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Rhinow Wilfried Zacherts Reise durch die Heilige Nacht
Lokales Havelland Rhinow Wilfried Zacherts Reise durch die Heilige Nacht
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09:03 24.12.2019
Wilfried Zachert an der Lütkemüller-Orgel in der Dorfkirche Stölln. Quelle: Norbert Stein  
Rhinow

Die Orgel wird gerne als Königin der Musikinstrumente bezeichnet. Das Orgelspiel gehöre eigentlich auch zu jedem Gottesdienst, meint Wilfried Zachert, Organist im Ehrenamt im Ländchen Rhinow. Gerade zu Weihnachten und insbesondere am Heiligabend möchten die Besucher der Gottesdienste auf eine Orgelbegleitung nicht verzichten. Sie sorgt für besondere eine festliche Atmosphäre, in der man sich wohl fühlt.

Zunächst die Renovierung

Vor 23 Jahren kam Wilfried Zachert in das Havelland und damit begann für ihn das Orgelspiel – sozusagen als neue Aufgabe nach mehrjähriger Pause auf der Rhinower Kirchenorgel, welche damals außerordentlich renovierungsbedürftig war.

Mit vollem Werk

Deshalb wurde auch als erstes an dieser Kirche die Orgel renoviert. Mit ihrer Einweihung erklang sie wieder mit „vollem Werk“, erklärt Wilfried Zachert. Seine Orgelprüfung hat Zachert schon als junger Mann 1969 in der Wolfenbütteler Kirche vor dem Prüfungsausschuss abgelegt.

In allen Dörfern

Der Gemeindekirchenrat Ländchen Rhinow sorgt seit einigen Jahren am Heiligabend in allen fünf Dörfern seiner Region für Gottesdienste, in Rhinow, Strodehne, Gülpe, Prietzen und Stölln. Dies verlangt eine straffe Organisation und funktioniert nur, weil Pfarrer Hardy Enseleit und Lektorin Barbara Zachert sich die Arbeit teilen, wie auch die Organisten Hanna Seefeld aus Rathenow und Wilfried Zachert aus Neuwerder.

Die Kirche in Stölln ist zum Gottesdienst am Heiligabend festlich  geschmückt. Quelle: Norbert Stein  

Der Pfarrer hält die Gottesdienste in Rhinow und Strodehne, die Lektorin in den anderen drei Dörfern, die sie gemeinsm mit ihrem Mann, dem Organisten, besucht. „Die Aufgabe des Organisten ist, die gesungenen Lieder, die immer wieder die Herzen der Besucher höher schlagen lassen, zu begleiten“, erklärt Zachert. Auch sei es seine Aufgabe Begleitstücke auszuwählen, die ein leichtes Mitsingen ermöglichen.

Abwechslungsreicher Tag

Für den Organisten Wilfried Zachert wird der Heiligabend abwechslungsreich. Da in Gülpe und Prietzen keine bespielbare Orgel steht, bringt er ein Keyboard mit in beide Dorfkirchen. Aber das werde der Freude am Heiligabend keinen Abbruch leisten, versichert der Organist.

Junge Musiker

In der Gülper Dorfkirche spielen zudem zwei Musiker der Deutschen Oper, Nikolaus Popa und Sabine Müller, mit Cello und Fagott einige Musikstücke zum festlichen Anlass. In Prietzen haben sich junge Leute angekündigt, welche mit Instrumenten einen Beitrag zum Gottesdienst am Heiligabend beisteuern möchten.

Auch in der Stadtkirche Rhinow ist Heiligabend Gottesdienst. Quelle: Norbert Stein  

Das freut den Organisten besonders. Bevor auch für ihn und seine Familie der gemütliche Teil des Abends beginnt, darf er noch an der kleinen, aber feinen Lütkemüller-Orgel in Stölln spielen. Diese Orgel habe ihre Reize in einer großen Klangfülle, sagt Zachert, der am Heiligen Abend in den Kirchen besonders oft „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Oh du fröhliche“, spielt.

Persönliche Lieblingslieder

Seine persönlichen Weihnachtslieblingslieder sind „Weil Gott in dieser Nacht erschien“ und „Freu dich Erd und Sternenzelt“. Wilfreid Zachert möchte die Orgel oder ein anderes Instrument bei keinem Gottesdienst vermissen. Doch er hat Sorge um den Nachwuchs. Als stellvertretender Vorsitzender des Gemeindekirchenrates möchte er Interessenten am Orgelspiel unterstützen.

Die Freude kommt

Wer Klavier spielen kann, kann auch die Orgel erlernen, ist seine Überzeugung. Wilfried Zachert versichert allen, die Orgel lernen möchten: „Nach der Mühe kommt die Freude.“

Von Norbert Stein

Die junge Landwirtin Nadine Reitz arbeitet auch den Feiertagen. Sie versorgt bei der AG Gülpe die fünf Herden mit Mutterkühen und Kälbern.

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