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Havelland Rund um den Hohennauener See: Das Wasser immer im Blick
Lokales Havelland Rund um den Hohennauener See: Das Wasser immer im Blick
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13:33 28.05.2020
Der wunderschöne Blick auf das Wasser ist zu jeder Tages- und Jahreszeit der größte Anziehungspunkt bei der Wanderung um den See. Quelle: Kay Harzmann
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Havelland

In der Havelniederung nördlich von Rathenow lädt der Rundweg um den „Hohennauener-Ferchesarer See“ zu einer sehr schönen Wanderung ein. Der Seerundweg ist markiert und am Weg gibt es viele Rast- und Einkehrmöglichkeiten in den Dörfern am See.

Die landschaftlich sehr reizvolle Wanderung beginnt am Westufer des Sees in der Ortschaft Hohennauen. Gleich zwei ehemalige Herrenhäuser werden in der Denkmalliste des Landes Brandenburg in dem Dorf verzeichnet. Das Haus mit der weitaus längeren Geschichte, die bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht, ist allerdings nur noch als Ruine erhalten. Auch der umgebende Schlosspark ist inzwischen verwildert.

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An der barocken Dorfkirche vorbei wandert man zuerst in Richtung Rathenow und überquert die Hohennauener Wasserstraße, die den See mit der Havel verbindet. Bei der ersten Gelegenheit biegt man hinter der Brücke links in Richtung Semlin ab.

Der Wasserwanderrastplatz mit Gemeindehaus in Wassersuppe. Quelle: Norbert Stein

Durch eine kleine Siedlung geht es zurück auf die Straße nach Semlin, von der bald ein Feldweg links abzweigt, welcher direkt an das Seeufer führt. Entlang des Schilfgürtels und an verschiedenen Badestellen vorbei kehrt man erneut auf die Straße nach Semlin zurück. Wenn man den Ort erreicht hat, biegt man links ab und erreicht die Semliner Uferpromenade.

Hier laden Bänke zu einer gemütlichen Rast mit eindrucksvollem Blick über den Hohennauener See ein. Besonders in den Sommermonaten kann die Pause auf dem Wanderweg rund um den See nicht nur an der Semliner Badestelle für einen Sprung ins kühle Wasser genutzt werden.

Zurück auf der Runde geht es auf einem schönen Wiesenweg und schmalen Pfaden immer nah am Ufer weiter. Schließlich erreichen die Wanderer den an der Ostspitze des Sees gelegenen Ort Ferchesar.

Die Gemeinde Seeblick wird den Anlegesteg am Hohennauener See in Hohennauen in diesem Jahr wieder selbst betreiben. Quelle: Norbert Stein

Das verträumte Dorf wird seit Beginn des 19. Jahrhunderts gerne als „Perle des Havellands“ bezeichnet und war schon seit dieser Zeit durch seine ruhige und naturnahe Lage als Urlaubsort beliebt. Zu den ältesten Gebäuden des Dorfes zählen einige alte Fachwerkhäuser und -scheunen aus dem 17. Jahrhundert.

Von hier wandert man am Nordufer zurück in Richtung Hohennauen und durchquert dabei den Ferchesarer Forst. Auf dem Abschnitt bis zum Campingplatz „Buntspecht“ sind Wanderer zuerst wieder nah am Ufer unterwegs, bevor es auf einem Höhenweg durch den Wald geht. Von dort ist Aus- und Weitblick über den See ein besonderer Genuss.

Sonnenaufgang bei Semlin. Quelle: Kay Harzmann

Wenn man den breiten Waldhauptweg erreicht hat, biegt man links in diesen ab und gelangt bald auf freies Feld. Dann überquert man auf einer kleinen Brücke den Kanal, der den Hohennauener See mit dem Witzker See verbindet und erreicht die Straße nach Wassersuppe.

Hier hält man sich links und durchquert den Ort mit dem kuriosen Namen. Dabei kommt man auch an der Dorfkirche vorbei, einem Fachwerkbau mit Dachturm aus dem Jahr 1756.

Auf Feldwegen und weiter auf dem Hochwasserschutzdeich geht es schließlich auf dem letzten Stück des Rundweges zurück nach Hohennauen. Die idyllische Natur und der Blick auf den See sind auf dem ganzen Weg stete Begleiter.

Von MAZ