Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Ritterspektakel auf der Zitadelle lockte Tausende an
Lokales Havelland Ritterspektakel auf der Zitadelle lockte Tausende an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:07 22.04.2019
Stuntmänner- und frauen vom Team „Arturius“ sorgten für die Ritterkämpfe zu Pferd und am Boden. Quelle: Ulrich Hansbuer
Spandau

Montagabend um 19 Uhr hieß es kurz und knapp: „Die Ritter sind müde und kaputt und gehen nach Hause.“ Veranstalter Gerd Schulz hatte in seiner Bilanz für das 13. Ritterosterspektakel auf der Zitadelle fast 18000 Besucher zu stehen. „Wir waren drei Tage mit dem Wettergott im Bunde. Die Leute hatten Spaß und Unterhaltung und die Händler haben viele Taler verdient.“

Mehr als 130 Stände

Schlangen hatten sich übers Wochenende immer vor der Ritter-Schenke gebildet, wo mittelalterliches Bier und Met ausgeschenkt wurden. Mehr als 130 Stände und Ritterzelte verwandelten den Innenraum der Zitadelle Spandau in ein mittelalterliches Heerlager.

Auf drei Bühnen erlebten die Gäste schillernde Figuren im Schein der Fackeln mit eleganten, tänzerischen Bewegungen, begleitet von festlichen Klängen.

Feuer durfte beim Rittefest nicht fehlen. Quelle: Ulrich Hansbuer

Feuerkünstler erzählten in virtuosen Feuerbildern die älteste Geschichte der Welt, es gab dekorative Zelte, die Einblicke in vergangene Jahrhunderte erlaubten, Kämpfe mit Larp-Waffen und Vollkontaktkämpfe – der Midgards-Feuerbund versetzte viele Familien ins Mittelalter zurück. „Wir sind gern in Spandau, weil das Publikum sich wirklich für das Mittelalter interessiert“, sagte Rüdiger Kienzle aus der Uckermark, Leiter der Midgards.

Karussell mit Muskelkraft

Ein Karussell, angetrieben von Muskelkraft zweier Mitarbeiter, sorgte nicht nur bei den Kindern für Gaudi. „Schneller, schneller“, rief der zwölfjährige Jens aus Falkensee den Männern zu. Auch eine Truppe von Fußballern, so erzählte es einer der beiden Karussell-Antreiber, hätte sie am Osterwochenende ganz schön ins Schwitzen gebracht. „Drei Tage Zitadelle ersetzen drei Monate Fitnessstudio.“

Für den akustischem Klangteppich sorgten mittelalterliche Klänge, dargeboten unter anderem von der historischen Band „Tagasunna“, die vor 500 Jahren die Hitliste anführte.

Kämpfe zu Pferd und am Boden

Höhepunkte der drei Tage waren die Ritterturniere zu Pferde zur Befreiung der Zitadelle-Spandau. Dabei galt es eine hübsche Annemarie von Spandau aus den Händen der Bösen zu befreien. Auf dem Turnierplatz im Innenhof mischte sich beim Kampf um Ehre und Gerechtigkeit das Lanzenkrachen und das Schwertergeklirr mit dem Schnauben der Rösser. Die Guten wurden mit einem festen Lanzenstoß aus dem Sattle gestoßen, konnten sich dann aber im harten Bodenkampf mit Schwertern gegen die Bösen behaupteten. Das gelang, jeweils zweimal pro Tag, dem Team Arturius. Die Stuntmänner und -frauen unter Leitung von Manuel Zinnecker können schon mehrere Film- und Fernsehauftritte vorweisen.

Nächstes Fest ist gebongt

„Das Fest im nächsten Jahr zu Ostern auf der Zitadelle st bereits gebongt. Ein Jahr werden wir jetzt in die Vorbereitung stecken“, sagte Gerd Schulz, der mit 63 Jahren langsam das Geschäft an seine Kinder übergeben wird. 23 Jahre organisiert er solche Feste wie in Spandau schon, aber das diesjährige Oster-Ritterfest sei eines seiner besten gewesen.

Von Ulrich Hansbuer

Die FDP hat die Namen der Kandidaten für die Kreistagswahl benannt. Es gibt altbekannte Namen und neue Gesichter.

22.04.2019

Am Ostersonntag öffnet der Optikpark zu seiner neuen Saison. Geschäftsführerin Kathrin Fredrich und ihr Team freuen sich auf einige spannende Monate und sie freuen sich auf bestes Optikpark-Wetter.

20.04.2019

Beim Osterfeuer im Nauener Ortsteil Gohlitz ist am Gründonnerstag ein Streit zwischen drei Männern eskaliert. Einer von ihnen geriet durch einen Faustschlag ins Taumeln und fiel in eine brennende Feuerschale.

19.04.2019