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Schönwalde-Glien Erlenbruch: 20 Millionen für Straßen, Kita und Schulplätze
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Erlenbruch: 20 Millionen für Straßen, Kita und Schulplätze
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17:38 17.05.2019
Einige Gebäude auf dem ehemaligen Fliegerhorst sollen erhalten bleiben, andere weichen modernen Wohnkomplexen. Quelle: Norbert Faltin
Schönwalde-Glien

Ein neuer Ortsteil für 4000 Menschen soll im Schönwalder Erlenbruch entstehen. Einige Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes bleiben erhalten, andere weichen modernen Mehrfamilienhäusern. Doch mit dem Häuserbau allein ist es nicht getan. Welche Auswirkungen das Großprojekt auf das gesamte Gemeindegebiet hat, diskutierten jetzt die Schönwalder Gemeindevertreter.

Investor soll Folgekosten tragen

Egal, ob Regenentwässerung, Parkplätze oder Verkehrsflächen: Das neue Wohngebiet muss von Grund auf neu erschlossen werden. Die Kosten für diese Maßnahmen soll der Investor tragen. Rund 20 Millionen Euro für Straßen, Kita-Neubau und weitere Schulplätze stehen derzeit im Raum. Geregelt wird die Bezahlung der Folgemaßnahmen und der Erschließung in einem städtebaulichen Vertrag.

„Außerdem sollte sich der Investor mit dem gemeindlichen Energiekonzept auseinandersetzen müssen“, sagte Karl-Heinz Kordt (Grüne). „Der Investor muss sowieso gewisse Auflagen erfüllen, das ist heute Standard“, erwiderte Lothar Lüdtke (CDU). Ein Energiekonzept sei daher nicht Bestandteil des Vertrages. Fahrbahn, Fußwege, Beschilderungen, Bushaltestellen, Telefonleitungen und Energieversorgung – all diese Dinge seien vorrangig zu beachten, gab auch Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) zu bedenken.

147 Kita- und 119 Schulplätze

Zudem müssten insgesamt 147 Kita-Plätze beim Bau von 1500 Wohnungen zusätzlich geschaffen werden. Die Kosten für den Neubau führt der Vertrag mit 3,94 Millionen Euro an. 3,44 Millionen Euro müsste der Vorhabenträger in die Schaffung von 119 neuen Schulplätzen im Gemeindegebiet investieren, sowie insgesamt 9,64 Millionen Euro in Infrastrukturmaßnahmen. Dazu zählt auch der mögliche Ausbau des Anschlusses an die Landesstraße 20.

„Wir sollten den Vertrag trotzdem noch einmal aufmerksam lesen. Alles was wir nicht beschließen, müssen am Ende wir bezahlen“, so Oehme. Der Bau eines Gemeinschaftsraumes, die Errichtung von Einkaufsmöglichkeiten oder die Frage nach Bestattungsmöglichkeiten sei bislang ungeklärt. „Da das Projekt weit in die nächste Legislatur hineinreicht und nach wie vor viele Dinge fehlen, sollten wir die Entscheidung verschieben“, beantragte Wilfried Seiring (SPD).

Mit dem städtebaulichen Vertrag werden sich nun die neuen Schönwalder Gemeindevertreter nach der Wahl am 26. Mai beschäftigen.

Von Laura Sander

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