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Havelland Schlechteste Straße im Westhavelland gesucht
Lokales Havelland

Schlechteste Straße im Westhavelland gesucht

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21:13 15.02.2021
Unebenes Pflaster, so weit das Auge reicht: Die Ecke Bergstraße/Wilhelm-Külz-Straße.
Unebenes Pflaster, so weit das Auge reicht: Die Ecke Bergstraße/Wilhelm-Külz-Straße. Quelle: Fotos: Markus Kniebeler
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Rathenow

Wer, aus Süden kommend, von der B 102 nach rechts in die Bergstraße einbiegt, der sollte vorher das Brötchen aus der Hand legen und das Lenkrad mit beiden Händen umfassen. Denn nun beginnt er, der Höllenritt über die Buckelpiste.

Das grobe Straßenpflaster mag ja optisch reizvoller sein als eine monotone Asphaltdecke. Aber Mensch und Material werden bei der Passage auf eine harte Probe gestellt. In einem Auto mit guten Stoßfängern wird man die Fahrt ja noch einigermaßen glimpflich überstehen. Aber auf dem Fahrrad wird sie zur echten Tortur.

Schlechteste Straße

Die MAZ sucht die „Schlechteste Straße“ im Westhavelland.

Haben Sie eine Strecke, auf der die Zustände so katastrophal sind, dass eine normale Fahrt nicht möglich ist? Dann schreiben Sie uns gern eine Mail: rathenow@maz-online.de oder rufen Sie an: 03385/529811.

Nennen Sie uns bitte den genauen Ort der Straße und schicken Sie, wenn möglich, ein Foto der Buckelpiste mit. Die Redaktion wird sich die Straße genauer anschauen und darüber berichten. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2021.

Rund 100 Meter lang ist dieses östliche Stück der Bergstraße. Wer es absolviert hat und denkt, die Qual überstanden zu haben, wird herbe enttäuscht. Denn die Wilhelm-Külz-Straße, auf die die Bergstraße stößt, ist keinen Deut besser. Egal, ob man nach rechts abbiegt oder nach links. Das Geruckel setzt sich fort.

Keine Frage, Berg- und Külzstraße gehören zu den miserabelsten Strecken im Stadtgebiet, vielleicht sogar im gesamten Westhavelland.

Meinung der MAZ-Leser gefragt

Aber möglicherweise geht es noch schlimmer. Das wollen wir herausfinden. Sicher kennen auch Sie, lieber Leser/liebe Leserin, eine Straße, die das Zeug zur schlechtesten Straße im Westhavelland hat? Dann schreiben Sie uns gern eine E-Mail an: rathenow@maz-online.de. Sagen Sie uns, wo sich die Straße befindet und senden Sie uns, wenn möglich, bitte ein Foto mit. Wir werden uns dann auf den Weg machen und uns die Buckelpiste ansehen, um zu berichten.

So wie wir es schon mehrfach über die Bergstraße und die Wilhelm-Külz-Straße getan haben, deren Pflastersteine nicht nur Stoßdämpfer und Bandscheiben auf eine harte Probe stellen, sondern die sich auch noch durch besondere Glitschigkeit auszeichnen. Und das nicht nur, wenn – wie in diesen Tagen – Schnee fällt. Auch im Sommer reichen ein paar Regentropfen, um das Pflaster in eine rutschige Ebene zu verwandeln.

Nun könnte man sich damit arrangieren, wenn auf den beiden genannten Straßen kein Verkehr wäre. Aber dem ist nicht so. In die Bergstraße biegen viele ab, weil an ihr ein großer Discounter liegt. An der Külzstraße kommt man nicht vorbei, wenn man zur Hauptpost will. Und es gibt nicht wenige, die auf diese Straßen ausweichen, wenn sich am Kreisel Berliner Straße/Brandenburger Straße die Autos stauen.

Blick von der Hauptpost in die Wilhelm-Külz-Straße. Quelle: Markus Kniebeler

Immer wieder beklagen sich Rathenower über den Zustand dieser beiden innerstädtischen Straßen. Vor ziemlich genau zwei Jahren wäre das Klagen fast erhört worden. Denn im Vorfeld der Körgraben-Sanierung deutete sich ein Ende der Buckelpisten an. Damals gab Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus bekannt, dass es Pläne des Landesbetriebs Straßenwesen gebe, die beiden Straßen mit einer Asphaltdecke zu überziehen. Zwar ist nicht der Landesbetrieb, sondern die Stadt Träger der beiden Straßen. Aber für die Zeit der Sperrung der B 102 sollte ein Teil des Verkehrs über Berg- und Külzstraße an der Baustelle vorbeigeleitet werden. Und um diese Straßen zu „ertüchtigen“, wie es im Fachjargon heißt, erklärte sich der Landesbetrieb bereit, das Pflaster mit einer Asphaltschicht zu überziehen.

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Bekanntlich wurde die für Sommer 2020 geplante Körgrabensanierung kurz vor dem geplanten Baubeginn abgeblasen. Damit war auch die Ertüchtigung von Berg- und Külzstraße vom Tisch.

Nun soll in diesem Jahr mit dem Körgraben-Projekt begonnen werden. Ob dann Berg- und Külzstraße, wie ursprünglich vorgesehen, ihren neuen Straßenüberzug bekommen; und ob der Landesbetrieb immer noch bereit ist, den Großteil der Kosten zu übernehmen, dazu gibt es bislang noch keine Auskunft.

So lange das nicht geschieht, belegen die beiden Straßen auf der Liste der schlimmsten Strecken vordere Plätze. Aber vielleicht gibt es im Westhavelland ja Routen, die den beiden Rathenower Straßen in Sachen Holprigkeit das Wasser reichen können? Setzen Sie uns in Kenntnis!

Von Markus Kniebeler