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Schönwalde-Glien Grünefelder wehren sich gegen Straßenbau
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Grünefelder wehren sich gegen Straßenbau
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17:30 03.12.2019
Péter Vida sprach mit den Anwohnern. Quelle: Danilo Hafer
Grünefeld

Für die Anwohner der Straße Zur Kiesgrube in Grünefeld ist die Sache klar: Ein Gehweg, Laternen und Leitungen im Boden. „Das alles spricht dafür, dass es sich nicht um eine Erschließungsstraße handelt“, sagte Petra Riedel. Sie lebt seit 2000 in Grünefeld und seit drei Jahren in der Straße Zur Kiesgrube. Die Straße, eine Mischung aus Sand- und Schotterweg, soll im kommenden Jahr ausgebaut, beziehungsweise erschlossen, werden. Die Anwohner müssten 90 Prozent der Kosten übernehmen.

Péter Vida kam zum Vor-Ort-Termin

Die Fraktion Linke/Familie/Forum in der Schönwalder Gemeindevertretung hatte am Dienstagnachmittag Anwohner und Interessierte zu einem Vor-Ort-Termin geladen, um gemeinsam darüber zu sprechen, wie man sich gegen den geplante Straßenbau und die hohen Beitragskosten wehren kann. Mit dabei war auch Péter Vida, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Brandenburger Landtag. Die Freien Wähler hatten zuletzt die Beitragspflicht für den Straßenausbau in Brandenburg gekippt. „Unser Ziel ist es, dies auch für die Anwohner von Erschließungsstraßen zu erreichen“, betonte Vida. Der Landtagsabgeordnete hatte vor kurzem auch im Falkenseer Musiksaalgebäude vor 120 Zuhörern über das Thema Anliegerstraßenbau gesprochen.

Péter Vida, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Landtag, machte den Anwohnern Mut. Quelle: Danilo Hafer

In Grünfeld geht es vor allem um die Frage, ob es sich bei den Straßen Zur Kiesgrube und Tietzower Weg um Ausbau oder Erschließung handelt. Für die Gemeinde, die bei dem Termin nicht zugegen war, handele es sich klar um eine Erschließung. Vor allem mit Blick in die Vergangenheit ergibt sich für die Grünefelder aber ein ganz anderes Bild. „Wir habe einen Gehweg gebaut, es gibt eine Straßenbeleuchtung und Löcher wurden immer wieder mit Recyclingmaterial ausgebessert“, erklärte Dorit Runge, ehemalige Bürgermeisterin von Grünefeld.

Die Straße Zur Kiesgrube in Grünefeld. Quelle: Danilo Hafer

Auch Gemeindevertreter und Bauingenieur Knut Leitert (Familie) ist davon überzeugt, dass es sich hier um eine bereits erschlossene Straße handelt. „Zu DDR-Zeiten war dies der Standard, da hat man auf solchen Straßen keinen Asphalt verbaut“, erklärte er. Dass die Straße heute in einem schlechten Zustand ist, liege vor allem daran, dass in den vergangenen Jahren die Instandhaltung vernachlässigt wurde.

Anwohner wollen sich Gehör verschaffen

Im kommenden Jahr soll mit dem Bau der Straße begonnen werden. Die Anwohner hoffen, dies noch stoppen zu können und sammeln dafür Unterschriften. „In unserer Straße sind alle Anwohner dagegen“, betonte Petra Riedel. Vor allem die Höhe der Beiträge, von teilweise bis zu 50 000 Euro für ein entsprechend großes Grundstück, bereiten ihr Sorgen. „Für einige Anwohner ist das existenzvernichtend.“ Zudem würde sich der Bürgermeister jedem Gespräch entziehen. Die Anwohner wollen sich daher auf der nächsten Gemeindevertretersitzung Gehör verschaffen.

Von Danilo Hafer

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