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Schönwalde-Glien Fantasievolle Drachen am Himmel über dem MAFZ
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Fantasievolle Drachen am Himmel über dem MAFZ
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17:13 14.07.2019
Eine überdimensionierte Eule am Boden zog die Blicke auf sich, dahinter vier Löwen an einer Schnur. Quelle: Enrico Berg
Paaren im Glien

Mühsam richtet er sich auf, erhebt sich ganz langsam und schwebt schließlich in die Lüfte. Groß und Klein sind begeistert. Bisher haben sie noch nie einen so großen Gartenzwerg gesehen, der dann auch noch vom blauen Himmel aus herunter schaut.

Mit einer Länge von 18 Metern und einer Spannweite von sechs Metern war der bunte Wicht von Robert Kirch aus Berlin eine imposante Erscheinung. Seinen Drachen hat Kirch selbst genäht und gebaut. „Über 400 Arbeitsstunden und etwa 400 Quadratmeter Spinnaker-Nylon habe ich benötigt, bis der Zwerg fertig war”, erzählte der passionierte Drachenpilot. Ein Drache in dieser Dimension würde 3500 bis 4500 Euro kosten, sofern man ihn fertig kaufen würde, so Kirch.

50 Drachenpiloten dabei

Der Drachenpilot moderierte an diesem Wochenende das 3. Drachenfestival on Tour im Erlebnispark Paaren im Glien. 50 Künstler aus ganz Deutschland präsentierten dort ihre Drachen aller Formen und Größen. In den meisten Fällen waren sie von ihnen selbst konstruiert, genäht und gebaut worden.

Drachen aller Formen und Farben waren am Wochenenden in Paaren im Glien zu erleben. So hatten die Besucher unter anderem an überdimensionalen Krabben, Igeln und Löwen ihre Freude. Leider spielte der Wind nicht immer so mit wie er sollte.

Die Vorführungen mit Einleiner- und Lenkdrachen faszinierten die Besucher. Ob große oder kleine Fluggeräte, alle wollten hoch hinaus. Leider schafften es an diesem Tag nicht alle Modelle, in luftige Höhen aufzusteigen. Zwar reckten sich die meisten Flugdrachen gen Himmel, aber die Natur muss eben auch mitspielen. Das tat sie aber oft nicht.

Zu viel oder zu wenig Wind

„Das Wetter heute ist toll, doch leider sind die Windverhältnisse für uns Piloten nicht die besten”, erklärte Robert Kirch. „Entweder ist zu wenig oder zu viel Wind vorhanden, so dass die Drachen nicht wirklich gut in der Luft bleiben beziehungsweise erst gar nicht steigen können”, bedauerte er.

Trotz der widrigen Windverhältnisse konnte das Publikum Formationen mit Lenkdrachen erleben, die auch Revolution genannt werden. Diese Fluggeräte kann man gezielt steuern. Besonders beeindruckend ist so eine Performance zu Musik. Zu den Takten der ausgewählten Songs steuern die Piloten mit viel Geschick und Kraft ihre Drachen und demonstrieren gekonnt ihre Choreografien.

Seit 17 Jahren aktiv

Eine andere Form der Drachen haben Norbert und Doris Dietrich aus Altenhausen bei Magdeburg gewählt. „Wir haben unter anderem einen klassischen Rautendrachen, den Eddy, selbst genäht”, berichtete Norbert Dietrich. Pro Quadratmeter Fläche benötigen sie im Durchschnitt 42 Gramm Spinnaker-Nylon und einige Kohlefaserstäbe. Diese seien leicht und stabil.

Seit 17 Jahren sind seine Frau und er aktiv in der Drachensportszene unterwegs. Sogar das Nähen hat seine Frau ihm beigebracht. „Ich war es leid, dass er immer warten musste, bis ich Zeit zum Nähen hatte”, sagte sie lachend. Ansonsten sind sie immer viel unterwegs, um an Drachenfestivals teilzunehmen.

Fast jedes Wochenende unterwegs

So ist es auch bei Ellen und Uwe Kunkel aus Pulheim bei Köln. Fast jedes Wochenende sind sie mit ihrem Wohnmobil und Anhänger auf Tour, um bei diesen Events dabei zu sein. „Wir nehmen sowohl in Deutschland als auch in vielen europäischen Ländern an Drachenfestivals teil”, so Uwe Kunkel.

An diesem Wochenende hat er seine Einleiner-Drachen zur Schau gestellt. Vier hintereinander befindliche Löwen ließ er in die Lüfte gleiten. Einleiner-Drachen verfügen über eine einzige Drachenschnur, mit der die Drachen mehr oder weniger gesteuert werden und sind zumeist stablos.

Vielfältige Formen

Auf dem MAFZ-Areal waren die Formen der Drachen ebenso vielfältig wie auch farbenprächtig. Ob Nemo, der Clownfisch, ein riesiger blauer Wal, eine etliche Meter lange Lok, eine orangefarbene Rieseneule oder Riesenkrabben – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Die vielfarbigen Riesenkrabben faszinierten auch den dreijährigen Bobo. Gebannt stand er vor diesen prächtigen Tieren aus Nylon und begutachtete sie intensiv. Sein 9-jähriger Bruder Ben und seine Mutter Angelika Falkenberg waren ebenfalls begeistert. Sie haben sich von Spandau auf den Weg nach Paaren gemacht, um sich dieses bunte Spektakel anzuschauen.

Angebot für Groß und Klein

„Mir gefällt das Drachenfestival ausgesprochen gut“, erklärt die junge Mutter, „für Groß und Klein wird etwas geboten. Den Eintrittspreis finde ich angemessen. Zudem gibt es hier auch viele Gratis-Angebote, das finde ich für Familien echt toll”.

Von Hannelore Berg

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