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Schönwalde-Glien Junge Feuerwehrleute bewiesen viel Geschick
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Junge Feuerwehrleute bewiesen viel Geschick
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01:15 26.06.2019
Schnell musste man bei der Lagerolympiade sein, damit nach zehn Metern noch so viel Wasser wie möglich in der löchrigen Tüte ist. Quelle: Hannelore Berg
Paaren im Glien

Triefend nasse Schwämme fliegen durch die Luft. Kinder fangen diese auf, laufen zu einer schwarzen Kiste und drücken das Wasser aus. Dann werfen sie die Schwämme zurück auf die andere Seite – über eine schwarze, als Sichtschutz dienende Plane. Von ihren Teamkameraden kommt kurz darauf wieder Nachschub an nassen Schwämmen. Ziel ist es, innerhalb einer vorgegebenen Zeit so viel Wasser wie möglich in der schwarzen Box zu sammeln.

Die Jungen und Mädchen konnten beim Ausbildungslager ihr Wissen unter Beweis stellen und lernten eine Menge hinzu. Bei der Olympiade spielten Teamfähigkeit, Geschick und Tempo eine große Rolle.

Dies war nur eine von mehreren Stationen bei der Olympiade des 27. Ausbildungslagers der Jugendfeuerwehren. Von Mittwoch bis Sonntag nahmen 41 Feuerwehren aus dem Landkreis Havelland an dem Lager des Kreisfeuerwehrverbandes Havelland auf dem Gelände des MAFZ in Paaren im Glien teil. Auch die Jugendfeuerwehr Parchowo aus Polen und die Jugendfeuerwehren aus Kremmen und Liebenwalde (Landkreis Oberhavel) sowie aus Roskow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) waren angereist.

40 Prozent Mädchen

„388 Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren, davon sind etwa 40 Prozent Mädchen, stellen hier ihr bereits erlangtes Wissen unter Beweis und lernen Neues dazu. Es ist ein Ausbildungscamp für unseren Nachwuchs”, erklärte Dennis Becker, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart.

Vier Tage lang haben die kleinen Kameraden eine feuerwehrtechnische Ausbildung absolviert, der Abschluss ist die Lagerolympiade. „Es soll den Kids auch Spaß machen, deshalb gibt es immer diese Lagerolympiade als Spaßwettbewerb. Das Ausbildungslager ist auch ein kleines Dankeschön für ihre ehrenamtliche Arbeit”, ergänzte Steffen Bowitz von der Feuerwehr Nauen.

Insgesamt 20 Stationen

Die Olympiade besteht aus 20 verschiedenen Stationen. An einer mussten die Kids die Höhe eines ausgefahrenen Lichtmasts oder die Länge eines Rettungszylinders schätzen. Da waren die jungen Feuerwehrleute ziemlich kreativ. So legte sich ein Teammitglied neben den Zylinder und schon hatte man das Größenverhältnis besser im Blick.

Besonderes Geschick erforderte das Stapeln von Getränkekisten in der Horizontalen an einer Hauswand. „Hier sind Koordination und Kommunikation sowie Teamarbeit ein wichtiger Bestandteil der Aufgabe”, erklärte Bowitz.

Wendigkeit war gefragt

Schnelligkeit und Wendigkeit waren an einer weiteren Station gefordert. Dort mussten die jungen Kameraden Wasser aus einem Planschbecken mittels einer Plastiktüte über eine Distanz von zehn Metern zu einem Eimer transportieren. Der Clou bestand darin, dass die Tüte mit Löchern präpariert war und man im Slalom sehr schnell zu den Eimern gelangen musste. Wer zu langsam war, kam mit einer leeren Tüte an.

Wie auch bei einer richtigen Olympiade gab es Plätze auf dem Treppchen. In 20 Gruppen traten die jungen Feuerwehrleute an. Gold holte sich die Gruppe 5, bestehend aus den Jugendfeuerwehren Friesack und Wagenitz. Die Jugendfeuerwehren aus Elstal und Priort gingen als Gruppe 14 in den Wettbewerb und erreichten Platz zwei, auf Platz drei schaffte es die Gruppe mit den Jugendfeuerwehren Behnitz und Wachow.

Fast rekordverdächtig

Eine Herausforderung war auch die Verpflegung zur Mittagszeit. „574 Leute in 25 Minuten mit Kartoffelsuppe und Würstchen zu versorgen, ist fast rekordverdächtig”, sagte Steffen Bowitz lachend. Er und Becker gehörten, neben anderen Helfern, zur Lagerleitung.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Teilnehmerzahl des diesjährigen Ausbildungslagers der Jugendfeuerwehren”, erklärte Michael Reuter, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes. „Unser Dank geht an alle 186 Betreuer und Ausbilder, die sich extra für das Ausbildungslager Urlaub genommen haben”, so Reuter und fügte hinzu: „Denn ohne das Engagement der ehrenamtlichen Helfer ist so ein Lager nicht möglich”.

Finanzielle Zuschüsse

Auch Geld spielt bei solch einer Veranstaltung eine große Rolle. „Wir haben vom Landkreis eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 11 700 Euro erhalten, weitere 10 000 Euro kamen von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Ohne diese finanziellen Zuwendungen wäre das Kreisausbildungslager nicht finanzierbar.”

Von Hannelore Berg

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