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Schönwalde-Glien Den Fledermäusen im Fort Hahneberg auf der Spur
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Den Fledermäusen im Fort Hahneberg auf der Spur
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17:04 22.10.2018
Diese Gruppe aus Schönwalde-Glien und dem Umland begab sich im Fort Hahneberg auf Fledermaussuche. Quelle: Vivien Tharun
Staaken

Das Mausohr ist faul. So sagt es Robert Houben, der im Spandauer Fort Hahneberg die Fledermauswanderungen leitet. Das Mausohr ist eine Fledermausart, die sich auf den Fang von Käfern spezialisiert hat. „Dazu hängt das Tier einfach an einem Baum und wenn am Boden etwas vorbei kommt, das ein Käfer sein könnte, lässt es sich einfach fallen“, weiß Houben.

15 Naturbegeisterte in der Festung

Seinen Worten lauschten 15 Naturbegeisterte, die sich für Schutz und Lebensweise der nachtaktiven Flattermänner interessieren. Zu dieser Führung am Wochenende hat der CDU-Gemeindeverband Schönwalde-Glien geladen. Organisiert hatte den Ausflug Oliver Beuchel. „Vor zwei Jahren hatte ich die Idee, dass man Touren zu Sehenswürdigkeiten in der Nähe machen könnte“, sagte Beuchel. Dahinter stünde der Gedanke, dass viele kulturelle Bauwerke und Gegenden zwar aus Medien bekannt seien, Bewohner des Umlands aber nur selten dort hinfahren.

14 bis 18 Arten leben in Berlin

Für dieses Mal hatte Beuchel das Fort Hahneberg gewählt – eine verlassene Festungsanlage aus dem 19. Jahrhundert in Staaken. Die Wallanlage ist die höchste Erhebung des Bezirks Spandau und Heimat fast aller Fledermausarten, die es in Berlin und Umgebung gibt: „Zwischen 14 und 18 Arten leben im Stadtgebiet“, erklärte Tourleiter Houben. Von allen seien Exemplare im Fort gesichtet worden. Derzeit seien es vor allem Mausohr, Zwergfledermaus, Langohr und Bechsteinfledermaus.

Einzelne Zwergfledermäuse gesichtet

Bei dieser Fledermauswanderung waren die Tiere allerdings nicht sehr aktiv. Nur vereinzelt flogen sie vor dem Hauptportal herum. Bereits eine Stunde später waren alle in ihren Verstecken. Die Besucher der Wanderung sahen sechs Mausohren kuschelnd in einem Schacht hängen. Einzelne Zwergfledermäuse, mit ihrem Lebendgewicht zwischen vier und acht Gramm, saßen in den Ritzen aufgebrochener Ziegelsteine. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis, waren sich die Teilnehmer einig.

Die nächsten Fledermauswanderungen am Fort Hahneberg sind am kommenden Wochenende. Infos unter www.fbs.fort-hahneberg.de sowie unter der Nummer: 030/31 95 19 20.

Von Vivien Tharun

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