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Schönwalde-Glien Startschuss für die Brala ist gefallen
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Startschuss für die Brala ist gefallen
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17:27 09.05.2019
Der Nachwuchs steht dieses Jahr im Mittelpunkt des Brala-Programms. Quelle: Laura Sander
Paaren im Glien

Wenn Tiere auf Traktoren treffen, regionale Köstlichkeiten neben Blumenzwiebeln angeboten werden und die Erntekönigin ein Glas Milch mit dem Ministerpräsidenten trinkt, dann ist es wieder soweit: Am Donnerstag eröffnete die 29. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (Brala) im MAFZ Erlebnispark. Noch bis Sonntag sind Aussteller, Tierzüchter und Landwirte vor Ort, um über ihre Arbeit, die neueste Technik und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Grüne Berufe erlebbar machen

Die grünen Berufe erlebbar machen – dafür erfand sich die Brala in diesem Jahr neu. „Der Fachkräftemangel macht sich überall bemerkbar. Neben der Industrie und dem Handwerk ist eben auch die Landwirtschaft betroffen“, sagte am Donnerstag Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Es sei daher besonders wichtig, junge Menschen möglichst früh an die grünen Berufe heranzuführen und ihnen zu zeigen, was die Brandenburger Landwirtschaft ausmacht, so Woidke weiter.

Das Konzept ist neu, das Datum ein anderes: Die 29. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung wurde am Donnerstag im MAFZ Erlebnispark in Paaren eröffnet.

Denn wie die Milch ins Glas kommt, wisse heute längst nicht mehr jeder, betonte auch Landrat Roger Lewandowski. 900 Schüler hatten ihr Kommen angemeldet und tatsächlich erkundeten auffällig viele junge Menschen das MAFZ-Gelände, bestaunten Lämmchen und informierten sich über verschiedene land-, forst- und ernährungswirtschaftliche Themen.

Neu ist die Schüler-Brala

„Uns gefällt es sehr gut, wir haben viel Spaß“, sagte Novelly, die sich am Donnerstag im Melken versuchte. Die Siebenjährige war gemeinsam mit ihren Klassenkameraden aus Brieselang angereist, um die Schüler-Brala zu besuchen.

Eine, die in die Landwirtschaft hineingeboren wurde, ist die Brandenburgische Milchkönigin Lina Kersten. Sie trat am Eröffnungstag ihre zweite Amtsperiode an und wird nun ein weiteres Jahr die Brandenburger Milchwirtschaft vertreten. Nach einer Ausbildung zur Tierwirtin studiert die Milch-Botschafterin, die einem Veltener Familienunternehmen entstammt, seit 2017 Agrarwissenschaften in Neubrandenburg.

Traditionen und Werte der Landwirtschaft

„Dass auf der Schüler-Brala Traditionen und Werte der Landwirtschaft vermittelt werden, finde ich sehr richtig, denn kein Beruf ist wichtiger“, sagte auch Paarens Ortsvorsteher André Barkowski. „Wir leben von Veränderung und zeigen uns auf der Brala sehr offen vor allem für Schüler und angehende Lehrlinge. Die Brandenburger Agrarwirtschaft ist nicht das Problem, sondern ein Teil der Lösung“, betonte Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes.

Über 200 Aussteller sind an den kommenden Tagen auf dem Brala-Gelände vertreten. Vorträge sollen vor allem das Fachpublikum anlocken. Bereits zum zehnten Mal mit dabei ist Dirk König aus Linthe mit seinen Schottischen Hochlandrindern. „Die Tiere kennen das schon. Sie sind den Messerummel gewöhnt“, so der Landwirt. „Ich komme immer wieder zur Brala, weil es mir wichtig ist, die Tiere zu zeigen und für die Zucht zu werben“, so König.

Im Schwänzeltanz über das MAFZ-Gelände

Neben Zuchtbullen, Rasseschafen und Paarener Eseln fanden auch die kleinsten Tiere an diesem Tag besondere Beachtung. „Die Frage, ob bald alle Bienen sterben, bekommen wir wohl am häufigsten gestellt“, sagte Marcus Steffen vom Landesverband Brandenburgischer Imker. „Fünf Schulklassen haben sich allein für den Eröffnungstag angemeldet. Wir geben gerne Tipps, wie man den eigenen Garten oder Balkon bienenfreundlich gestalten kann“, so auch Peter Prokoph.

Ende März eröffnete der Verband auf dem MAFZ-Gelände sein Bienen-Kompetenzzentrum, das künftig noch um eine Wiese mit bienenfreundlichen Pflanzen, ein Feuchtbiotop und einen Lehrpfad erweitert werden soll. Schon zum Brala-Auftakt konnte man dem Bienenvolk ganz nah kommen. Im Schaukasten vollführten sie in aller Ruhe den Schwänzeltanz, verwiesen in Bienensprache auf die umliegenden Blumenkästen, die jede Menge Nahrung bereithielten.

Von Laura Sander

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