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Schönwalde-Glien Mehr als 500 Terrier bei Rasseschau im MAFZ
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Mehr als 500 Terrier bei Rasseschau im MAFZ
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17:37 25.11.2018
Katja Bestler mit Miniatur Bullterrier Marta (l.) und Anne Zylske aus Kargow mit Miniatur Bullterrier Excel. Quelle: Enrico Berg
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Paaren im Glien

Ganz konzentriert wird gekämmt und gebürstet. Hier und da wird noch die eine oder andere Haarsträhne zurecht gezupft, dann dauert es nicht mehr lange bis der Protagonist dem interessierten Publikum und der Jury präsentiert wird. Am Sonnabend fand im MAFZ Paaren die Spezialzuchtschau des Klub für Terrier, kurz KfT, der Ortsgruppe 2 Berlin statt. Diese besteht seit 30 Jahren und ist zum 20. Mal in Folge mit ihrer Zuchtschau in Paaren. Über 500 Hunde wurden für diese Schau gemeldet.

Terrier Ausstellung MAFZ Quelle: Enrico Berg

Die Hunde machten durchweg einen sehr entspannten Eindruck, teilweise lagen sie auf Decken oder in ihren Boxen und hielten ein Mittagsschläfchen. Dagegen war so manches Frauchen oder Herrchen alles andere als gelassen, bevor sie ihren Liebling im Ring den vier internationalen Preisrichtern vorführten.

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Es gibt über 40 Terrier-Rassen, vom Yorkshire-Terrier über Jack Russell Terrier bis hin zum Bullterrier war auch im Erlebnispark Paaren fast alles vertreten. Letztere Rasse hat in der breiten Bevölkerung kein so gutes Ansehen, da sie oft als gefährliche Kampfhunde bezeichnet werden. „Meine Marta ist ein tiefenentspannter Hund und wird gerade zum Therapiehund für Kinder mit ADHS ausgebildet”, erzählt Katja Bestler über ihre elf Monate alte Miniatur Bullterrier Hündin.

Terrier Ausstellung MAFZ Quelle: Enrico Berg

„Das ginge gar nicht, wenn sie so ein gefährlicher Kampfhund wäre. Letztendlich ist jeder Hund nur so, wie sein Mensch an der anderen Seite der Leine“, weiß sie zu berichten. Eine konsequente Erziehung und ein liebevoller Umgang mit dem Tier sei das A und O.

Aus Oberfranken ist sie mit ihrer Familie zum Terrier-Meeting angereist, um ihre Marta der Jury vorzustellen und sich mit anderen Hundeliebhabern auszutauschen.

„Dieses Jahr sind auch Terrierfreunde aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Dänemark, Polen und aus Tschechien ins Havelland gekommen, um ihre Vierbeiner zur Bewertung vorzustellen”, berichtet der 1. Vorsitzende vom Veranstalter-Klub Peter Bohrmann. Er freut sich, dass das Interesse an dieser Spezialzuchtschau auch Tierfreunde neugierig macht, die selbst keinen Terrier haben.

Bohrmann weiß viel über die Rasse der Terrier zu erzählen, hat selbst einen Manchester Terrier. Interessant ist, dass alle Rassen aus zwei Ursprungsrassen, den Old Black English Terrier und den Old White English Terrier, entsprungen sind. „Heute sind die Yorkshire-Terrier die kleinsten und die Russischen Schwarzen Terrier die größten Teilnehmer unserer Schau”, erklärt Bohrmann.

Terrier Ausstellung MAFZ Quelle: Enrico Berg

„Eigentlich heißt unser Russischer Schwarzer Terrier Adam Racystyle Urang, aber der Name war meiner Frau zu lang und so haben wir ihn liebevoll Ilja getauft”, sagt Mathias Lude aus Birkenwerder. Mit seiner Frau Dolores und zwei Russischen Schwarzen Terriern sind sie nach Paaren gekommen.

„Die russisch-schwarzen sind von Hause aus Schutzhunde, die in der russischen Armee zur Grenzsicherung gezüchtet werden”, weiß Lude zu berichten. Ilja ist schon eine imposante Erscheinung, weist eine Schulterhöhe von 68 Zentimeter auf und bringt 50 Kilogramm Gewicht auf die Waage. Fasziniert sind die Ludes von dem Charakter der großen Terrier.

Es seien kinderfreundliche, entspannte, gelehrige, aber wachsame Terrier, die einen ausgeprägten Beschützerinstinkt hätten, ohne vereinnahmend zu sein. Das sei der Grund, weshalb sie seit 20 Jahren schon diese Rasse haben.

Von Hannelore Berg

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