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Schönwalde-Glien Kreiserntefest mit Königin und Landbotin
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Kreiserntefest mit Königin und Landbotin
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20:29 12.08.2019
Zur letzten großen Abstimmung fürs Fest kamen die Akteure in Paaren im Glien zusammen. Quelle: Andreas Kaatz
Paaren im Glien

 Zum letzten Mal kamen am Montag in Paaren im Glien die Akteure zusammen, die das Havelländer Kreiserntefest vorbereiten. Denn am 1. September ab 10 Uhr wird die elfte Auflage des großen Events auf dem Gelände des MAFZ-Erlebnisparks stattfinden, diesmal mit veranstaltet von der Stadt Premnitz. Das Motto lautet: „Premnitz – Stadt voller Energie“.

Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) freut sich schon auf den großen Tag. „Es ist ein Novum. Erstmals richtet eine Stadt das Erntefest aus, die von Industrie geprägt ist und selbst keinen Landwirt hat“, meint er. Doch für ihn schließen sich Industrie, Landwirtschaft und Natur nicht von vornherein aus.

Einklang von Natur und Industrie

Abgesehen davon, dass die Kommune mitten im Naturpark Westhavelland liege, könne man einiges für den Einklang von Industrie und Natur tun – angefangen von Blühstreifen für Insekten bis hin zur Bereitstellung von kommunalen und privaten Flächen, um etwa Bäume anzupflanzen.

Eine weitere Premiere bei diesem Fest: Diesmal gibt es zwei Repräsentantinnen. Zum einen wird die bisherige Erntekönigin Antonia Martini aus Pausin während der Krönungszeremonie ihrer Nachfolgerin Lea Worf (18) die Schärpe anlegen. Zum anderen erhält auch Inka Fähling (52) eine Schärpe, sie verkörpert die Landbotin, die es erstmals gibt.

Keiner wollte Erntekönig werden

Tebling ist stolz darauf, dass beide Frauen aus Premnitz stammen. Es hätte aber auch ein Erntekönig werden können. Denn auch der war ausgeschrieben worden, doch es hatte sich niemand gemeldet. „Wir haben vor, die Königin und die Landbotin erstmals zum Uferfest von 23. bis 25. August zu präsentieren“, sagt er.

Die Witterung hat auch in diesem Jahr den Bauern einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Zum zweiten Mal gehen wir mit extremer Trockenheit ins Erntefest“, sagt Johannes Funke, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes. Die Erträge sind erneut unterdurchschnittlich, was dem Erntefest aber keinen Abbruch tut. „Wenn man eine Ernte hinter sich hat, dann gibt es immer was zu feiern“, meint Funke.

Dreschen auf Probe

Viele Akteure bereiten sich auf das Fest schon vor, wie MAFZ-Geschäftsführerin Ute Lagodka bestätigt. „Beim Backofenfest im Stägehaus am Wochenende wurde schon mal das Dreschen mit dem Dreschflegel geprobt“, sagt sie. Zudem wird ein Mähdrescher die moderne Seite der Ernte verkörpern. „Die Garben dafür sind schon eingelagert“, sagt sie.

Beim Erntefest stellt sich diesmal die Region um Premnitz vor, viele weitere Mitwirkende kommen von dort wie etwa der Country-Sänger Joe Harper, das Blasorchester Premnitz oder die Kita „Flax und Krümel“. Für die musikalische Begleitung des Erntewagenumzugs sorgt der Spielmannszug „Chemie Premnitz“. Gerechnet wird mit 20 bis 30 Erntewagen, die sich auf eine Tour durchs Dorf begeben.

Anmeldungen noch möglich

Noch können sich Interessenten dafür anmelden. Die schönsten Wagen und Erntekronen werden prämiert. „Wir haben für das Fest auch die bisherigen Ernteköniginnen eingeladen. Wir wissen aber noch nicht, wer kommen kann“, sagt Ute Lagodka.

Zum Programm gehören zudem ein ökumenischer Gottesdienst sowie ein landwirtschaftlicher Politiktalk. Aber auch die Jüngsten kommen bei Ponyreiten und in einem Märchentruck auf ihre Kosten.

Von Andreas Kaatz

Das 22. Backofenfest am Stägehaus von Paaren im Glien lockte 500 Besucher an. Die hatten ihre Freude an frischem Brot, an einem Wettbuttern in Zeiten des Wahlkampfes und an der Tombola. Für manche war aber das legendäre Kuchenbüfett der Höhepunkt.

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