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Schönwalde-Glien Neue Keramiken für den historischen Wegweiser bei Alt-Brieselang
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Neue Keramiken für den historischen Wegweiser bei Alt-Brieselang
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07:37 12.10.2019
Die acht Tafeln der Alt-Brieselanger Verkehrssäule werden ersetzt. In Velten werden sie zurzeit nach historischem Vorbild rekonstruiert. Quelle: privat
Pausin

Viele Jahrzehnte wurde die historische Verkehrssäule bei Alt-Brieselang, die einst als touristischer Orientierungspunkt diente, dem Verfall überlassen. Seit Jahren setzen sich einige Lokalhistoriker sowie die Forschungsgruppe Meilensteine für ihren Erhalt und die Rekonstruktion des historischen Wegweisers ein.

Keramiktafeln werden rekonstruiert

Nun ist ein weiterer Schritt getan: Die acht verwitterten und zum Teil herausgebrochenen Keramiktafeln erstrahlen bald in neuem Glanz. Karl-Heinz Graffenberger aus Pausin, Sabrina Brauner von der Schönwalder Gemeindeverwaltung, Tobias Bank aus Elstal und Rolf Zimmermann von der Forschungsgruppe Meilensteine konnten bereits Gipsmodelle und den ersten Probebrand der Keramiken begutachten.

Die Kacheln wurden in den 1930er-Jahren in der „Ofenfabrik und Keramische Werkstätte A. Schmidt-Lehmann und Co.“ gefertigt. Hier ist heute das Ofenmuseum. Nun werden sie nach historischem Vorbild von der Firma „BOS Keramik Velten“ rekonstruiert.

Vier Keramiken von Gottfried Kappen

Die Geschichte des touristischen Wegweisers, der laut Zeitungsberichten im Mai 1937 aufgestellt wurde, ist eng mit der seiner sechseckigen Spandauer Schwester verbunden, die bis Mitte der 1950er-Jahre an der Heerstraße/Ecke Pichelsdorfer Straße stand. Auch sie war bestückt mit Keramiken des Finkenkruger Künstlers Gottfried Kappen.

Neben der Ähre für Pausin, der Windmühle für Perwenitz und dem blauen Fisch für Nauen ging man lange davon aus, dass die vierte, komplett zerstörte Tafel der Alt-Brieselanger Säule Falkensee symbolisiert. „Dass dem nicht so ist, beweist ein Zeitungsartikel. Sie ist dem Alten Finkenkrug gewidmet, wie auch auf der Spandauer Säule“, sagt Karl-Heinz Graffenberger.

Nach der Demontage der Spandauer Säule wurden die Keramiken teilweise in die Spandauer Zitadelle oder zurück nach Velten gebracht. Abgesehen von einigen Einschusslöchern überstanden sie den Krieg fast unversehrt. Die Farbgestaltung des Finkenkruges blieb jedoch weiterhin ein Rätsel. Hierbei könne sich der Keramiker weitestgehend austoben, so Graffenberger.

Landesbetrieb übernimmt Kosten

Obwohl die Säule, die ein rund 80 Zentimeter tiefes Fundament haben soll, noch relativ standfest wirkt, bröckelt hier und da der Beton. Diese Stellen werden im Zuge der Sanierung ebenfalls ausgebessert. Rund 13 000 Euro kostet allein die Rekonstruktion der Keramiken. Für die Herstellung- und Lieferkosten geht die Gemeinde Schönwalde-Glien in Vorleistung. Letztendlich übernimmt der Landesbetrieb Straßenwesen die Kosten.

Obwohl am Säulen-Standort gleich vier Gemeinden, nämlich Brieselang, Falkensee, Nauen und Schönwalde-Glien, aufeinandertreffen, konnte sich lange keine Verwaltung für das Vorhaben begeistern.

Von Laura Sander

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