut Badtke.

Die Besucher konnten Hochsitze und Traktoren besichtigen, bekamen Informationen zum Jagdwesen und in einem Gehege Damwild zu sehen. Udo Schäfer von der „Kreuterey Wolsier“ war mit Gewürz-, Heil- und Gemüsepflanzen auf dem Hof. Es gab Musik, Wildbratwurst und gebackenes Wildschwein. Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen kommt der Grundschule Rhinow zu Gute. Auf dem Gut Glewe wird Wild vermarktet und auf Anfrage verkauft. Ein Hofladen sei das Zukunftsziel, erklärte Hartmut Badtke.

Empfang mit Blasmusik

Auf dem Kolonistenhof in Großderschau wurden die Besucher vom Premnitzer Blasorchester mit Böhmischer Blasmusik empfangen. Der Heimatverein zeigte altes Handwerk und lud ein zu Genüsslichkeiten aus dem Lehmbackofen. „Die Akzeptanz für die moderne Landwirtschaft zu erhalten ist hartes Brot“, sagte Johannes Funke, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, und lobte die Gastgeber für ihre Pflege dörflicher Traditionen.

Auf dem Kolonistenhof in Großderschau plauderten Doris Kietzmann (rechts) und Helga Klein vom örtlichen Heimatverein mit Johannes Funke, dem Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland, über dörfliche Traditionen. Quelle: Norbert Stein

Johanna Leu, Vorsitzende des Kulturfördervereins Mark Brandenburg, begrüßte die Besucher mit einem von ihr verfassten und den Dörfern im Ländchen Rhinow gewidmeten plattdeutschen Gedicht.

Anschließend begingen die Großderschauer die Landpartie mit Plattdeutsch, gemeinsam mit Plattsnackern aus Havelberg, Kyritz und Stüdenitz. Peter Kurth, Vorstandmitglied des Kulturförderverein, führte durch das rund einstündige Programm, zu dem eine Aufführung „Herr von Ribbeck“ des Marionettentheaters Lindenberg überleitete.

Von Norbert Stein

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