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Rhinow Alte Kita wird neues Baugebiet
Lokales Havelland Rhinow Alte Kita wird neues Baugebiet
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14:02 26.04.2019
Ortsvorsteher Bill Neubüser sieht für die Entwicklung des ehemaligen Kita-Geländes zum Wohngebiet gute Chancen. Quelle: Norbert Stein
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Havelaue

Die Abgeordneten der Gemeinde Havelaue haben den Entwurf des Bebauungsplanes „Ehemaliges Kita-Gelände“ im Ortsteil Wolsier gebilligt. Die Planungsunterlagen liegen nun bis zum 16. Mai im Bauamt in Rhinow zur öffentlichen Einsichtnahme und Stellungnahmen aus.

Möglichst noch vor den Kommunalen am 26.Mai möchte die Gemeindevertretung den Bebauungsplan „Ehemaliges Kita-Gelände“ Wolsier beschließen. Die Abgeordneten der Gemeinde Havelaue haben dazu jetzt den Entwurf des Bebauungsplanes gebilligt. Die Planungsunterlagen liegen nun öffentlich aus.

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Der Ortsvorsteher von Wolsier, Bill Neubüser, ist zufrieden mit dem Weg, der nun für die 6500 Quadratmeter große Fläche am südöstlichen Ortsrand von Wolsier eingeschlagen wurde. Ende der 1980er Jahre hatte die damals noch eigenständige Gemeinde Wolsier auf der Fläche mit dem Bau eines Kindergartens begonnen.

Auch Verbotsschilder können Baumschnitt und Grünabfälle nicht verhindern. Quelle: Norbert Stein

Das Bauvorhaben blieb in der Wendezeit stecken. Seither steht das halb fertige Gebäude umschlungen von Sträuchern und Bäumen als angefangener Rohbau in der Landschaft. Gelegentlich erkundigten sich immer wieder mal Kaufinteressenten bei der Gemeinde oder im Amt Rhinow.

Ein Kaufgebot gab es nicht. Die Fläche verwilderte zusehends, wurde ein unerlaubter Abladeplatz für Gartenabfälle und Grünschnitt. Verbotsschilder konnten daran auch nichts ändern. Bill Neubüser bemüht sich schon seit längerer Zeit für eine Entwicklung des ehemaligen Kita-Geländes.

Die Fläche biete Potenzial zur Ansiedlung von jungen Familien, sagte der Ortsvorsteher mehrmals zu unterschiedlichen Anlässen. 2018 ließ die Gemeindevertretung für Wolsier eine Abrundungs- und Ergänzungssatzung erarbeiten. Im Ergebnis der Diskussion entschieden die Abgeordneten für das ehemalige Kita-Gelände einen gesonderten einfachen B-Plan erarbeiten zu lassen.

So lasse sich das Gebiet am besten entwickeln, begründete Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke zuvor die weitere Vorgehensweise. Der Plan sieht vor, von der Gesamtfläche rund 4200 Quadratmeter für die Wohnbebauung festzusetzen. Die Gesamtfläche lasse sich gut in drei Grundstücke teilen, so Planer Hagen Roßmann. Gärten und Kleintierhaltung werden möglich sein. Verkehrsseitig könnte das Baugebiet von der Hauptstraße aus über eine Stichstraße angebunden werden. Die Gesamtfläche hat mehrere Eigentümer. Die Gemeinde ist aber Haupteigentümerin.

Von Norbert Stein