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Schönwalde-Glien Bilder und Keramiken von Christine Link gezeigt
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Bilder und Keramiken von Christine Link gezeigt
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11:02 31.05.2019
Christine Link stellt in Schönwalde aus. Quelle: Judith Meisner
Schönwalde-Glien

 Keramik-Damen als Pflanzgefäße, Hühner in schwarz-weißer Raku-Glasur, ganze Teeservices in archaischer Technik und an den Wänden Pastelle aus dem Havelland, Boote von der Küste, Stadtansichten. Das alles bietet die Ausstellung „Retrospektive 1988 bis 2018“ mit Werken der Künstlerin Christine Link im Kreativ-Haus Schönwalde. Zur Vernissage kamen viele Freunde und Bekannte.

Persönlicher Stil

„Es heißt nicht umsonst Laudatio“, begann Uwe Beckmann seine Eröffnungsrede. Der Maler hob den persönlichen Stil der Künstlerin hervor, etwa „Spreewald-Kähne, blockhaft wie geschnitzt“, oder er lobte die konstruktive Strenge, verbunden mit lockerem Strich. „Das Knappe, auf den Punkt gebrachte, liegt in der Zeit“, sagte er und bekam Applaus für seine einführenden Worte.

Malen in der Natur

Viele Landschaften, die Christine Link in der Natur als plein air malt, entstanden auf den jährlichen Reisen der Malgruppe des Kreativ-Vereins, deren Mentor Uwe Beckmann ist. „Die ehrlichsten Bilder entstehen draußen. Man muss sich durchquälen. Manchmal geht es schief. Dann muss man ein Blatt aufgeben“, sagte die pensionierte Lehrerin, die zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehört.

Kunsterziehung studiert

Zum Malen kam die 69-Jährige schon im Elternhaus. Nach einer Lehre studierte sie Kunsterziehung in Potsdam. Sie arbeitete als Lehrerin in Staaken und als Dozentin in der Erwachsenenbildung. Seit einigen Jahren widmet sie sich der dekorativen Keramik und schafft elegante Damen-Figuren für den Garten, Teelichte, schwarz-weiße Harlekine und räkelnde Nixen. „Für die komplizierteren Figurengruppen mache ich eine Skizze. Sonst arbeite ich frei. Das fließt mir aus der Hand“, sagte die Künstlerin bei der Eröffnung. Die Keramik erhält malerische Elemente mit der Glasur. Das sind kleine Dörfer, schicke Damenhütchen oder allerlei Muscheln und Meeresgetier als Lager für eine Nixe.

Retrospektive aus 30 Jahren

Die Malerei liegt Christine Link besonders am Herzen. Die Retrospektive aus dreißig Jahren zeigt ihre künstlerische Entwicklung von einer naturalistischen Auffassung eines Vorfrühlings aus dem Jahr 1988 bis hin zu einer reduzierten Polar-Landschaft in Blau und Gelb, entstanden vor wenigen Monaten auf einem Schiff der Hurtigroute in Norwegen. „Man sieht, wie sich die Herbstsonne an den äußersten Berggipfeln festklammert“, beschrieb die Künstlerin ihr Werk.

Rolltücher bemalt

Eine eindrucksvolle Architektur-Studie in Öl zeigt die Stadt Melnik bei Prag, sie ist auf „Rolltuch“ statt auf Leinen gemalt. Auf der Rückseite sieht man noch die charakteristischen Streifen des Küchenhandtuchs. „In der DDR war es schwer, an Keilrahmen zu kommen. Meine Oma brauchte ihre Rolltücher nicht mehr. Die habe ich auf Rahmen gespannt, grundiert, und dann ging´s los mit der Ölmalerei“, erzählt Christine Link.

Die sehenswerte und vielfältige Ausstellung begehrter Kunstwerke läuft bis zum 30. Juni im Kreativ-Verein in Schönwalde-Glien, Dorfstraße 7, geöffnet ist dienstags und mittwochs von 15 bis 17, donnerstags von 15 bis 21 und sonntags von 10 bis 12 Uhr.

Von Judith Meisner

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