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Schönwalde-Glien Brala bekommt neues Gewand
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Brala bekommt neues Gewand
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10:55 27.12.2018
Weniger Volksfest, mehr Fachmesse – die Brala soll im kommenden Jahr einige Neuerungen erfahren. Quelle: Tanja M. Marotzke
Paaren im Glien

Es gibt Termine im Jahr, die sind immer gleich. Weihnachten zum Beispiel oder der eigene Geburtstag. Das ist praktisch. Die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (Brala) im Erlebnispark Paaren hat zwar noch keine biblischen Dimensionen erreicht, geht aber immerhin schon in ihr 19. Jahr. Seither wurde die Brala ohne Ausnahme am Himmelfahrtswochenende eröffnet. 2019 wird der Termin nun erstmals verschoben.

In Zukunft soll die Brala am zweiten Maiwochenende beginnen. Ist der Terminwechsel nach so vielen Jahren nicht ein Risiko? „Klar kann es ein Risiko sein, aber wir sind von unserer Entscheidung überzeugt“, betont Steffen Krebs, Geschäftsführer des MAFZ-Erlebnisparks Paaren im Glien.

Es war schwierig, Aussteller zu finden

Die Verschiebung sei nötig, weil es an dem Himmelfahrtswochenende zunehmend schwierig gewesen sei, genügend Aussteller und Experten für die Brala zu gewinnen: Aussteller müssen Feiertagszuschläge bezahlen, außerdem ist der freie Donnerstag mit dem anschließenden Wochenende ideal für einen Kurzurlaub. „In einer normalen Arbeitswoche gibt es solche Probleme nicht“, sagt Krebs. Da fällt es viel leichter, potenzielle Aussteller und Referenten zu gewinnen. Die Rückmeldungen auf den neuen Termin seien jedenfalls vielversprechend, so Krebs.

Die intensivere Hinwendung zu Ausstellern und Fachpublikum soll aber keineswegs auf Kosten der normalen Besucher erfolgen. „Wir glauben, dass die Brala mit dem neuen Konzept noch attraktiver wird“, sagt Ute Lagodka, ebenfalls Geschäftsführerin des Erlebnisparks.

Schwerpunkt Forschung

Mit der Rubrik „Wissenschaft & Forschung“ ist ein neuer Schwerpunkt gesetzt. „Dabei geht es um Vorträge zu aktuellen Themen wie Klimawandel, Glyphosat, Blühstreifen oder Bodengesundheit“, sagt Lagodka. 2018 wurde bereits eine Testreihe mit Vorträgen angeboten. Die Resonanz darauf war vielversprechend.

Mindestens fünf Vorträge wird es nun an jedem der vier Ausstellungstage geben. Am Donnerstag und Freitag eher für ein Fachpublikum. Am Samstag und Sonntag sind auch populärwissenschaftliche Vorträge geplant, so dass noch mehr „normale“ Besucher etwas damit anfangen können.

Anreiz für Studenten

Durch den neuen Termin wird die Brala auch für Schüler und Studenten wieder interessanter: Zum einen, weil sie dann keine Ferien haben. Zum anderen, weil auch die passenden Ansprechpartner vor Ort sind. Auf dem neuen Brala-Campus können Schulabgänger sich bei Fachhochschulen und Lehrbetrieben über die Grünen Berufe informieren.

Insgesamt sollen verschiedene Bereiche der Ausstellung besser miteinander verzahnt werden. „Wenn auf dem Gelände schwere Landtechnik vorgeführt wird, könnte es in der Halle einen ergänzenden Vortrag dazu geben“, sagt Ute Lagodka.

Ähnliche Zuschauerzahlen erwartet

Um die 40 000 Besucher strömten in der Vergangenheit an den Himmelfahrtswochenenden regelmäßig zur Brala. Ute Lagodka und Steffen Krebs rechnen damit, dass 2019 trotz des Terminwechsels ähnliche Zahlen erreicht werden.

Und wer trotz aller Ankündigungen nichts von einem Wechsel mitbekommen hat, steht an Himmelfahrt im Erlebnispark trotzdem nicht vor verschlossener Tür.

Kultur an Himmelfahrt

„Wir werden für Männer aber auch Familien ein passendes Programm anbieten“, sagt Krebs. Das Himmelfahrtswochenende steht in Zukunft unter dem Motto „Kultur, die schmeckt“. Unter anderem werden dort das bekannteste Wolfgang-Petry-Double und eine Travestie-Show mit namhaften Künstlern zu sehen sein. Der Erlebnispark versucht sich damit auch als kultureller Veranstaltungsort zu etablieren.

Von Ralf Stork

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